Grüner Smoothie mit Spinat und Sellerie © Jason Lowe

Die Frau ist eine eingebildete Kranke, schrieb mal die Literaturwissenschaftlerin Hannelore Schlaffer. Ständig sehe sie Symptome, die keine sind: Falten, Poren, Unebenheiten. Im Ton des Hypochonders wird jetzt auch über Essen geschrieben. Nahrung ist vor allem Medizin. Pfifferlinge glätten angeblich die Haut, Kartoffeln helfen gegen brüchiges Haar. Dieser Gedankenwelt ist der Grüne Smoothie entsprungen, der aus nichts als grünem Gemüse und etwas Obst besteht.

Alle Wochenmarkt-Rezepte © Miguel Medina/AFP/Getty Images

Überraschenderweise aber schmeckt der laubfroschfarbene Drink. Ein wenig erinnert er an Babykost, aber so hat der Obstsmoothie vor ein paar Jahren auch angefangen, und heute kann man ihn sich aus den Kühlregalen der Supermärkte nicht mehr wegdenken. Auf jeden Fall sollte man sich vom Grünen Smoothie nicht deshalb abhalten lassen, weil er vielleicht gesund ist. Könnte nicht zum Beispiel auch ein Schuss Wodka sich darin sehr gut machen? Das kann man alles ausprobieren.

Es sollte ein großer Anteil Blattgemüse enthalten sein: Spinat, Wildkräuter, Salat, das frische Grün von Karotten oder Radieschen. Die etwas salzige Staudensellerie ist für den Geschmack des Smoothies von Vorteil. Avocado macht das Ganze cremiger. Ein Anteil Obst sollte ebenfalls drin sein, geeignet sind Bananen, Mangos, Äpfel, Birnen.

Der Spinat (oder anderes Blattgemüse) wird zunächst mit etwas Wasser püriert. Im Standmixer geht das am besten, mit einem leistungsstarken Pürierstab funktioniert es auch. Dann kommen nacheinander die anderen Zutaten hinzu und werden ebenfalls püriert. Zum Schluss kann man, wenn man will, etwas Wasser hinzufügen. Am besten trinkt man seinen Smoothie sofort.

Grüner Smoothie
(für 2 Gläser)

1 Handvoll Spinat
1 Stange Sellerie (in 2 bis 3 Stücke zerteilt)
½ reife Avocado (ohne Schale und Kern)
½ Salatgurke (ungeschält)
1 Apfel (ungeschält)
1 kleines Stück Ingwer (geschält)
1 EL Kresse