Für die bunten Dreierpackungen Paprika, die es im Supermarkt für 80 Cent zu kaufen gibt, werden den Schoten oft Wachstumsregulatoren beigegeben: So reift in einem kalten spanischen Winter die grüne Frucht schneller zu einer gelben oder roten. Außerdem werden immer wieder Pestizidrückstände gefunden. Man muss sich also nicht wundern, dass der Durchschnittspaprika aus konventioneller Landwirtschaft praktisch nach nichts schmeckt.

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Das ist die dunkle Seite des modernen Paprika. Das Schöne am Paprika ist, dass er sich mit Tomaten, Zwiebeln und Chili zu einer aromatischen Soße verbindet, in der man Eier pochieren kann: Das Ganze nennt man Shakshuka. In Israel ist das ein Frühstück, und es gibt unzählige Variationen des Grundrezepts. Man kann Feta, Auberginen, Spinat dazugeben oder eine Merguez, eine Lammbratwurst, das wäre dann das mediterrane Äquivalent zum full English breakfast. Mit Weißbrot eignet sich ein Shakshuka aber auch gut als Abendessen.

Die Zwiebeln in Streifen schneiden und in Olivenöl mit Kumin glasig dünsten. Paprika, in Streifen geschnitten, dazugeben. 10 Minuten lang braten, bis der Paprika etwas Farbe angenommen hat. Dabei oft rühren. Es kommen Zucker, Lorbeerblätter, Oregano dazu sowie die Merguez, die man eventuell zerteilt hat. Ablöschen mit den Tomaten. Chilischote, Pfeffer und Salz dazu. 15 Minuten lang bei mittlerer Hitze köcheln lassen, bis die Soße etwas eindickt und der Paprika weich ist. Dann die rohen Eier vorsichtig in die Soße gleiten lassen. Bei niedriger Hitze die Eier durchgaren – es dauert ungefähr 10 Minuten. Zum Schluss etwas Petersilie darübergeben.

Shakshuka
(Für 2 Personen)

2 bis 3 kleine Zwiebeln
1 TL Kumin
etwas Olivenöl
3 Biopaprikaschoten (rot und gelb)
1 bis 2 TL Zucker
2 Lorbeerblätter
1 TL Oregano
2 Merguezwürste (optional)
1 Dose geschälte Tomaten
½ kleine Chilischote (in Ringe geschnitten, ohne Kerne)
Pfeffer
2 bis 4 Eier
etwas Petersilie (gehackt)