Helmut SchmidtBesuch bei einer Weltmacht

Wie soll sich der Westen mit Blick auf Chinas Aufstieg verhalten? Ein neues Buch von Helmut Schmidt gibt Antwort. Ein Vorabdruck von Helmut Schmidt

Wenn man sich die innerlich und äußerlich zerrissene Situation Chinas während fast der gesamten ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts vor Augen führt, wenn man sich zusätzlich die Ära Mao Zedongs mit ihren zig Millionen Hungertoten und den ungezählten Opfern der sogenannten Kulturrevolution vor Augen hält, dann grenzt der ökonomische Wiederaufstieg des Landes an ein Wunder. Niemand im Westen hat noch zu Zeiten von Tiananmen einen solchen Aufstieg vorausgesehen.

Zwar hatten die Vereinten Nationen 1971 die Volksrepublik China als alleinige rechtmäßige Vertretung Chinas anerkannt und die taiwanesische Regierung in Taipeh gezwungen, den ständigen Sitz im Sicherheitsrat an Peking abzutreten. Zwar haben die Amerikaner die Volksrepublik China 1979 anerkannt (bei gleichzeitiger Bewahrung des Sonderstatus von Taipeh). Viel wichtiger für die Bedeutung des Landes ist jedoch der Umstand, dass China heute eine ökonomische Weltmacht ist, deren Währungsreserven sich auf über 3.000 Milliarden Dollar belaufen – was in der Weltgeschichte ohne Beispiel ist.

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Friede und Stabilität in Ostasien werden heute vom Machtgleichgewicht zwischen Amerika und China aufrechterhalten. In Ost- und Südostasien breiten sich Sorgen vor China aus. Der Streit um mehrere kleine Inselgruppen trägt in ähnlicher Weise zur Beunruhigung bei wie vor Jahren der Streit um Taiwan. Dazu kommt sowohl in Japan als auch in China ein Wiederauferstehen nationalistischer Tendenzen. Dabei ist der ökonomisch absolut erfolglose Staat Nordkorea, auf den die Chinesen herabblicken, zugleich Chinas Schutzwall gegen Japan, vor allem aber gegen die amerikanische Präsenz auf dem asiatischen Festland; Peking fürchtet, dass der Einfluss Washingtons im Falle einer Wiedervereinigung Koreas bis an die Grenze zu China reichen würde.

Neben diesen für China mit hohem Prestige verbundenen außenpolitischen Fragen darf allerdings nicht übersehen werden, dass die eigentlichen Probleme des Landes im Inneren liegen. Die Bevölkerungszahl steigt weiter, wenn auch nicht ganz so schnell wie in großen Teilen Asiens. Aber noch vor der Mitte des 21. Jahrhunderts wird China 1.500 Millionen Menschen zählen, und die Mehrheit von ihnen wird auch dann wahrscheinlich noch in ländlichen Verhältnissen leben. Das Bevölkerungswachstum wird sich also trotz der von Mao eingeleiteten Ein-Kind-Politik fortsetzen. Weil die produktiven Jahrgänge aufgrund der Ein-Kind-Politik ausgedünnt sind, ergeben sich große Schwierigkeiten beim Aufbau einer umfassenden nationalen Altersversorgung.

Ein zweites großes Problem betrifft die enormen Unterschiede im Lebensstandard, die sich im Laufe der vergangenen 25 Jahre zwischen den Küstenprovinzen und dem Landesinneren, insbesondere in Zentralchina, Tibet und Xinjiang, herausgebildet haben. Die Spannungen zwischen Arm und Reich sind unübersehbar. Weite Teile des Landes leiden unter mangelnder Infrastruktur, es fehlt dort noch immer an Eisenbahnen und Autostraßen. Weil die Menschen in ihren Dörfern nicht mehr gebraucht werden, zieht es sie in die aufstrebenden Provinzen entlang der Küste, wo sie Arbeit zu finden hoffen.

Heute gibt es zwischen 100 und 200 Millionen sogenannte Wanderarbeiter – die Schätzungen schwanken. Diese Wanderarbeiter kommen bestenfalls bei Verwandten unter, ansonsten schlafen sie auf den Baustellen. Sie werden ausgebeutet, haben kaum Rechtsschutz und keine Alterssicherung. Das sorgt für erhebliche soziale Spannungen, und das Problem ist der chinesischen Führung voll bewusst.

Auf der anderen Seite sind diese Wanderarbeiter nicht nur eine große Belastung für die Städte, sondern in ihnen stecken auch enorme Reserven für China. Es muss das Ziel der chinesischen Führung sein, die in der Landwirtschaft überflüssig gewordenen Arbeitskräfte in andere Beschäftigungen zu bringen. Die Entstehung von riesenhaften Großstädten (vier Städte von jeweils 30 Millionen sind geplant!) schafft zusätzliche psychologische Probleme, die sich aus den Bedingungen einer Massengesellschaft ergeben.

Leserkommentare
  1. Helmut Schmidt ist, vielleicht auch dank seines hohen Alters, zu einer Art Ikone geworden und prägt so unser Chinabild entscheidend mit, mit möglicherweise fatalen Folgen.

    Mich hat sehr gestört, von ihm seinerzeit bei Beckmann über Deng Xiao Ping, den Schlächter vom Platz des Himmlischen Friedens, nicht mehr als ein dürres 'ich mochte den Kerl' zu hören, es zeigt sich da eine Hinsicht auf autoritäre Regime, die sich zu leicht durch wirtschaftliche Erfolge blenden lässt.

    Weiterführend sei dieser Essay hier beim Deutschlandfunk empfohlen

    http://www.dradio.de/dlf/sendungen/essayunddiskurs/2034698/

    und weiter dieser Verriss eines früheren Schmidt-Buchs durch den dort erwähnten Bernd Ziesemer

    http://www.handelsblatt.com/meinung/kommentare/helmut-schmidts-neues-chi...

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    Naja, Helmut Schmidt ist auch mit Henry Kissinger befreundet; insofern ist seine moralische Fehlfunktion doch seit Jahren bekannt. Und natürlich wird er den komplexen Zusammenhängen; seine üblichen Ein-Silben-Antworten erfordern ja auch sehr simple Fragestellungen. Auch mit der Einschätzung, dass China "noch einige Jahrzehnte auf dem Niveau eines Schwellenlandes bleiben" wird, lehnt er sich weit aus dem Fenster; das gleiche hat man damals über die Japaner und dann über die (Süd)-Koreaner gedacht.

    Mit der Forderung nach Nichteinmischung hat er allerdings Recht. Zum einen muss man auch immer die Vergangenheit, also z.B. die Opiumkriege und die damit einhergehende Demütigung Chinas bedenken (macht man bei Afrika, Indien, Pakistan ja auch; siehe Kolonialzeit), zum anderen können Staaten nur durch Beispielfunktion eine Art moralischen Anspruch und damit einhergehende Forderungen erheben. Und da versagen die üblichen Verdächtigen eben ganz eklatant.

    Mal abgesehen davon, dass demokratische Strukturen i.d.R. nicht durch Zwang von außen oder oben, sondern immer durch die eigene gebildete Mittelschicht etabliert werden. In China wächst die rasant, bei uns schrumpft sie (mitunter durch eigenen Fatalismus, auch das kein gutes Vorbild).

    Ob China "unserem" Weg folgen sollte, ist aber m.E. überhaupt nicht die entscheidende Frage. Mir kommt eher der Verdacht, dass Europa dem chinesischen Weg der Zentralisierung, des Einparteiensystems und der Wanderarbeiterheere nacheifert.

    • Hainuo
    • 05. Mai 2013 15:09 Uhr

    Ich teile zwar nicht die Meinung von Helmut Schmidt, aber der Artikel, den sie von Sabine Pamperrien zitieren gefällt mir auch nicht. Sie neigt dazu, die "China-Freunde" undifferenziert darzustellen und strenggenommen alle in einen Pott zu werfen. Es ist heute kaum mehr möglich, China differenziert zu diskuttieren. Steht man weder auf Schmidts Seite noch auf Pamperriens Seite, wird man von beiden Seiten auf die jeweils andere verdrängt. Alles nur schwarz-weiß.

  2. Ich glaube lange wird sich China (und auch Russland) die pazifische Expansion der USA nicht tatenlos anschauen. Seit den 90ern gibt es offizielle strategische Richtlinen der US-Aussenpolitik, die die Verhinderung neuer Rivalen (nach Zusammenbruch der Sowjetunion) mit allen Miteln verhindern sollen.

    Das Ziel ist es, die einzige globale Supermacht zu sein und nicht zuzulassen, das andere Länder ein machtpolitischer Gegner werden könnten.

    <em>The classified document makes the case for a world dominated by one superpower whose position can be perpetuated by constructive behavior and sufficient military might to deter any nation or group of nations from challenging American primacy. </em>

    <em>To perpetuate this role, the United States "must sufficiently account for the interests of the advanced industrial nations to discourage them from challenging our leadership or seeking to overturn the established political and economic order</em>

    http://www.nytimes.com/1992/03/08/world/us-strategy-plan-calls-for-insur...

    Dieses immer noch gültige machtpolitische Ziel erklärt dann auch das von Obama ausgerufene pazifische jahrzehnt, die neuen Stützpunkte und vorallem der allumspannende Raketenschirm.

    Ich mache mir Hoffnungen von neuen Bündnissen wir der SCO, die uns vielleicht mittelfristig einen neuen Status Quo bescheren werden. Die militärische Übermacht der NATO hat uns zumindest nicht mehr Frieden gebracht. Ganz im Gegenteil.

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    Das Dokument, dass die strategische Ausrichtung der USA seitd en 90ern bestimmt wird auch als Wolfowitz Doctrine bezeichnet. Dieses strategische Papier hilft enorm, das Handeln der USA einzuordnen.

    http://en.wikipedia.org/wiki/Wolfowitz_Doctrine

  3. Ich verstehe nicht, wie der erste Kommentator immer wieder Schmidts Expertise dadurch zu unterminieren versucht, indem er darauf hinweist, dass er ja nur eine Stimme sei und man dringend andere Meinungen einholen sollte.

    Das macht doch ein kritischer Leser sowieso. Deswegen lese ich ja nicht nur seinen Kommentar sondern auch andere.

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    Von "immer wieder" kann doch, jedenfalls bisher hier, gar nicht die Rede sein, und im Übrigen habe ich gar nicht herausgestellt, dass er nur "eine Stimme" sei, sondern darauf hingewiesen, dass seine Äusserungen zu China unter Experten eben nicht durchweg geteilt wird und dies durch hyperlinks zu Ausführungen, die den Rahmen der Kommentarfunktion hier sprengen würden, zu belegen versucht.

    Dass Schmidts Werschätzung Dengs in meinen Augen gewisse Defizite hinsichtlich seines Urteilsvermögens vermuten lässt (und mich ausserordentlich irritiert), möchte ich ungern verschweigen - soll ich das etwa, gar um seine "Expertise" - was veranlasst Sie eigentlich zu der Annahme, er verfüge über eine solche? - nicht zu "unterminieren"?

    Also den Altkanzler nicht kritisieren, auf dass seine Autorität - hier in Sachen China - keinen Schaden nimmt?

  4. und China ist eines der wenigen Länder die sich nicht an der Hysterie unserer Zeit beteiligen und sich nicht in die Inneren Angelegenheiten anderer Länder einmischen.
    Dies kann man sich als Vorbild nehmen.

  5. " Im Hintergrund steht dabei die 2.000 Jahre alte Tradition, sich als ein großes Reich zu betrachten, das Expansion und Eroberung nicht nötig hat. "

    Sehr geehrter Herr Altbundeskanzler Schmidt!
    Wie beurteilen Sie die Besetzung Tibets 1959 und die Kolonialisierung Tibets? Unw wie ist die aktuelle Aggression Der VRChina in Laddakh zu bewerten? Immerhin sind Chinesen dort bis zu 30 km auf indisches Staatsgebiet vorgedrungen.

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    • gooder
    • 05. Mai 2013 15:55 Uhr

    Für die meisten Tibeter hat die Besetzung immerhin einen enormen sozialen und wirtschaftl.Fortschritt gebracht, die Lebenserwartung stieg von 35 Jahren 1950 auf 67 Jahre im Jahr 2001 , die tibetische Bevölkerung verdoppelte sich von geschätzten 2,75 Millionen 1953 auf über 5,4 Millionen im Jahr 2000,die Kindersterblichkeit sank von unglaublichen 43 Prozent im Jahr 1950, auf 0,6 Prozent im Jahr 2000. Auch die Infrastruktur hat sich stark verbessert. Der Anteil von Kindern im Schulalter, die tatsächlich die Schule besuchen, ist von 2 Prozent 1959 auf 85,8 Prozent angestiegen und die Anzahl der Krankenhausbetten und des medizinischen Personals pro Einwohner lag über dem nationalen Durchschnitt Chinas.

    Der buddhistischen Klerus in Tibet mag das allerdings anders beurteilen.

    • mick08
    • 14. Juni 2013 2:15 Uhr

    widersprechen ganz deutlich der Tendenz der "Realpolitik" Tibet als Teil von China zu sehen. Die Experten-Komissionen von Bundestag und US Kongress kamen beide unabhängig voneinander deutlich zur Ansicht, dass Tibet von China illegal überfallen und besetzt wurde. Das stillschweigende Dulden dieses Verstoßes gegen internationales Völkerrecht ist ein massiver Verstoß gegen das Völkerrecht, an dem sich seit Jahren auch Helmut Schmidt beteiligt.

    Hintergrund dürfte sein, dass Helmut Schmidt sich auf chinatreue Siniologen stützt, die um forschen zu können in Bezug auf China eher auf kritische Ansichten verzichten und sich die Parteilinie zu eigen machen. Der Journalist und Tibetkenner Klemens Ludwig hat den Hintergrund zu Helmut Schmidts unkritischen China-Affinität in einem Artikel näher beleuchtet:

    http://info-buddhismus.de/China-Lobby-Tibet-Dalai_Lama.html

    Viel schlimmer wiegt, das Schmidt mit dem Verleugnen der völkerrechtlichen Lage Tibets und seiner Forderung "Einmischung in innere Angelegenheiten zu unterlassen" in Bezug auf Tibet, völlig gegen das internationale Völkerrecht handelt und sich schlicht nichts daraus macht.

  6. Das Dokument, dass die strategische Ausrichtung der USA seitd en 90ern bestimmt wird auch als Wolfowitz Doctrine bezeichnet. Dieses strategische Papier hilft enorm, das Handeln der USA einzuordnen.

    http://en.wikipedia.org/wiki/Wolfowitz_Doctrine

    Eine Leserempfehlung
    Antwort auf "No Rivals Plan"
    • hladik
    • 05. Mai 2013 14:19 Uhr

    Da Schmidt dieses relativistische Nichteinmischungs-Mantra ja permanen wiederholt, wuerde ich gerne mal wissen, wie er zur Einmischung bei anderen verbrecherischen Regimes steht, wie z.B. in Ruanda.

    Und das Argument, Menschenrechte seien eine "Erfindung des Westens" und China habe halt "eine andere Kultur" laesst sich ganz einfach dadurch widerlegen, dass es Millionen von Chinesen gibt, die genau diese Rechte einfordern, trotz ihrer Kultur.

    Aber die kritiklose Verehrung fuer Schmidt aufgrund seines Alters ist wohl nicht aufzuhalten. Obwohl Schmidt ein Beispiel dafuer ist, dass die letzen Worte eines Menschen selten bedeutsamer sind als seine ersten Worte...

    2 Leserempfehlungen
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    • Jeru
    • 05. Mai 2013 14:28 Uhr

    +1 sagt man glaub ich in der heutigen Internet Gesellschaft, oder?
    Ganz abgesehen davon, dass ich jedem nur empfehlen kann mal auf den Straßen Chinas nach dieser "ältesten Kultur der Welt" zu suchen.

    Immer schön die Mantras nachplappern.

    Irgentwann in seinem Leben legt man die kindliche Naivität ab. Herr Schmidt hat diese Schwelle wohl schon lange überschritten. Politik richtet sich nach der Realität, nicht nach Wunschdenken. Pragmatischer Realismus sollte gute Aussenpolitik bestimmen. Kindliches Palaver von Menschenrechten schaffen Gräben und bringen einen kein Stück weiter.

    China wird seinen Weg machen und sich weiter entwickeln. Aber bevor man 1.3 Millarden Menschen demokratisch mit einem Mehrpartzeiensystem regiert, werden noch ein paar jahre vergehen.

    Eher wird es bei uns einen Rückschritt geben zur autokratischen Regierungsform. Die Spitzen der Wirtschaft zumindest werden sofort dabei sein.

    sondern auch zur "Einmischung" der USA in europäische Angelegenheiten, sagen wir z.B. ab 1941.

    Denn schliesslich hat er sich auch dagegen seinerzeit mit den ihm zur Verfügung stehenden Mitteln - als Offizier der Wehrmacht*, die heute weitgehend als eine verbrecherische Organisation angesehen wird** - zu Wehr gesetzt.

    *https://de.wikipedia.org/wiki/Helmut_Schmidt#Ausbildung_und_Wehrdienst

    ** http://www.heise.de/tp/artikel/1/1127/1.html

    (Ein Artikel unter dem Titel 'Eine gespenstische Auseinandersetzung um die "Verbrechen der Wehrmacht"', dessen Autorin Brigitte Bruns die seinerzeitigen Widerstände besonders in Bayern gegen die gleichnamige Ausstellung thematisiert und in ihrer Einleitung - und hier sind wir wieder bei Schmidts Verhältnis zu autoritären Regimen - eine Haltung konstatiert, die sie so zusammenfasst: "Verbrechen hat man bei der CSU nicht gern, weswegen [...] Umweltminister Thomas Goppel schnell bei der Hand ist, die Castor-Gegner ziemlich pauschal als "Kriminelle" zu bezeichnen. Und wie man mit solchen umgehen soll, ist ja klar.
    Wahrscheinlich ist Singapur das Vorbild Bayerns, wobei Ordnungsmächte stets das Rechte tun und jenseits aller Schuld stehen."

    Vergl. hierzu Schmidt: "Als ich ein junger Mann war, hätte mich eine Demonstration gegen die Nationalsozialisten ins KZ gebracht. [...] Jedenfalls ist bei den aktuellen Protesten gegen den Gipfel nicht zu erkennen, was die Demonstranten eigentlich positiv wollen."

    http://www.zeit.de/2007/24/G8-Staaten )

    • Jeru
    • 05. Mai 2013 14:22 Uhr

    Es gibt wirklich kaum einen "China Kenner" dieser Republik der in seinen Büchern mehr standartisierte Meinungen über China verbreitet als dieser hier.

    Manchmal könnte man meinen, Herr Schmidt war noch nie im China ausserhalb der politischen Klasse.
    Allein bei einem: "Aber ich sehe, dass andere Nationen ohne diese Tradition nicht nur lebensfähig sind, sondern auch glänzende ökonomische Fortschritte erzielen[...]" wird mir nur schlecht.
    Geht es wirklich um nichts anderes mehr? Mit keinem Satz wird hier erwähnt womit die Chinesen sich das alles erkaufen.

    "[...] werden die Chinesen bald ebenso herstellen können – und darüber hinaus billiger."
    oh, wirklich ja? hmhmm ja, sehr interessant.. das ist alles was zählt.

    Wer verbreitet eigentlich überall das Gerücht von der großen Angst vor China, welches jeder, aber auch wirklich jeder Kommentator mit einem "aber wir müssen doch tollerant sein" abwehren möchte, nachdem er es höchstpersönlich erst aufgebauscht hat.

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