Wissen in BildernWetter verrückt

Wann immer Flüsse über die Ufer treten oder Stürme das Land verwüsten, wird die Frage gestellt: Sind das die Vorboten des Klimawandels? von , und

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Nicht nur Wissenschaftler protokollieren Wetterereignisse, um daraus Schlüsse auf die Klimaentwicklung zu ziehen. Auch Versicherungen haben ein Interesse daran – schließlich wollen sie abschätzen, ob sie in Zukunft mit mehr Schadensfällen aufgrund von Extremwetter rechnen müssen. Wir zeigen hier die Deutschland-Daten des Rückversichererers Munich Re, der akribisch Buch führt über Stürme, Überschwemmungen und Hitzewellen. Die Bilanz: Wenn man nur die Ereignisse zählt, dann ist ein steigender Trend nur bei den Stürmen zu verzeichnen. Die Zahl der Überschwemmungen nimmt nicht zu – wohl aber ihre Intensität in manchen Teilen Deutschlands.

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Leserkommentare
    • sjdv
    • 06. Juni 2013 15:53 Uhr

    Neutral kann man die Munich Re wohl kaum nennen, auch wenn sie "akribisch Buch führt". Ich kann mir niemanden vorstellen, der ein größeres Interesse daran hat, die Gefahren möglichst bedrohlich erscheinen zu lassen.

    2 Leserempfehlungen
  1. Kürzlich sah ich eine Fernsehreportage, in der ein Hausbesitzer die Pegel der vergangenen Fluten an seiner Hauswand markiert hatte. Am Ergebnis gibt es nichts zu pinseln: jede neue Flut war höher als die vorhergehenden.
    Das sind nicht die Vorboten des Klimawandels, das ist der Klimawandel! Neutral dargestellt IST er bedrohlich.

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    • sjdv
    • 06. Juni 2013 17:36 Uhr

    Jetzt reichen schon ein paar Striche an der Hauswand als Beweis für den Klimawandel.
    Ich selbst wohne am Rhein und da gibt es keine Zunahme der Hochwasser. Im Gegenteil, sowohl die Häufigkeit als auch die Schwere der Hochwasser ist rückläufig. Aber das würde ich niemals als Gegenbeweis für die Klimaerwärmung ins Feld führen.

    • sjdv
    • 06. Juni 2013 17:36 Uhr

    Jetzt reichen schon ein paar Striche an der Hauswand als Beweis für den Klimawandel.
    Ich selbst wohne am Rhein und da gibt es keine Zunahme der Hochwasser. Im Gegenteil, sowohl die Häufigkeit als auch die Schwere der Hochwasser ist rückläufig. Aber das würde ich niemals als Gegenbeweis für die Klimaerwärmung ins Feld führen.

    2 Leserempfehlungen
    Antwort auf "Neutralität"
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    • rt
    • 06. Juni 2013 21:05 Uhr

    Wenn Hochwasserfluten im Westen rückläufig, im Osten dagegen vermehrt zu beobachten sind?
    Wenn diese Tendenz statistisch untermauert werden kann, ist auch das schon ein Wandel - ohne diesen bewerten zu wollen.

    "Jetzt reichen schon ein paar Striche an der Hauswand als Beweis für den Klimawandel."

    Sie haben Recht, die Flutmarken sind eine Sekundärerscheinung der steigenden Temperatur, die sich naturgemäß lokal verschieden auswirkt. Gemeinsame Ursache aller starken Niederschläge ist aber eine erhöhte Verdunstung, die zwingend über eine höhere Temperatur erfolgt.

    Temperaturkurven sind im Prinzip auch nur Striche auf dem Thermometer, trotzdem gelten sie als Beweis für den Klimawandel.

    • rt
    • 06. Juni 2013 21:05 Uhr

    Wenn Hochwasserfluten im Westen rückläufig, im Osten dagegen vermehrt zu beobachten sind?
    Wenn diese Tendenz statistisch untermauert werden kann, ist auch das schon ein Wandel - ohne diesen bewerten zu wollen.

  2. Wieso eigentlich "Vorboten"? Das ist der Klimawandel!

  3. 6. Trend

    "Die Bilanz: Wenn man nur die Ereignisse zählt, dann ist ein steigender Trend nur bei den Stürmen zu verzeichnen."
    Also ich hab die Daten mal eben ins Excel gehackt und sowohl bei Flut und Extremwetterereignissen bekomme ich einen positiven Trend wenn ich einen linearen Fit oder einen Moving Average (mit einem Zeitraum von 10 Jahren) anwende.
    Deswegen meine Frage an die Redaktion: Die Grafik gibt schon die Anzahl der Ereignisse wieder? Oder geht da noch etwas anderes mit rein?

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    Da ich bisher noch keine Antwort auf meine Frage erhalten habe, formuliere ich diese noch einmal neu:
    Ich habe die Daten aus der Grafik genutzt und mit einfachen Mitteln (Linearer Anstieg, Gleitender Mittelwert) analysiert. Beide Verfahren ergeben einen Anstieg sowohl bei den Flutereignissen (von ca 3 auf 5/Jahr) als auch bei den Extremtemperaturereignissen (von ca 0.5 auf 2-2.5/Jahr) im angegebenen Zeitraum.
    Dies steht im Gegensatz zu der im Artikel gemachten Aussage "Wenn man NUR die Ereignisse zählt, dann ist ein steigender Trend NUR bei den Stürmen zu verzeichnen. "
    Deswegen meine Frage: Die Achse auf der linken Seite der Grafik gibt schon die Anzahl der Ereignisse an, oder? Wie wurden die Daten analysiert, dass die im Artikel gemachte Aussage zustande kommt (kann ja durchaus sein das die einfachen Methoden die ich verwendet habe den angegebenen Daten nicht gerecht werden)? Wuerde mich wirklich sehr interessieren und ich waere ueber eine Antwort dankbar.
    Cheers

  4. Eine Statistik, die noch am Entstehen ist(Klima) schickt Vorboten? Fleissig, fleissig! Ich halte die Vorboten für Auswirkunhgen des täglichen Wetters ohne das die Statistik Klima nicht existieren kann.

  5. "Jetzt reichen schon ein paar Striche an der Hauswand als Beweis für den Klimawandel."

    Sie haben Recht, die Flutmarken sind eine Sekundärerscheinung der steigenden Temperatur, die sich naturgemäß lokal verschieden auswirkt. Gemeinsame Ursache aller starken Niederschläge ist aber eine erhöhte Verdunstung, die zwingend über eine höhere Temperatur erfolgt.

    Temperaturkurven sind im Prinzip auch nur Striche auf dem Thermometer, trotzdem gelten sie als Beweis für den Klimawandel.

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    • tobmat
    • 10. Juni 2013 15:31 Uhr

    "Sie haben Recht, die Flutmarken sind eine Sekundärerscheinung der steigenden Temperatur"

    Nicht im geringsten. Für Hochwasser brauch es nicht einfach mehr Verdunstung, wie sie hier andeuten, sondern entsprechende Wetterlagen. Wie sie diese in einen direkten Zusammenhang mit der Temperatur bringen, würde ich dann gerne mal sehen.

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  • Schlagworte Wetter | Buch | Versicherung | Wissenschaft
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