"Rent-a-Teacherman"Kein Kinderkram

Ein Bremer Projekt holt Männer an die Grundschulen von 

DIE ZEIT: Herr Heemann, Sie haben sich durch das Bremer Uni-Projekt "Rent-a-Teacherman" als Student an eine Grundschule vermitteln lassen, an der nur Frauen unterrichten. Was machen Sie als Mann denn anders?

Hauke Heemann: Eigentlich gar nichts. Ich raufe nicht die ganze Zeit mit den Jungs und spiele auch nicht ständig mit den Schülern Fußball.

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DIE ZEIT: Es ist also kein Problem, dass es so wenige männliche Grundschullehrer gibt?

Heemann: Doch. Denn ich bin für die Kinder Rollenbild und Identifikationsfigur, vor allem für die Jungen. Einer sagte, mit mir könne man besser über typische "Jungsthemen" reden. Es geht aber auch um ganz simple Dinge: Beim Sportunterricht muss jetzt nicht mehr die Lehrerin in die Jungsumkleide, das kann ich machen. So bleibt die Intimsphäre gewahrt.

DIE ZEIT: Also profitieren vor allem die Jungs?

Hauke Heemann

26, studiert in Bremen. An der Grundschule hat es ihm gut gefallen.

Heemann: Nein, auch die Mädchen sagen, dass es ihnen gefällt, dass auch mal ein Mann da ist. Es geht um Vielfalt. Genauso wie man für Lehrer mit Migrationshintergrund kämpft, sollte es auch viele Lehrkräfte mit "Männlichkeitshintergrund" geben.

DIE ZEIT: Nur 11 Prozent der Grundschullehrer sind männlich, auch Sie studieren eigentlich für das Gymnasiallehramt. Warum wollen Männer nicht in die Grundschule?

Heemann: Berührungsängste und Unwissen. Viele, ich auch, haben ein falsches Bild: Die geistig anspruchsvollen Dinge laufen im Gymnasium ab, in der Grundschule macht man nur Kinderkram – Basteln, Bilder ausmalen. Dass die Lehrer dort sehr wichtige Entwicklungsarbeit leisten, sehen sie nicht. Sie interessieren sich mehr für die Inhalte als für die Kinder.

DIE ZEIT: Werden Sie selbst denn jetzt Grundschullehrer?

Heemann: Nein, wohl erst mal nicht, ich könnte auch nicht so einfach wechseln. Wir Lehramtsstudenten müssen uns ja schon zu Beginn des Bachelors für eine Schulform entscheiden und dann dabeibleiben. Wenn man, wie ich jetzt, erlebt, wie bereichernd die Arbeit in der Grundschule sein kann, ist es meist schon zu spät.

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Leserkommentare
  1. Lohnbezogene Umfrageergebnisse unterstreichen immer wieder: Männer und Frauen unterscheiden sich bezüglich ihrer Prioritäten bei der Jobwahl. Würde die immens wichtige Grundschullehrarbeit endlich ihrer Wichtigkeit nach entlohnt und nicht wie in vielen Bundesländern weit unter den üblichen Tarifstufen für das Gymnasiallehramt, würden wir auch ganz sicher einen erheblichen Anstieg in der "Männerquote" der Grundschulpädagogen erkennen können. Gleiches dürfte übrigends auch für Erzieherberufe gelten.

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  2. Die wenigsten Männer interessieren sich für Kindererziehung außerhalb der eigenen vier Wände, Sozialwissenschaften ist auch nichts und ewig über physische Problemchen reden mag auch keiner. Frauen ziehen diese Dinge sogar vor, während sie Informatik meiden wie die Pest. Männer hingegen wollen aber genau dies machen, Dinge erschaffen.

    Wenn eigentlich alles bestens aufgeteilt ist, warum versucht man dann ständig diesen Quoten Blödsinn anzuwenden, nur weil sich irgendwer einbildet es wäre besser so? Ich glaube da hat wieder einer zu viel "Der Kindergarten Cop" geschaut.

    Informatik steht jedenfalls allen offen, kein NC nötig. Wer es sich erarbeiten will, der braucht keine Frauen Quote. Und wer es nicht tut, der sollte von diesen Jobs ferngehalten werden. Und da nun mal die Männerquote bei so etwas mit 95:1 dominiert, ist es halt ein "Männerjob". Keiner behindert die Frau, außer sie sich selbst weil sie nicht will.

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    Es gab Zeiten, da arbeiteten auch an Grundschulen überwiegend männliche Lehrer. Und die waren gesellschaftlich angesehen, wurden angemessen bezahlt und niemand wäre auf die Idee gekommen, dahinter "Quotenblödsinn" zu vermuten oder das für unsinnig zu halten, da Männer sich ja gar nicht für Bildung und Pädagogik interessieren dürften.

    Der Hauptgrund wurde im ersten Kommentar bereits angesprochen - der Grundschullehrer verdient einfach MIES. Das schreckt sicherlich beide Geschlechter ab, Männer aber vermutlich mehr aufgrund den nach wie vor nicht ausgeglichenen Erwartungen/Ansprüchen sowohl in der Partnerschaft als auch als Alleinlebender.

    >>Frauen ziehen es vor über physische(?) problemchen zu reden. Männer hingegen Dinge erschaffen.<<

    seien wir ehrlich! diese mischung aus bäuerlich-borniertem geschlechterbild und naiver technik- und schaffensfaszitation erinnert schwer ans spätere 19.jahrhundert.
    man kann noch hinzufügen, dass die informatik ja nun nicht grade das fruchtbarste ackerland der geistesbildung darstellt, und mutmaßen, dass die einseitige aufwertung banalen funktionswissens etwas mit der dominanz des männlich-rustikalen hangs zu zwecklogik und plattem pragmatismus zu tun hat.

    • Kauri
    • 03. Mai 2013 21:37 Uhr

    ....in der Frauenwelt sagt, er wäre Grunschullehrer, dann werden die Blicke uninteressiert!
    Dabei bin ich der Meinung, dass nur gemischte Teams funktionieren! Lehrerzimmer mit nur Frauen, die ein Leben lang nur Schule kennen, ist ja furchtbar! Die eine hat kleine Kinder, die andere einen kranken Vater zu versorgen , die dritte hat Unterrichtsbefreiung für sonst was Wichtiges und, und , und...
    zickengrieg auf hohem Niveau!
    Spätestens auf der Hauptschule mussten Männer zu mindestens 50% sein! Und zwar möglichst welche, die schon mal in einem richtigen Beruf in der Wirtschaft gearbeitet haben!
    Dafür könnte man getrost auf 70% der Schulräte verzichten!

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  3. im Umgang mit Kindern.

    Das ist evolutionär geprägt und das muss man eben neidlos den Frauen lassen.

    Wenn 11 % der Männer sich das auch zutrauen, ist das natürlich völlig in Ordnung.

    Wir brauchen da aber sicher keine Männerquote.

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    ...es gibt genügend Frauen (auch im Lehrerberuf), die alles andere als super umgehen können mit Kindern (auch wenn sie selber welche kriegen können). Die Männer in der Grundschule sollen den Schülern ja auch nicht die gute "Mutti" sein, sondern Lehrer. Und das hat mit der Evolution sehr viel weniger zu tun als mit der eigenen Herkunft, Erziehung, Ausbildung etc.. Außerdem gibt's in den griechischen Mythen jede Menge Lehrer und Erzieher bestimmter Heroen, die dem Evolutionsargument widersprechen.

  4. Es gab Zeiten, da arbeiteten auch an Grundschulen überwiegend männliche Lehrer. Und die waren gesellschaftlich angesehen, wurden angemessen bezahlt und niemand wäre auf die Idee gekommen, dahinter "Quotenblödsinn" zu vermuten oder das für unsinnig zu halten, da Männer sich ja gar nicht für Bildung und Pädagogik interessieren dürften.

    Der Hauptgrund wurde im ersten Kommentar bereits angesprochen - der Grundschullehrer verdient einfach MIES. Das schreckt sicherlich beide Geschlechter ab, Männer aber vermutlich mehr aufgrund den nach wie vor nicht ausgeglichenen Erwartungen/Ansprüchen sowohl in der Partnerschaft als auch als Alleinlebender.

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    Antwort auf "Seien wir ehrlich."
  5. >>Frauen ziehen es vor über physische(?) problemchen zu reden. Männer hingegen Dinge erschaffen.<<

    seien wir ehrlich! diese mischung aus bäuerlich-borniertem geschlechterbild und naiver technik- und schaffensfaszitation erinnert schwer ans spätere 19.jahrhundert.
    man kann noch hinzufügen, dass die informatik ja nun nicht grade das fruchtbarste ackerland der geistesbildung darstellt, und mutmaßen, dass die einseitige aufwertung banalen funktionswissens etwas mit der dominanz des männlich-rustikalen hangs zu zwecklogik und plattem pragmatismus zu tun hat.

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    Antwort auf "Seien wir ehrlich."
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    >>>dass die informatik ja nun nicht grade das fruchtbarste ackerland der geistesbildung darstellt... die einseitige aufwertung banalen funktionswissens...<<<

    Als Informatikerin muss ich hier schon widersprechen, Informatik ist keinesgwegs bloßes Funktionswissens sondern ein sehr innovatives und kreatives Fach.

    Doch ich stimme durchaus zu, dass man aus der Wahl des Studienfachs kein Dominanzverhalten ableitend darf.

    An der Uni Koblenz können Sie diese Konstellation sehr schön beobachten, weil dies neben Pädagogik die beiden dominierenden Studiengänge sind. Beide Richtungen in Bezug auf's Geschlecht zu über 90% einseitig, leider: Das typische Pärchen ist Informatiker (er) und Lehrerin/Pädagogin (sie).

    Wenn sich dort in den letzten 10 Jahren nicht viel verändert hat, sind interdisziplinäre Seminare regelmäßig an der völligen Inkompetenz des Großteils der Lehramtskandidatinnen gescheitert: Kein freier Vortrag, statt dessen Ablesen vom Blatt, als seien sie selbst noch nicht über die 6. Klasse hinaus. Allgemeinbildung? Im Schnitt bei den Informatikern weit höher - mit Ausnahmen auf beiden Seiten. Interesse am Seminarthema - die Fräulein Lehrerinnen kamen i.A. nur, wenn man ihnen einen Schein versprach, die Herren Informatiker aus Interesse. Grund für's Lehramtsstudium (Ergebnis einer methodisch korrekten Umfrage): 1. Ist nah an Zuhause. 2. Ich wußte nichts anderes zu studieren. Ich möchte meine Kinder (wenn ich denn welche hätte) diesen sog. Lehrerinnen nicht anvertrauen müssen.

    Sehen Sie mich jetzt als misogynen Frauenhasser? Weit gefehlt, es ist eher Enttäuschung über die Personengruppe, die diesen so wichtigen Beruf wählt: Die geistige Elite sieht anders aus.

    Das ist natürlich eine Aussage über den Durchschnitt: Ich habe dort wunderbare Frauen/Lehrerinnen/Pädagoginnen kennen und lieben gelernt. Aber leider, sie waren eher die Ausnahme als der Massstab.

    "man kann noch hinzufügen, dass die informatik ja nun nicht grade das fruchtbarste ackerland der geistesbildung darstellt, und mutmaßen, dass die einseitige aufwertung banalen funktionswissens etwas mit der dominanz des männlich-rustikalen hangs zu zwecklogik und plattem pragmatismus zu tun hat."

    Sie kennen richtig viele schöne Worte, das will ich zugeben. Ahnung von der Informatik hingegen haben Sie nicht. Wir arbeiten mit Abstraktion und Konzepten, im Studium lernen wir nicht in erster Linie banales Funktionswissen (das veraltet nämlich schneller als Sie Ihre Schüler durch die Grundschule schleusen), sondern Denkweisen. Logik ist bei einer u.a. mathematisch basierten Wissenschaft natürlich wichtig, ebenso aber Kreativität - zugegeben, eher konstruktive Kreativität als die eines Malers. An dieser Stelle sei Douglas Hofstadters "Gödel Escher Bach" empfehle - wenn Sie dies gelesen und verstanden haben, können wir gerne weiter diskutieren, ob die Informatik Ihrem platten Bild entspricht, das mehr über Sie aussagt als über die Informatik.

    Was aber Zwecklogik sein soll, insb. im Zusammenhang mit "zwecklogik und plattem pragmatismus", frage ich mich doch. Das Netz gibt keine klare Definition. Ist es mehr als ein polemischer Kampfbegriff, bewußt eingesetzt zur Verunglimpfung irrational abgelehnter Fächer?

    Eines noch: Wir Informatiker wären froh, gäbe es bei uns mehr Frauen. Aber was sollen wir tun, wenn sich kaum eine zutraut, dies vorurteilsbelastete Studium anzugehen?

  6. Das Geld aka Prestige! Männer sind sich zu schade für »Kinderkram«, und die Gesellschaft belohnt diese Arroganz: gutbezahlte Mechaniker, schlecht bezahlte Erzieherinnen. Es ist egal, welche Berufe Frauen wählen: die Arbeit, die Frauen leisten, ist deshalb nichts wert, WEIL sie von Frauen gemacht wird.

    Dass Männer darüber auch noch aufjaulen und die Verweiblichung der Früherziehung und -bildung beklagen, entblößt die latente misogyne Haltung, die von Misstrauen und Verachtung gegenüber Frauen, ihrer Leistung und allem, was mit Weiblichkeit assoziiert ist, geprägt ist.

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    "Männer sind sich zu schade für »Kinderkram«, und die Gesellschaft belohnt diese Arroganz"

    Das mit der Arroganz erzählen Sie mal den Millionen männlichen Arbeitnehmern, die für noch weniger Geld morgens aufstehen.

    "die Arbeit, die Frauen leisten, ist deshalb nichts wert, WEIL sie von Frauen gemacht wird."

    Bevor Sie es sich zu bequem in der Opferrolle machen, hier noch eine steile These: Grundschullehrer verdienen deshalb so wenig, weil es eine Arbeit mit Kindern ist - vollkommen analog zum Kinderarzt, dessen Gehaltscheck neben dem eines Chirurgen o.ä. verblasst.

    Ja, der Beruf wirkt auf Männer sicherlich auch deshalb unattraktiv, weil die Pädagogik, vor allem die vorpubertäre Pädagogik, komplett feminisiert ist. Das hat in weiten Teilen ja sicherlich Vorzüge und niemand möchte die Rohrstockzeiten zurück. Aber ich kann verstehen, dass Mann nicht einen Beruf ausüben möchte, der zu großen Teilen komplett an seiner Lebensrealität als Mann und v.a. auch als "ehemaliger Junge" vorbeigeht.

    Männer streben auch deshalb nach Prestige, weil Status Männer für viele Frauen attraktiv macht. Statusgewinn ist in diesem Sinne wertvoller für Männer als für Frauen. Das mag einer der Gründe sein, warum Männer im Schnitt auch mehr Arbeitsstunden anbieten, denn prestigeträchtige Berufe erfordern oftmals einen höheren Zeiteinsatz. Das will ich hier ganz ohne Wertung angemerkt haben.

    Frauen hingegen sind im Schnitt zu weniger Arbeitsstunden bereit. Da bieten sich Erzieherberufe natürlich an. Frauen sind in dieser Hinsicht vielleicht auch einfach klüger als Männer.

    Dass wir eindeutig mehr männliche Erzieher brauchen, sollte auf der Hand liegen: Nicht zuletzt die Bildungsmisere, in der unsere Jungen stecken, sollte uns aufschrecken lassen und nach Lösungen suchen. Dass mehr Männer in der Früherziehung dieser Entwicklung entgegenwirken, lässt sich derzeit zwar mangels Grundschulen mit ausreichend hohem Männeranteil nicht belegen, ich halte es aber für eine plausible Hypothese.

    Im Übrigen finde ich es ja hochinteressant, dass gerade Sie von der Forderung eines höheren Männeranteils auf eine misogyne Haltung schliessen. Ist die Forderung einer Frauenquote dann auch misandrin oder gelten hier mal wieder doppelte Standards?

    Frauen bekommen in ihrer Berufstätigkeit weniger Geld als Männer, weil sie Frauen sind? Können Sie das irgendwie belegen?

    Frau Merkel bekommt weniger als Herr Schröder bekam?
    Eine Lehrerin weniger als ein Lehrer?
    Eine Abgeordnete weniger als ein Abgeordneter?

    Misstrauen und Verachtung spricht eher aus ihrem Schreiben. Gepaart mit einem gerüttelt Maß an Faktenresistenz und Ignoranz.

    Zum Artikel: Es ist natürlich (fast) nie zu spät eine berufliche Entscheidung zu ändern und sich neu zu orientieren. Die Probleme, die der 'durchschnittliche' Junge im Vergleich zum 'durchschnittlichen' Mädchen an der Schule hat, lassen sich nicht durch mehr Lehrer an Grundschulen lösen. Nötig sind vielmehr Lehrkräfte, die wohlgefälliges Verhalten von der Leistungsbewertung trennen können. Lehrkräfte, die längere Zeit außerhalb der Schule erwerbstätig waren. Lehrkräfte, die in der Lage sind, Kinder zu respektieren und sich als Dienstleister an diesen verstehen. Die Disziplin nicht mit bedingungslosem Gehorsam verwechseln. Ob diese dann männlichen oder weiblichen Geschlechts sind, ist von untergeordneter Bedeutung.

    Und natürlich haben Lehrerinnen in Umkleidekabinen von Jungs rein gar nichts zu suchen -solange sich Jungs darin befinden (oder vice versa).

    kuestenwache

    Das ist dummes Geschwätz.
    Es liegt zwar auch an der Bezahlung. Nicht zuletzt aber auch an der mittlerweilen fast schon "normalen" Unterstellung Erzieher oder Grundschullehrer müssen ja schon pädophil sein, sonst wären sie ja nicht an kleinen Jungs interessiert.
    Ich habe in meinem gar nicht mal so großen Bekanntenkreis einen jungen Mann
    der mit Leib und Seele Erzieher ist, aber mittlerweilen wohl wg. der latent immer vorhandenen Unterstellungen den Beruf wechseln wird. Weiterhin einen jungen Mann der nach mehreren Praktika Erzieher werden möchte - und seine Eltern, Freunde, Kameraden und auch Lehrer/innen versuchen mit allen Mitteln, ihn davon abzubringen.

    Warum wohl????

  7. "Männer sind sich zu schade für »Kinderkram«, und die Gesellschaft belohnt diese Arroganz"

    Das mit der Arroganz erzählen Sie mal den Millionen männlichen Arbeitnehmern, die für noch weniger Geld morgens aufstehen.

    "die Arbeit, die Frauen leisten, ist deshalb nichts wert, WEIL sie von Frauen gemacht wird."

    Bevor Sie es sich zu bequem in der Opferrolle machen, hier noch eine steile These: Grundschullehrer verdienen deshalb so wenig, weil es eine Arbeit mit Kindern ist - vollkommen analog zum Kinderarzt, dessen Gehaltscheck neben dem eines Chirurgen o.ä. verblasst.

    Ja, der Beruf wirkt auf Männer sicherlich auch deshalb unattraktiv, weil die Pädagogik, vor allem die vorpubertäre Pädagogik, komplett feminisiert ist. Das hat in weiten Teilen ja sicherlich Vorzüge und niemand möchte die Rohrstockzeiten zurück. Aber ich kann verstehen, dass Mann nicht einen Beruf ausüben möchte, der zu großen Teilen komplett an seiner Lebensrealität als Mann und v.a. auch als "ehemaliger Junge" vorbeigeht.

    6 Leserempfehlungen
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    • redcat
    • 03. Mai 2013 22:46 Uhr

    wird abgebildet im Beruf des Politikers oder Kirchenfunktionärs??!!

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  • Schlagworte Grundschule | Gymnasium | Lehrer | Mädchen | Schüler | Student
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