F. C. GundlachDas war meine Rettung

Auch F.C. Gundlach gelang nicht immer das perfekte Foto. Hier erzählt er, wie einmal beinahe alles schiefging von F. C. Gundlach

1958 plante ein deutscher Wäschehersteller eine Werbekampagne, um auf dem amerikanischen Markt Fuß zu fassen. Ich sollte in New York die PR-Fotos machen. Die Vorgabe: Auf jedem Bild sollte ein signifikantes Symbol der Stadt zu sehen sein.

Das war meine Rettung
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Alle Interviews aus der Serie des ZEITmagazins zum Nachlesen   |  © qsus/photocase

In New York braucht man eine spezielle Erlaubnis, um draußen zu fotografieren. Sowie die Beamten hörten, dass ich Unterwäsche fotografieren wollte, bekam ich lediglich eine Genehmigung für den Central Park. Aber die Skyline war einfach zu weit weg. Da half auch der schlafende Mann nichts, durch den das Foto eigentlich ganz originell wirkte. Der Auftraggeber wäre nicht zufrieden gewesen.

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In meiner Not mietete ich zwei Hubschrauber, ich ließ die Türen entfernen. Ich fand zwei Models, die bereit waren, in schwindelerregender Höhe zu arbeiten, nur mit einem Gürtel fixiert. In dem anderen Hubschrauber war ich, ebenso festgeschnallt. Da die Freiheitsstatue das wichtigste Symbol New Yorks ist, war es klar, dass wir dort hinfliegen würden. So entstand eine weitere Reihe von Bildern – Mieder über der Freiheitsstatue! Mein Job war gerettet.

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    • Schlagworte Unterwäsche | Werbekampagne | New York
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