Wenn Manager sich austauschen, prahlen sie gern. "Ich komme auf eine 70-Stunden-Woche", sagt der eine. "Ich pendle zwischen drei Kontinenten", sagt der andere. Und ein Dritter erklärt, er habe gerade unter Opferung seines Jahresurlaubs eine große Fusion eingeleitet. Typisch: Führungskräfte neigen dazu, ihre Leistung am persönlichen Einsatz zu messen. Sie sprechen vom Input, nicht vom Output. Das ist so, als betonte ein Fußballstürmer, wie lange er trainiert, wie weit er läuft, wie oft er aufs Tor schießt – ohne über die Zahl seiner Treffer zu sprechen. Aber genau darauf, auf das Ergebnis, kommt es beim Managen an!

Der beste Manager ist weder der Löwe, der am lautesten brüllt, noch das Arbeitstier, das am längsten schuftet – es ist der, der auf lange Sicht die besten Ergebnisse erzielt. Eine Haltung, die der englische Theologe George Carey Leonard sogar Jesus nachsagt. Vor lauter Konzentration auf den Input, vor lauter Schaulaufen vor Aktionären, Firmeninhabern und Mitarbeitern übersehen Führungskräfte oft: Nur der Output zählt! Zwanghafte Fusionen, große Imagekampagnen, wohlklingende Strategiemeetings dienen selten dem Ergebnis, oft aber der Eitelkeit.

Wer sich aber auf die Resultate konzentriert, kommt zu Aussagen wie: "Wir haben in den letzten fünf Jahren 180 neue Arbeitsplätze geschaffen", "Die Zahl unserer Neukunden ist um zehn Prozent geklettert" oder: "Unser Gewinn hat sich um 200 Millionen Euro gesteigert, was den Mitarbeitern höhere Gehälter und den Aktionären eine höhere Dividende brachte."

Solche greifbaren Ergebnisse, die auch den Mitarbeitern dienen, sind der Maßstab, an dem sich die Arbeit eines Managers messen lässt. Ich kenne einen mittelständischen Maschinenbauer, der vorzüglich von einer Frau mit 30-Stunden-Woche geführt wird – leise, aber effektiv. Nie spricht sie davon, was sie tut, immer nur, was dabei herauskommt – und das sind in jedem Jahr hervorragende Zahlen.