So funktioniert das Ranking

Das Prinzip:

Das CHE-Hochschulranking vergibt keine Rangplätze. Stattdessen sind die Hochschulen jeweils pro Fach und Kriterium einer Spitzengruppe (grüner Punkt), einer Mittelgruppe (gelber Punkt) oder einer Schlussgruppe (blauer Punkt) zugeordnet. Statt eines wenig aussagekräftigen Gesamtergebnisses zeigt das Ranking, wie die Hochschulen unter verschiedenen Gesichtspunkten abschneiden. Pro Fach wurden Daten für bis zu 36 Merkmale erfasst. Die nebenstehenden Tabellen bilden einige der wichtigsten Kriterien ab. Wie sich die einzelnen Unis bei allen Aspekten schlagen, steht online unter www.zeit.de/hochschulranking. Dort finden sich auch die Ergebnisse für weitere Fächer.

Die Kriterien:

Es gibt drei Arten von Kriterien. Die Urteile der Studenten bilden die erste Gruppe, die Bewertungen durch die Professoren die zweite. Die dritte beruht auf Fakten. Die Studenten bewerten zum Beispiel ihre allgemeine Studiensituation ("Studiensituation insgesamt"). Bei Kriterien, die auf Studentenurteilen beruhen, macht das Ranking relative Aussagen: Ob es für die Spitzengruppe reicht, hängt davon ab, wie gut die anderen Hochschulen in diesem Punkt abschneiden. Die Professoren wurden unter anderem gebeten, Hochschulen zu empfehlen, die in ihrem Fach führend in der Forschung sind ("Forschungsreputation"). Bei diesem Punkt wird nur die Spitzengruppe der am häufigsten empfohlenen Hochschulen hervorgehoben. Zu den Kriterien, die auf Fakten beruhen, zählen beispielsweise die zusätzlich zum regulären Etat eingeworbenen Forschungsgelder. Genaueres zu den Kriterien finden Sie im Internet unter www.che-ranking.de.

Ein Lesebeispiel:

Die Universität Bamberg schafft es im Fach Erziehungswissenschaft bei den Kriterien "Absolventen in Regelstudienzeit"und "Forschungsgelder" in die Spitzengruppe, bei "Studiensituation insgesamt" dagegen landet sie in der Schlussgruppe. Bei den anderen zwei Kriterien ist sie in der Mittelgruppe angesiedelt.

Erziehungswissenschaft

Im Fach Erziehungswissenschaft gibt es drei Universitäten, die in vier von fünf Kategorien zur Spitzengruppe zählen: die FU Berlin sowie die Unis in Bielefeld und Tübingen. Der "Praxis-/Arbeitsmarktbezug" wird von den Studenten nahezu durchgängig sehr gut bewertet. Die einzige Uni, die bei zwei Kriterien, nämlich "Studiensituation insgesamt" und "Absolventen in Regelstudienzeit", in der Schlussgruppe landet, ist die Uni Trier. Eine Reihe von erziehungswissenschaftlichen Fakultäten hat keine Daten geliefert. Bei Unis, die sich nicht am Ranking beteiligt haben, werden nur Daten ausgewiesen, die aus anderen Quellen, etwa vom Statistischen Bundesamt, stammen.

Geschichte

Für das Fach Geschichte konnten nur zehn Kriterien erfasst werden; die Tabelle bildet die Ergebnisse für drei von ihnen ab. Es handelt sich zum Teil um Studentenurteile, zum Teil um Fakten, die bei den Unis erhoben wurden oder aus anderen Quellen, etwa vom Statistischen Bundesamt, stammen. Viele Geschichtsprofessoren haben sich nicht am Ranking beteiligt. Vier Unis zählen bei den Kriterien "Praxis-/Arbeitsmarktbezug" und "Promotionen" zur Spitzengruppe: Düsseldorf, Halle-Wittenberg, Kiel und Trier.

Bau- und Umweltingenieurwesen

Zwei der untersuchten Universitäten gehören im Fach Bauingenieurwesen gleich in vier Kategorien zur Spitzengruppe: die TU Braunschweig und die TU Dresden. Im Fach Umweltingenieurwesen schneidet die Uni Stuttgart mit drei grünen Punkten am besten ab. Beim Kriterium "Studiensituation insgesamt" befinden sich fünf Hochschulen in der Spitzengruppe, zwei Mal die ETH Zürich, die Uni der Bundeswehr in München sowie die TU Braunschweig und die TU Dresden. Drei Unis landen hierbei in der Schlussgruppe.

Germanistik

Erfreulich vielen Universitäten gelingt es im Fach Germanistik offenbar, ihre Absolventen in der Regelstudienzeit zum Abschluss zu führen. Bei diesem Kriterium landen 24 von 45 erfassten Hochschulen in der Spitzengruppe, 13 weitere in der Mittelgruppe, acht finden sich allerdings in der Schlussgruppe wieder. Nur eine Uni schafft es im Ranking in drei der hier abgebildeten Kriterien in die Spitzengruppe: die Universität Freiburg. Die Universität Paderborn erhält als einzige Hochschule in zwei Kategorien einen blauen Punkt.