Feridun ZaimogluEs schneit in der Hölle

Ein Disput zwischen Mutter und Sohn über die türkische Revolte von Feridun Zaimoglu

In den letzten Tagen bat man mich oft um eine Stellungnahme zu den Vorkommnissen in der Türkei – ich lehnte dankend ab: Nach einer anderthalbjährigen Recherche wollte ich endlich anfangen, an meinem Roman zu schreiben. Ich schaute nicht fern, ich las keine Zeitung, ich verschloss mich äußeren Einflüssen. Ein Schriftstellerkollege warf mir vor, dass ich den türkischen Frühling verschlafe. Die Erhebung der Araber hatte sich als Frühjahrsputz herausgestellt; die Leitartikler im Westen strickten weiter an der Legende vom Aufbruch in eine neue Zeit. Eine deutschländische Urlaubstürkin aus Bayern beschimpfte mich als Büttel der Frömmler.

Also rief ich meine Mutter an. Sie sagte: "Es schneit in der Hölle – du interessierst dich plötzlich für die hiesige Politik." Ich sagte: "Wieso sind die Türken außer Rand und Band? Ist das ein Volksfest der Fantasten?" Meine Unkenntnis betrübte sie – knackten mir denn die morschen Knochen, dass ich den Aufstand der Jugend blöde begrinste? Wollte ich als Mondkalb der Saison Furore machen? Wüsste ich denn nicht, dass diese Tage gottgesegnet waren?

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Sie bat mich, in einer halben Stunde anzurufen; sie würde sich Wasser ins Gesicht spritzen, um ihren Zorn zu dämpfen. Erdoğan hatte die jungen Menschen auf dem Kundgebungsplatz in Istanbul çapulcu (Aussprache: tschapuldschu) genannt, ich sollte im Wörterbuch nachschlagen.

"Erdo-gone", "Red Hot Chili Erdoğan"

Zur verabredeten Zeit meldete sich mein Vater am Telefon. Ich sagte ihm brav die deutsche Entsprechung des Schimpfworts auf: Räuber. Könnte der Premier sie damit als Lumpenpack, Geschmeiß, Hippies und Haschköpfe verunglimpft haben? Er übergab an meine Mutter, sie sagte: "Ein Regent, der höhnt und spottet, wird Volkes Gunst verlieren, hier wie überall."

Was aber stand am Anfang der Entrüstung? Auf Anweisung von oben soll auf dem Gelände eines Volksparks ein Einkaufskomplex entstehen. Fromme Technokraten stritten für den rasenden Fortschritt. Sie hetzten knüppelnde Polizisten gegen gewaltfreie Schüler und Studenten. Ich dachte: Das haben bei uns dicke Landesfürsten auch getan. Ich behielt den Gedanken für mich, sonst hätte mich meine Mutter wegen Ungebühr verwarnt.  

Sie zitierte Parolen aus der Wandzeitung der Protestler, die Journalisten aus Solidarität abdruckten: "Ich befragte Gott, ER sprach: Leiste Widerstand", "Erdo-gone", "Red Hot Chili Erdoğan". Die Sprühgasattacken der Polizei hatten vier Todesopfer gefordert. Die Demonstranten harrten weiter aus, Istanbuler Händler und Hausfrauen standen ihnen bei. Sie versorgten sie mit Wasser und Sesamkringeln, mit Büchern gegen die Langeweile und feuchten Tüchern gegen Überhitzung.

Leserkommentare
    • y5rx
    • 13. Juni 2013 11:15 Uhr
    1. Genau!

    "Sind es nicht aufmüpfige Mittelschichtskinder, die Revolution schreien und Lebensgefühl meinen?"
    War das etwa in den 60/70ern in den USA und Europa anders? Nein! Es geht darum persönliche Freiheit in einer bigotten erzkonzervativen Gesellschaft zu erreichen. Vielleicht hat auch die türkische Jugend es satt, bevormundet zu werden. Das ist schon auch Revolution. Und zum Glück geht es anders als in Nordafrika nicht um die Einführung der Sharia, sondern ganz im Gegenteil um den Erhalt und Ausbau der Freiheit.
    Zumindest soweit ich das von hier beurteilen kann.....

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    In Nordafrika sah es auch zuerst nach einer Demokratiebewegung aus, die fundamental muslimische Ausprägung hat sich ja erst nach der Abdankung der Herrscher angekündigt und den Westen völlig desillusioniert zurück gelassen.
    Mit der Türkei ist es allerdings anders, weil diese näher an Europa und damit dem liberalen, demokratischen Westen steht, ist jedenfalls mein Eindruck.

    "Es geht darum persönliche Freiheit in einer bigotten erzkonzervativen Gesellschaft zu erreichen"

    Wer demonstriet da eigentlich? Wie ich lese und sehe, es sind in erster Linie die bessergestellten in der Gesellschaft.

    Ich vermute halt diejenigen die unter den alten Regierungen eben ein mehr priviligiertes Leben hatten, eben "weiss Tuerken" mehrheitlich in der West Tuerkei.

    Ich bin wahrlich nicht fuer die schleichende Einfuehrung des Islam in die Staatsdoktrin, noch fuer Erdogan's versuche "Volkes Stimme" einfach zu uebergeben. Unter den Kemalisten wurde auch alle Entscheidungen hinter verschlossenen Tueren gemacht, nur damals halt nur von "weiss Tuerken", und die Polizei schoss mit richtigen Patronen.

    Sicher die Zeiten aendern sich, auch ein Erdogan muss darauf reagieren, nur mir beschleicht ein Gefuehl das hier einige Protestieren die vorher immer nur die Vorteile der Abgrenzung kannten.

    • M.V.
    • 13. Juni 2013 11:16 Uhr
    2. Kritik

    Sehr geehrte Herr Zaimoglu,

    die Unterdrückung der Rede- und Pressefreiheit, die monopolisierung der Macht, die Durchsetzung der konservativ sunnitischen Moralität und die hemmungslose wirtschaftliche Strategie der Regierung ist schuld für die Aufstände.

    LG

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    2."2. Kritik
    Sehr geehrte Herr Zaimoglu,
    die Unterdrückung der Rede- und Pressefreiheit, die monopolisierung der Macht, die Durchsetzung der konservativ sunnitischen Moralität und die hemmungslose wirtschaftliche Strategie der Regierung ist schuld für die Aufstände."

    ja auch gewiß,neben dem Lebensgefühl sicher,aber das war doch alles absehbar,wer hat denn den Erdogan gewählt??,es wußte doch jeder was das für ein Mensch ist und wie er handeln wird.
    Au0erdm glaube ich immer noch nicht,dass die Mehrheit gegen ihn ist.
    Am besten wären auf jeden Fall Neuwahlen.

    ich schaetze Sie als Schriftsteller sehr. Ihr Kommentar klingt erfrischend, fröhlich, eben wie ein Beobachter, der sich verschlafen in letzter Sekunde dazugesellt. Der "Aufstand" hat natürlich auch eine tragkomische Seite, aber in erster Linie ist es ein grosses, tragisches Versagen der Regierung. 4 Tote und über 5000 Verletzte verdienen, meiner Meinung nach, ernstgenommen zu werden. Das nur am Rande. Es brennt mir seit langem, insbesondere seit dem Aufruhr im Gezi Park unter den Naegeln zu erfahren, inwieweit, die in Deutschland lebenden Türken sich ein Bild von dieser Gesellschaft machen? Selbst in einer Demokratie in Deutschland lebend, andererseits aber lese ich die absurdesten Kommentare, die Erdoğans totalitaeres Machtgehabe verniedlichen,ihn unterstützen und ihm ihre Wahlstimme geben. Eine Gesellschaft zu beurteilen, in der man nicht aktiv lebt, erscheint mir aeusserst schwierig.

  1. Es gibt ein Gerichtsurteil gegen das Vorahben von Erdogan auf dem Taksimplatz.

    Unabhängig davon will er mit einem Referendum darüber entscheiden lassen. Klar ist, dass das Gericht sich gegen das Vorhaben ausgesprochen hat.

    Herr Erdogan ignoriert dies. Richterliche Beschlüsse sind für Ihn offenbar nicht bindend.

    http://www.radikal.com.tr...

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    .... und aus Halbwahrheiten zusammengesetzten Desinformationstaktik auf. Es gibt eine EINSTWEILIGE VERFÜGUNG der 6. Kammer des Istanbuler Verwaltungsgerichtes, mit der Baumaßnahmen bis zur Fällung eines Urteils in der Hauptsache untersagt werden. Das Urteil in der Sache steht also noch aus. Es kann für oder gegen die Pläne ausfallen, das ist eine ganz andere Frage. Darauf beziehen sich auch die Ausführungen des Danistay, die so zu verstehen sind, dass das Ergebnis eines Referendums sich einem potenziell zuwiderlaufenden Urteil unterzuordnen hat.

    Sinn macht das freilich nur für den Fall, dass das Referendum zugunsten der Baupläne ausfällt, ein Gerichtsurteil in der Hauptsache aber dagegen. Logisch: Ablehnung beim Referendum, Genehmigung vor Gericht wäre trotzdem das Ende der Pläne. Ein Gericht kann einen Umbau verbindlich untersagen, es kann ihn aber schlechterdings erzwingen. Aus dieser Warte betrachtet ist Ihre Einlassung natürlich selbstentlarvend und verräterisch: wohlwissend, dass ein Referendum für die Erdogan- und AKP-Hasser höchstwahrscheinlich in die Hose gehen wird, werden jetzt schon irgendwelche Gerichtsurteile bemüht, die noch gar nicht gefällt wurden. So viel zu Ihrem Demokratieverständnis.

    • thawn
    • 13. Juni 2013 11:25 Uhr

    Für mich klingt das alles sehr nach Stuttgart 21. Da wurde eine Entscheidung über die Köpfe der Bevölkerung hinweg getroffen und dank der neuen Kommunikationsmöglichkeiten des Internets wird daraus ein Landesweiter Protest. Auch hier in Deutschland wurde zunächst exzessive Polizeigewalt eingesetzt (ich denke da nur an den erblindeten Rentner). Als das nicht half, setzte auf Seiten der Politik ein Lernprozess ein: Es wurde der Dialog mit der Bevölkerung gesucht, die verantwortliche Regierung wurde abgewählt und es kehrte wieder Ruhe ein. Ich kann der Türkei nur wünschen, dass dort ein ähnlicher Lernprozess einsetzt und Herr Erdogan nicht die gleichen Fehler macht wie Herr Assad.

    Ich kann uns allen nur wünschen, dass der Lernprozess nachhaltig ist: In einer Demokratie hat das Volk die Macht und das Internet gibt uns die Möglichkeit diese Macht auch direkt auszuüben. Die logische Konsequenz ist entweder mehr direkte Mitbestimmung oder mehr Zensur im Internet. Kämpfen wir dafür das die erstere Konsequenz gezogen wird!

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    in Dtl. hätte es viele Gründe und Anlässe gegeben im Bezug auf bürgerliche Freiheiten zu demonstrieren. Ohne Verdacht können von staatlicher Seite Emails gelesen werden (aber die Demos blieben aus), immer mehr Orte und Plätze werden Videoüberwacht (keine Proteste), überdimensionierte Bauprojekte mit monatelangen Bauverzögerungen und explodierenden Baukosten (die Ausnahme der Proteste war Stuttgart 21, sonst beschwert man sich ein bisschen im Netz und lässt da Dampf ab), Finanzierung der Bildung und Bolognareform (keine Demos und Proteste), Uneinigkeit der Regierung, Schaukelstuhlpolitik von Merkel (es wird nur zynisch in Foren diskutiert), es gäbe viel zu demonstrieren, aber zumeist wird es nicht gemacht, wenn es um gesellschaftliche Güter geht, sondern nur wenn man selbst betroffen ist.

    Es wird sich zeigen, was aus den Protesten in der Türkei erwächst. Solange sie friedlich sind ist das völlig ok und sinnvoll. Aber die Heraufbeschwörung der Superlative, als Geburt des Bürgertums, als Beginn der Revolution und was nicht alles durch die Gazetten geistert, das sollte man doch etwas kritischer betrachten.
    Sie erwähnten, dass Erdogan nicht den Fehler von Assad machen sollte. Anders könnte man auch sagen, dass die Demonstranten nicht die Fehler der syrischen Protestler machen sollten. Hysterie, sich aufputschen und instrumentalisieren lassen.

    << Als das nicht half, setzte auf Seiten der Politik ein Lernprozess ein: Es wurde der Dialog mit der Bevölkerung gesucht, die verantwortliche Regierung wurde abgewählt und es kehrte wieder Ruhe ein. <<

    Nein. Es wurde versucht der Bevölkerung einen Bären aufzubinden, so zu tun, als ob man an einen ergebnisoffenen Prozess interessiert wäre unter zuhilfenahme des pseudolinken Schlichters Heiner "trojanisches Pferd" Geisler.
    Am Ende stand nicht die Einstellung des S21-Vorhabens wie es anhand der Fakten und Kosten logisch gewesen wäre, sondern der nachgebesserte Weiterbau mit nochmals höheren Kosten.
    Der "Lernprozess" der hier stattgefunden hat, bestand einzig darin, raffiniertere Herrschaftstechniken anzuwenden:
    Statt Widerstand einfach wegzuprügeln, wird - v.a. wenn er aufgrund der Masse nicht wegzuprügeln ist - nun mit falscher Diplomatie gespielt und so getan, als wenn die Bevölkerung mit einbezogen würde. Ein Spielchen das solange geht, wie sich die Bevölkerung von der Politik verschaukeln lässt.
    Wenn das nicht hilft, kommt halt wieder der Polizeiknüppel, der überzeugen soll.

    Hat es das ? Ziehen wir ein Resume aus Stuttgart 21 :
    Trotz der Proteste wird Stuttgart 21 weitergebaut ! Die enorme Kostensteigerung wurde selbstverständlich erst nach der Befragung bekannt gegeben ! Ein Pyrrhussieg, wie er im Buche steht ! Sollte noch einmal ein solches Großprojekt mit Gegendemonstrationen starten, tanzt erst einmal der Knüppel aus dem Sack ! Machen sie sich da mal nichts vor !

    Es widert mich so langsam an, dieser Vergleich mit S21.

    Ein Wohlstandsproblem sollte man nicht mit der Unterdrückung von Minderheiten und Einschränkungen von Freiheiten vergleichen.

    Das Bauprojekt auf dem Gezi-Park war lediglich der Auslöser für die Proteste.

    Grüße

    • Fackel
    • 13. Juni 2013 15:42 Uhr

    auch dort hat sich eine Minderheit so aufgeführt, als ob sie die Mehrheit war. Eine Volksabstimmung brachte dann zum Glück Klarheit.Die S21 Protestler waren eine Minderheit auch wenn sie am lautesten gebrüllt haben.

    Auch in der Türkei sind die Protestler eine Minderheit. In Anakara haben 2.000 von 2,5 Mio demonstriert. Auch wenn man die Politik Erdogans und der AKP nicht teilt muss man trotzdem respektieren, dass sie demokratisch gewählt sind und die Mehrheit im türkischen Staate vertreten. Desshalb nicht Steine werfen, sonder abwählen. Wäre sehr viel effektiver.

    • Mikoss
    • 13. Juni 2013 11:27 Uhr

    ...weil das Wetter so schlecht ist.
    Zur Not muss man mal ne Nacht im Freien verbringen, aber das hältst Du nicht aus, das sag ich Dir!
    Wir schauen immer gern ins Fernrohr, wir entdecken die Revolutionen im Ausland. Deshalb wissen wir so viel darüber, wir sind die geborenen Revolutions-Voyeure.

    DANKE an Zaimoglu, dass er sich nicht an dem Ideologie-Import beteiligt hat, sondern eine zwischenmenschliche Perspektive gewahrt hat.
    Ich wünsche der Türkei viel Glück bei der Auswicklung der gewohnt schwierigen Inneren Angelegenheiten.

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    aber verzichten Sie doch bitte im Rahmen der Netiquette auf derart hahnebüchene und in meinen Augen neurotische Generalisierungen.

    Warum sollte es momentan auch eine Revolution in Deutschland geben, dafür geht es uns noch zu gut.
    Historisch betrachtet ist ihre Aussage übrigens völliger Blödsinn, es gab häufiger Revolutionen in Deutschland, dass letzte mal 1989. Merkwürdigerweise scheinen das viele Wessis überhaupt nicht mitbekommen zu haben.
    In der deutschen Geschichte wimmelt es von Aufständen, Revolten und Revolutionen!

  2. 2."2. Kritik
    Sehr geehrte Herr Zaimoglu,
    die Unterdrückung der Rede- und Pressefreiheit, die monopolisierung der Macht, die Durchsetzung der konservativ sunnitischen Moralität und die hemmungslose wirtschaftliche Strategie der Regierung ist schuld für die Aufstände."

    ja auch gewiß,neben dem Lebensgefühl sicher,aber das war doch alles absehbar,wer hat denn den Erdogan gewählt??,es wußte doch jeder was das für ein Mensch ist und wie er handeln wird.
    Au0erdm glaube ich immer noch nicht,dass die Mehrheit gegen ihn ist.
    Am besten wären auf jeden Fall Neuwahlen.

    Antwort auf "Kritik"
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    Schauen sie sich doch die türkische Verfassung an.
    Hinter Erdogan steht im konservativem ländlichen Gebiet eine grosse Mehrheit, die stark anders geprägt ist als die Bevölkerung von Istanbul etc.
    Die türkische Verfassung kennt in ihren Organen keinen effektiven Minderheitenschutz, die diese Differenz ausbügeln könnte. (Zweikammerparlament, mehr Föderalismus etc.)
    Solche Konflikte sind bei einer derartigen Struktur und Abweichungen zwischen Konservativ/Liberal in der Bevölkerung leider vorprogrammiert.

  3. 7. Bravo!

    Ich zolle den Türken meinen ausdrücklichen Respekt!

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  4. aber verzichten Sie doch bitte im Rahmen der Netiquette auf derart hahnebüchene und in meinen Augen neurotische Generalisierungen.

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