TugendterrorDeutsche Sitten

Tempolimit? Fast-Food-Steuer? Vom neuen Tugendterror werden die Freiheitsliebenden mit wachsendem Grauen erfasst. von Thea Dorn

Ein deutsches Opernhaus beschließt, eine Inszenierung vom Spielplan zu nehmen, weil sich nach der Premiere einige Zuschauer in ärztliche Betreuung ("traumatisiert") begeben mussten. Ein führender SPD-Politiker denkt laut darüber nach, auf deutschen Autobahnen ein Tempolimit von 120 km/h einzuführen. Die Grünen legen in ihrem Parteiprogramm fest, dass der ermäßigte Mehrwertsteuersatz nicht länger für Fast Food gelten soll und Wildtiere nicht in den Zirkus gehören.

Nein, es ist nicht schön, wenn die letzten Kulturbürger, die es in diesem Land noch gibt, im Opernhaus einen Nervenzusammenbruch erleiden, weil ihnen der Regisseur Unsägliches zumutet. Ohne Zweifel ließen sich tödliche Unfälle verhindern und wäre das Klima auf deutschen Autobahnen insgesamt ein freundlicheres, wenn keiner mehr mit 200 Stundenkilometern angeschossen käme. Und vermutlich enthält auch die Hüttenkäse-Sprossen-Dinkel-Stulle mehr verdauungsfreundliche Ballaststoffe als der Cheeseburger.

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Für alle der angeführten Entscheidungen und Vorhaben aus den letzten Wochen und Monaten lassen sich vernünftige Gründe nennen, und ich bin die Letzte, die sich nicht freut, wenn Menschen sich von der Vernunft leiten lassen. Was gibt es Humaneres, als sowohl mit sich selbst als auch mit allen anderen Geschöpfen behutsam umzugehen? Dennoch fasst mich ein wachsendes Grauen, wenn ich mir anschaue, in welchem Tempo wir dabei sind, uns immer neue Gitterstäbe um unsere Existenz zu bauen. Die Wohlmeinenden, die uns in diesen Tagen einem Vernunftregime unterwerfen, dass man denken könnte, Immanuel Kant sei im Gewand des Real-Robespierre auf Erden zurückgekehrt, werden dieses Bild natürlich strikt zurückweisen. Bereits das Wort "Gitterstäbe" dürfte ihnen anstößig erscheinen. In Zeiten, in denen alles barrierefrei zu sein hat, niemand ausgegrenzt, dafür jeder "abgeholt" werden soll, wäre es opportuner, von "Impulsen zur freiwilligen Selbstkontrolle" zu sprechen. Der aktuelle Tugendterror vermeidet die klirrenden Töne. Er kommt auf Samtpfoten daher. Das macht ihn umso unheimlicher.

Bereits vor fünf Jahren, als die EU daranging, den blauen Dunst aus dem öffentlich-geschlossenen Raum und die gute alte Glühbirne aus jeglichem Raum zu verbannen, während der Körner kauende, Nordic walkende, sich stets korrekt ausdrückende Abstinenzler begann, zum Idealbild des europäischen Bürgers aufzusteigen, befiel mich die Furcht, auf meine mittelalten Tage nun doch noch in jenem Kindergarten zu landen, den meine Eltern mir in jungen Jahren erspart hatten. Denn das ist die Dialektik der Aufklärung, wie wir sie zu Beginn des 21. Jahrhunderts erleben: Einerseits soll die Vernunft in allen Lebensbereichen durchgesetzt werden, andererseits trauen mir die Hüter des kategorischen Imperativs immer weniger zu, dass ich selbst über die Urteilskraft verfüge, die Grenzen zu ziehen, innerhalb derer ich mich gemäß dieses Imperativs verhalte und außerhalb derer ich meinen Launen freien Lauf lassen darf. Was Kant sich nicht hätte träumen lassen: Die allgemeine Rationalisierung befördert die allgemeine Entmündigung, sprich Infantilisierung.

Die Welt ist voller Tücken und Kanten, an denen ich mich stoßen kann. Schaffen wir eine bessere Welt, indem wir versuchen, alle, wirklich alle Tücken und Kanten abzuschleifen oder zumindest mit Schaumstoff zu polstern? Oder sind wir vielmehr dabei, unsere Welt in eine gewaltige Hüpfburg zu verwandeln, die zudem nur betreten darf, wer bereit ist, alle spitzen Gegenstände ab- und einen Kopfschutz anzulegen?

Von Anbeginn bestand der Prozess der Zivilisation darin, nicht bloß die raue, feindliche, äußere Natur zu domestizieren, sondern ebenso die innere. Und schon immer war jeder Zugewinn an sozialer, gesellschaftlicher Sicherheit, den die inneren Domestizierungen mit sich brachten, ein Verlust an Freiheit. Die Menschheitskunst besteht darin, Sicherheit und Freiheit in eine – ja: vernünftige Balance zu bringen.

Menschen können zerbrechen, weil sie mit ihrem eigenen Leben Vabanque spielen oder weil sie von anderen beleidigt, ausgestoßen, gedemütigt werden. Menschen können auch lebendigen Leibes erstarren, weil ihnen von allen Seiten eingeimpft wird, sich selbst und den Rest der Welt wie rohe Eier zu behandeln. Wenn Rücksichtnahme jedoch zum totalitären Konzept erhoben wird, das jede Lebensregung kontrollieren soll, geht es nicht nur der Waghalsigkeit, sondern mit ihr der Vitalität, Spontaneität, Kreativität an den Kragen.

Mündigkeit heißt, einschätzen zu können, was ich mir selbst und meiner Umwelt zumuten darf. Leben heißt, mich von Verletzungen nicht niederstrecken zu lassen. Wie soll ich beides erlernen, wenn unsere Gesellschaft zur allgegenwärtigen Gouvernante wird, die fein darauf achtgibt, dass keiner ihrer Schutzbefohlenen über die Stränge schlägt? Man kann sein Leben zu Tode verschwenden, andere zu Tode schinden. Wir sind dabei, uns zu Tode zu schonen.

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Leserkommentare
  1. Aber doch eher gewollt als nicht gekonnt. Ich als Nichtraucher weiß das Rauchverbot in öffentlichen Gebäuden durchaus zu schätzen. Und so mancher Raucher übrigens auch. Man kann abends wieder weggehen, ohne mit verstopfter Nase, übel riechenden Klamotten und dickem Kopf nach kurzer Zeit den Heimweg anzutreten. Tugendterror? Nein, einfach nur eine Erhöhung der Lebensqualität für die meisten Menschen.

    Und wenn der Staat sich Gedanken macht, Fast Food vom ermäßigten Mehrwertssteuersatz zu befreien, handelt er durchaus nachvollziehbar.

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    "Man kann abends """""wieder""""" weggehen, ohne mit verstopfter Nase, übel riechenden Klamotten und dickem Kopf nach kurzer Zeit den Heimweg anzutreten."

    Von welcher Zeit reden Sie denn? Ich als Nichtraucher und ehemaliger Raucher habe keine Problem damit in eine Kneipe zu gehen und halt nasal darüber Auskunft zu gebenm da wo ich herkomme, so what? in Kneipen wurde schon immer gequarzt und ist Teil der "Kultur" eben, also was soll's? In öffentlichen Gebäuden und am Arbeitsplatz hat das seine Berechtigung, aber man soll den MEnsch auch Mensch sein lassen und wenn das Quarzen daz ugehört für einige habe ich keine Problem damit, man kann sich das ja auch aussuchen. Man muss aber nicht so tun, als ob man hier von einem Heer an Rauchern gequält werden würde, das ist absurd, gerade heute.

    süß..die bösen Raucher..und der Zuwachs an Lebensqualität..das icht nicht lache..
    dazu empfehlich ich cicero

    Im Kampf gegen die Plastiktüte und Fastfood bricht sich nicht ein reiner Erziehungswahn der grünen ,städtischen Oberschicht Bann ,sondern ein Hass auf "bildungsferne" Schichte..
    Bildung ist für die Tugendanhänger ja eine ARt STatussymbol..und ein Zeichen "entre nous" zu bleiben..bildungsgeil..das ist das neue Schlagwort..

    "Nein, die Plastiktüte soll es treffen, besser gesagt: die Plastiktütenträger. Diese Spezies ist gewöhnlich nicht auf den Wochenmärkten in den bürgerlichen Stadtvierteln anzutreffen oder im Manufactum-Shop. Sondern bei Aldi, Penny und Lidl. Überall dort also, wo Leute einkaufen, die nicht unbedingt zu den Privilegierten in diesem Land gehören. Die Grünen sagen „Plastiktüte“ (oder auch „Einwegdose“) und meinen in Wahrheit: Unterschicht. Es geht ihnen im Kern nämlich nicht um die Umwelt, sondern um kulturelle Hegemonie"

    Gerade deswegen ist es amüsant, wie wenig solche selbserklärten Gutmenschen wie SIe ,den totalitären ANspruch dieser ANsichten verstehen

    http://www.cicero.de/berl...

    ... kann ich Ihnen, soweit es die öffentlichen Gebäude anbelangt, zustimmen. Ich rauche selbst, muss aber dort nicht rauchen.

    Zum Thema "Fastfood" kann ich aber nur sagen: Sie hängen an der Tugend-Nagel.

    Auch ich empfehle es als Wohltat, beim Restaurant- und Clubbesuch nicht mehr zum Passivrauchen genötigt zu werden. Das Problem beim Nikotinkonsum ist eben, dass man als Umstehender quasi zum "Mitmachen" gezwungen ist - weshalb Raucher, die im Verbot einen Eingriff in ihre Privatsphäre sehen, offenbar eine gewisse "Betriebsblindheit" aufweisen.

    Eine Ausklammerung des Fast Foods aus der Mehrwertsteuerermäßigung ist meines Erachtens auch kein "Tugendterror", denn die ermäßigten Sätze dienen letztendlich dem besonderen Schutz kleiner Einkommen vor einer zu hohen Abgabenlast auf die Grundbedürfnisse des Lebens. Hier die Marktmechanismen zum Einsatz zu bringen, erscheint mir mehr als sinnvoll - gerade im Bezug auf anderenfalls entstehende Folgekosten für das Gesundheitssystem.

    Es ist nicht das Rauchverbot in öffentlichen Gebäuden gemeint; da hat der Staat m.E. durchaus das Recht zu, weil ich mir den Gang zu einer Behörde nicht aussuchen kann.

    Aber spätestens dann, wenn es um Eingriffe in die Privatwirtschaft geht, wird mit dem Rauchverbot genau die Grenze überschritten, die eine liberale und offene Gesellschaft von der sich abzeichnenden Gutmenschen-Diktatur abgrenzt. Denn es ist nicht Aufgabe des Staates, hier auch mit Verboten einzugreifen.

    Wenn die Nachfrage nach rauchfreien Restaurants und Kneipen so groß wird, wie immer betont, dann wird jeder Gastronom und jeder Kneipier seinen Laden zum Nichtraucherparadies machen, um nicht Pleite zu gehen. Wenn aber, wie mehrfach erhoben, über 60% aller Kneipenbesucher Raucher sind, dann wird hier ein vermeitliches Recht der Minderheit über das der Mehrheit gestellt. (Und bitte nicht die Angestellten vorschieben: hier in NRW gilt auch in eigentümerbetriebenen Kneipen Rauchverbot - da wird höchstens der Wirt vor sich selber geschützt!)

    Und dieses Vorgehen finden Sie auch bei Alkohol, beim Essen und beim Tempolimit: eine Minderheit zwingt die Mehrheit zu einem von ihr als korrekt empfundenen Lebensstil und tritt jede Art von Selbstbestimmungsrecht mit einem hochmoralisierten Unfehlbarkeitsanspruch in die Tonne.

    Es steht Ihnen frei, nicht zu rauchen, nicht zu trinken und vegetarisch zu leben - es steht Ihnen aber nicht frei, mir das auch vorzuschreiben, nur weil Sie es als richtig empfinden.

    Ihre Behauptungen man könne jetzt mal wieder in die Kneipe gehen ist Nonsens, Leute wie Sie gehen nicht in die Eckkneipe. Und die Arbeitnehmer in der Eckkneipe sind zu 99 % selbst Raucher und arbeiten allenfalls 20 stunden die Woche, von denen werden nun sehr viele Arbeitslos werden. Sie haben einfach keine Ahnung.

  2. Der Artikel ist nicht durchdacht. "Mündigkeit heißt, einschätzen zu können, was ich mir selbst und meiner Umwelt zumuten darf"

    - nach diesem Prinzip funktionieren keine Rechtsstaaten. Ihre Freiheit endet bei der Nase des Anderen, auch im Übertragenen Sinne. Es macht doch Sinn, dass man ihnen nicht die Freiheit lässt, andere zu gefährden, nur weil es Ihnen Spaß macht. Wozu haben wir ein Alkoholverbot am Steuer? Warum darf man nachts um 3 keine laute Musik machen? Oder Leute auf der Straße beschimpfen? Genau deshalb, weil wir eben nicht jeden selbst entscheiden lassen, was er anderen zumuten will.

    Das ist keine einfache Ja-Nein-Entscheidung zur Freiheit, sondern ein ständiges Abwägen, wie viel die Freiheit des Handelnden und die Unversehrtheit des Erleidenden wert sind. Mit dieser plumpen Polemik werden sie der Komplexität des Problems überhaupt nicht gerecht.

    Anders sieht es bei Dingen aus, die nur ihnen selbst schaden, da ist eine Freiheitseinschränkungen viel problematischer. Aber niemand verbietet Ihnen das Fast-Food. Muss man es aber wirklich steuerlich begünstigen, wenn Menschen ungesund leben wollen?

    Sie verteidigen hier unwichtige Freiheit zuungunsten wichtiger Schutzrechte. Dabei werden uns so viele wichtige Freiheiten, unsere Privatsphäre etc. noch immer nicht gewährt oder langsam wieder genommen. Vielleicht sollte man seine Sorge und seinen Zorn lieber dorthin wenden statt hier das Anti-Gutmenschentum zu beschwören.

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    hätte ich hierwegen:

    "- nach diesem Prinzip funktionieren keine Rechtsstaaten. Ihre Freiheit endet bei der Nase des Anderen, auch im Übertragenen Sinne."

    versucht Kontra zu geben, aber gerade im letzten Abschnitt betonen Sie, um was es geht und ich muss sagen: Da stimme ich Ihnen zu.

    Ihr Kommentar war wohltuend, [...]

    Gekürzt. Bitte formulieren Sie sachliche und respektvolle Kritik. Danke, die Redaktion/sam

    Hervorragend zusammengefasst.
    Ich wünschte, ich hätte diesen Kommentar geschrieben.

  3. Alles weichgespült und gut "deodoriert" ! Unsere Youngsters marktkonform getrimmt und bis auf Ausnahmen, politisch desinteressiert ! Warum wählen wir nicht einen König auf Lebenszeit ? Was da an Kosten gespart werden würde ! Der könnte ein Rauch und Trinkverbot einfach verordnen, und basta ! Verdammte Demokratie, das hält doch nur auf !
    Und der Plebs könnte dann hundert Jahre alt werden (wer will das schon?) und sich wahrscheinlich zu Tode langweilen !!!!

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  4. "Man kann abends """""wieder""""" weggehen, ohne mit verstopfter Nase, übel riechenden Klamotten und dickem Kopf nach kurzer Zeit den Heimweg anzutreten."

    Von welcher Zeit reden Sie denn? Ich als Nichtraucher und ehemaliger Raucher habe keine Problem damit in eine Kneipe zu gehen und halt nasal darüber Auskunft zu gebenm da wo ich herkomme, so what? in Kneipen wurde schon immer gequarzt und ist Teil der "Kultur" eben, also was soll's? In öffentlichen Gebäuden und am Arbeitsplatz hat das seine Berechtigung, aber man soll den MEnsch auch Mensch sein lassen und wenn das Quarzen daz ugehört für einige habe ich keine Problem damit, man kann sich das ja auch aussuchen. Man muss aber nicht so tun, als ob man hier von einem Heer an Rauchern gequält werden würde, das ist absurd, gerade heute.

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    Antwort auf "Netter Versuch"
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    "Man muss aber nicht so tun, als ob man hier von einem Heer an Rauchern gequält werden würde, das ist absurd, gerade heute."

    Ich habe mein halbes Leben abends damit verbracht, von anderen Leuten vollgequarzt zu werden. So alt ist das Rauchverbot noch nicht, als dass Sie sich nicht daran erinnern könnten, wie das noch vor wenigen Jahren war. Nur, weil es heute anders ist, heißt es ja nicht, dass es kein Problem darstellen würde, würde man es wieder lockern.

    und die Bedienung dort den ganzen Tag lang einer Qualmwolke auszusetzen auch alles andere als nett.

    Rauchen ist "Kultur"? Was ist das für ein Unsinn, die Zigarette ist dafür überhaupt nicht alt genug. Genauso wie es Kultur und Brauch ist Diamanten an Verlobungsringe zu kleben.

  5. man/ frau dadurch nicht das Klima schuetzt...es ist bewiesen das ein Vegetarier/ Veganer der taeglich Auto faehrt eine weitaus bessere Klimabilanz hat als der radelnde Fleischfresser...also warum nicht das Fleisch verbieten :o)

    10 Leserempfehlungen
  6. 6. [...]

    Entfernt. Die Redaktion/ls

  7. süß..die bösen Raucher..und der Zuwachs an Lebensqualität..das icht nicht lache..
    dazu empfehlich ich cicero

    Im Kampf gegen die Plastiktüte und Fastfood bricht sich nicht ein reiner Erziehungswahn der grünen ,städtischen Oberschicht Bann ,sondern ein Hass auf "bildungsferne" Schichte..
    Bildung ist für die Tugendanhänger ja eine ARt STatussymbol..und ein Zeichen "entre nous" zu bleiben..bildungsgeil..das ist das neue Schlagwort..

    "Nein, die Plastiktüte soll es treffen, besser gesagt: die Plastiktütenträger. Diese Spezies ist gewöhnlich nicht auf den Wochenmärkten in den bürgerlichen Stadtvierteln anzutreffen oder im Manufactum-Shop. Sondern bei Aldi, Penny und Lidl. Überall dort also, wo Leute einkaufen, die nicht unbedingt zu den Privilegierten in diesem Land gehören. Die Grünen sagen „Plastiktüte“ (oder auch „Einwegdose“) und meinen in Wahrheit: Unterschicht. Es geht ihnen im Kern nämlich nicht um die Umwelt, sondern um kulturelle Hegemonie"

    Gerade deswegen ist es amüsant, wie wenig solche selbserklärten Gutmenschen wie SIe ,den totalitären ANspruch dieser ANsichten verstehen

    http://www.cicero.de/berl...

    12 Leserempfehlungen
    Antwort auf "Netter Versuch"
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    Quatsch mit Soße. Schauen Sie sich die Küste vor Hawaii an. Wenn Sie dann immer noch der Meinung sind, es soll die schlechter gestellten Menschen treffen, dann tun Sie mir leid und haben nicht verstanden, worum es geht.

    http://www.spiegel.de/wis...

    Oh oh oh... ganz übel daneben.
    Der Cicero ist sonst ein ganz gutes Heft, aber genau dieser Artikel ist wirklich ein Tiefschlag.
    Wer sich nur im entferntesten mit dem Thema Plastiktüte und Ozeanen beschäftigt (und sei es als Surfer :)), der weiss über den hohen Anteil von mikroskopischen Plastikteilchen und Erstickungstod durch Plastikbehältnisse Bescheid. Das Plastik wird zudem von Meer und Sonne zerrieben und schwimmt dann wie Plankton im Meer. Großteils kommt es von Plastikflaschen und -tüten. Plastiksackal sind mittlerweile in einigen Ländern schon verboten, aus gutem Grund.
    Abgesehen davon sehen manche Strände aus wie Sau, weil der Müll durch Flüsse ins Meer getragen wird.
    Wie gesagt, sehr schlechtes Beispiel. Plastiktüten gehören wie Plastikflaschen und -deckel abgeschafft. Basta.

    Selten so einen Unsinn gelesen. Als ob die "Oberschicht" nie Plastiktüten mitnehmen würde......Im Gegenteil: In "schicken" Läden gibt es Plastiktüten die doppelt so stark und dreifach so bunt (aber "designt") sind....

  8. hätte ich hierwegen:

    "- nach diesem Prinzip funktionieren keine Rechtsstaaten. Ihre Freiheit endet bei der Nase des Anderen, auch im Übertragenen Sinne."

    versucht Kontra zu geben, aber gerade im letzten Abschnitt betonen Sie, um was es geht und ich muss sagen: Da stimme ich Ihnen zu.

    3 Leserempfehlungen
    Antwort auf "Zu kurz gedacht"

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  • Schlagworte Immanuel Kant | Europäische Union | Dialektik | Vernunft
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