ZEITmagazin FaktomatPrüft die Politiker!

Welche Behauptungen im Wahlkampf sind wahr, welche nicht? Bestimmen Sie im "Faktomat", was wir prüfen sollen. von  und

Der Wahlkampf beginnt, und wieder werden Politiker im Wettstreit um Aufmerksamkeit und Stimmen vieles behaupten. Sind die Fakten korrekt, mit denen sie ihre Argumente stützen? Das werden die Experten der ZEIT-Redaktion in den Monaten vor der Wahl überprüfen.

Und Sie, die Leser, geben dabei den Takt vor: Sind Ihnen im Fernsehen, in der Zeitung, auf Websites oder auf Wahlkampfveranstaltungen Aussagen von Politikern aufgefallen, die Sie für unglaubwürdig halten? Weisen Sie uns bitte darauf hin. Wir haben für Ihre Vorschläge eigens eine Website eingerichtet: www.zeit.de/faktomat. Dort können Sie mit allen Lesern auch darüber abstimmen, welche Aussagen wir am dringendsten auf ihren Wahrheitsgehalt abklopfen sollen. 

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Egal, ob es um das Betreuungsgeld geht, um die Energiewende oder die Steuerpolitik; ob ein Politiker seine Leistungen in ein gutes Licht stellen will oder dem Gegner Behauptungen vorhält, die dieser vor Jahren angeblich einmal aufgestellt hat – was immer Ihnen fragwürdig erscheint, kann auf den Prüfstand kommen. Falls Sie selbst Experte auf einem Gebiet sind, umso besser: Teilen Sie Ihr Wissen mit uns!  

Über die Vorschläge aller Leser können Sie jederzeit abstimmen, es gibt dafür keinen Termin. Nach und nach wird so auf der Website eine Rangliste entstehen, auf deren Abfolge Sie durch Ihr Votum Einfluss nehmen.

Die Redaktion wird sich regelmäßig der populärsten Vorschläge annehmen. Sobald unsere Recherchen abgeschlossen sind, beurteilen wir, ob die Aussagen wahr oder falsch sind – oder vielleicht auch nur halb wahr. Das Ergebnis veröffentlichen wir detailliert. Diesen Prozess der Wahrheitssuche haben wir "Faktomat" genannt – er soll wie eine Maschine sein, die Politikerbehauptungen gut durchschüttelt und am Ende die Fakten ans Licht bringt. So wollen wir im Wahljahr Orientierung bieten.

Wir kooperieren übrigens mit dem gemeinnützigen Verein Liquid Democracy e.V. aus Berlin, der uns voriges Jahr bereits bei unserer Aktion "Das Heft Ihrer Wahl" unterstützt hat. Dessen Software Adhocracy ist eigens für Abstimmungen wie diese entwickelt worden.

Wenn Sie über den Ablauf der Aktion ständig informiert sein wollen, folgen Sie uns auf Twitter unter @faktomat. Der ZEITmagazin-Faktomat ist ab sofort bis zum Tag der Wahl am 22. September in Betrieb.  

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Leserkommentare
  1. Nachdem DAS MERKEL nun also 8 Jahre lang über unser Schicksal bestimmt hat, soll nun DAS WIRR entscheiden.

    Und ich dachte schon, es könnte nicht noch schlimmer kommen ....

    Aber was sehe ich da, ein Hoffnungsschimmer taucht am Horizont auf:
    https://www.alternativefuer.de/partei/programm/

    10 Leserempfehlungen
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    sonst würde er erkennen, dass nicht alles "Links" ist wo "Links" draufsteht:

    http://www.youtube.com/watch?v=HceXSOfSXtk

    Wenn man Kritiker des Euro ist und auch nichts gegen das streng wirtschaftsliberale (vielleicht sogar neoliberale) sonstige Programm hat, kann man die AfD wählen. Wenn man aber wirtschaftpolitisch nicht liberal denkt, sollte man die Finger von der Henkel-Partei lassen.

    Stimmen Sie ab: welche medialen Spiralen führten im letzten jahr zu realen Konsequenzen. Wo ist die Überheblichkeit und hybris von Vertretern der Presse schier unerträglich geworden?

  2. Eh klar dass der erste Kommentar von einem AfD Wirrkopf kommen muss.

    24 Leserempfehlungen
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    • shtok
    • 08. Mai 2013 12:06 Uhr

    der eine andere politische Meinung hat als Wirrkopf betiteln, sondern sich mit ihm und seinen Thesen argumentativ auseinandersetzen.

    Egal wie man zur AfD und deren Ideen steht, die imltho das Spiegelbild der der Denkweise von Volkswirten im Allgemeinen sind, da diese Grundsätzlich mit optimalen System arbeiten und Chaostheorie und offene Systeme mWn fast vollkommen in deren Denkschemata fehlen. Man beschreitet mit der AfD den selben Weg, wie mit den Parteien des rechten Spektrums, die man teilweise argumentativ schnell entzaubern und wo man aber auch bewusst vernachlässigt, dass man eine Mitschuld am Erstarken in einigen Regionen trägt, da sie nur die Lücken in der Gesellschaft schliessen, die durch die etablierten Parteien und deren von der Wirtschaft vorgegebenen Politik hinterlassen werden.
    Eins muss man dem Parteivorsitzenden (?) der AfD lassen, er hat wohl eher unbewusst, die Denkweise der alteingesessenen Politiker, wenn auch etwas "unbeachtet" von den Medien entlarvt,
    http://www.youtube.com/watch?v=FuJT9_u0yWQ einfach mal bei Minute 2 die Reaktion der Vertreter von SPD, CDU/CSU und Grüne auf den Einwurf Illners sehen, dass die Politiker in D auch das Volk vertreten.

  3. Der mündige und interessierte deutsche Bürger hat schon längst verglichen und genau das ist ja auch der Grund, warum er sich traurig und mutlos von der Politik abwendet. Was genau bringt es mir denn, das genaue Ausmaß von Wahllüge, Täuschung, Postenschieberei, Korruption und - weil es in letzter Zeit immer wieder mal vorkommt - erschlichenen Titeln zu kennen? Das löst nur Unzufriedenheit und Frustration aus und am späten Wahlabend das fassungslose Entsetzen, wenn das dumpf-zufriedene, träge Stimmvieh wieder sein Kreuz an der traditionellen Stelle gemacht hat.

    19 Leserempfehlungen
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    • shtok
    • 08. Mai 2013 11:50 Uhr

    das dass "Stimmvieh" keine Kreuze mehr macht und schon mein Großvater sagte, nur wer wählt darf nachher meckern.
    Die Nichtwählerschaft ist doch das worauf, die alteingesessenen Parteien bauen, denn dann muss man nur seine Wählerschaft aktivieren.
    Lebe zwar ausserhalb Europas wähle aber immer noch und bei der letzten Landratswahl haben in der ersten Runde Sage und Schreibe 20% der Wahlberechtigten gewählt und in der Stichwahl noch 10% und da hat der Gewinner mit gerade mal 0.9 % Abstand gewonnen, ist also wenn man es auf die Gesamtheit der Wahlberechtigen bezieht, gerade so über die 5% Hürde gesprungen und der Mann führt jetzt den Landkreis für die nächsten 7 Jahre.

    @Thema
    Das kann doch nicht Ernst gemeint sein liebe ZEIT. Sie können doch gar nicht unabhängig berichten, da es den Jorunalisten die es tun, das Genick brechen würde, wenn sie investigativen Journalismus betreiben würden. Ganz zu schweigen, dass die brennenden Themen es doch gar nicht über die Hürde Chefredakteur schaffen würde.
    Den Bonus einer s.g. 4. Gewalt im Staate haben sie sich leider schon längst verspielt, wie übrigens die meisten Medien. Das ist der Preis, den man bezahlt, wenn der Großteil der Medien in der Hand von nur 4 Familien ist (Bertelsmann, Springer, Augstein und Funke Mediengruppe) was kein Vorwurf ist, sondern nur die Faktenlage.
    Und da die Berichterstattung in D Bernays Paradigmen folgt
    http://www.historyisaweapon.org/defcon1/bernprop.html
    ist der Faktomat die Überschrift von Bernays Werk.

    Wenn gezielt falsche Inhalte aufgedeckt werden und die Bevölkerung sich genügend empört (und sich das Ganze verbreitet) löst das in die Politikern eventuell das Bedürfnis aus, ihre Programme zu ändern und Transparenz und Ehrlichkeit in Ihre Kampagnen zu bringen. Vielleicht.
    Ich halte den Faktomat für 'ne gute Idee.

    Mag sein, dass das auch nur der letzte Wunschfunken in mir ist, der gerade aufglüht.

  4. Warum nicht mal ein Check des letzten Wahlprogramms?
    Was wurde versprochen? Was wurde umgesetzt?

    28 Leserempfehlungen
  5. Da gibts wohl noch einige Schwierigkeiten beim Online-Stellen des "Faktomat" oder schon jetzt Überlastung?
    Prinzipiell finde ich eine journalistische Hinterfragung allgemeiner Wünsche/ Hoffnungen und Vorurteile immer gut! Das könnte der (nicht besonders tiefsinnigen) Schwarmintelligenz und ach so volksnahen Blogs vorführen, wie Information funktioniert und wie mehrdimensional und unbequem die Antwort oft ist.
    Mich würde interessieren, wie ernsthaft das Thema Mindestlohn behandelt wird! Die unterschiedlichen Zahlen wurden nie ökonomisch begründet, schienen aus der Luft gegriffen. Außerdem eignet sich das Thema hervorragend für die "Werbung um die Unterdrückten"...

    2 Leserempfehlungen
  6. Am Ende würde es mich nicht wundern,..wenn nicht das "Wir", sondern das SAMS entscheidet. Oder eben wieder die Männer mit den schwarzen Koffern.

    3 Leserempfehlungen
  7. sonst würde er erkennen, dass nicht alles "Links" ist wo "Links" draufsteht:

    http://www.youtube.com/watch?v=HceXSOfSXtk

    5 Leserempfehlungen
    Antwort auf "DAS WIRR entscheidet"
    • jojocw
    • 08. Mai 2013 11:01 Uhr

    Vor der letzten Wahl wurde nicht angekündigt (es stand also nicht zur Wahl):
    1. Die Abschaffung der Wehrpflicht
    2. Die Energiewende
    3. Die Eurorettung
    Und das waren sicherlich die 3 größten Projekte der aktuellen Regierung(-szeit).

    Im Gegenteil: Man sollte eigentlich von der CDU das Gegenteil erwarten. (Erwartet haben).

    Wozu gehe ich also zur Wahl?

    6 Leserempfehlungen
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    ...ich habe die CDU nicht gewählt und denke auch nicht jemals so konservativ zu werden das ich sie wählen würde :-) aber selbst wenn, von konservativ kann ja keine Rede mehr sein. Genauso wenig ist die SPD sozial oder die FDP liberal.
    Mir wird dann immer gesagt, das es doch gut ist wenn "Sachpolitik" gemacht wird. Ja aber wozu geh ich dann wählen. Die einzige Wahl die mir/uns bleibt ist die Entscheidung wer ÜBER uns herrscht, WAS die machen darauf haben wir keinen Einfluss mehr.
    Das höhlt die Demokratie aus bis nur noch eine Wahloligarchie überbleibt.

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  • Serie Faktomat
  • Schlagworte Betreuungsgeld | Steuerpolitik | Wahl | Wahlkampf
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