Acxiom : Die Besserwisser

Acxiom hortet Informationen über 300 Millionen Amerikaner und bereits 44 Millionen Deutsche. Aber was genau macht das Unternehmen damit?

"Wie viele Leser hat Ihre Zeitung denn in den Vereinigten Staaten?", fragt Sarah Wilson. Die Kundenbetreuerin von Acxiom kennt die Antwort längst, sie fragt nur aus Höflichkeit und weil sie einen möglichen Neukunden nicht erschrecken will. Schließlich ist Acxiom das führende Datensammelunternehmen der USA, ein Sinnbild für Begriffe wie Datenkrake, Sammelwut und Ende der Privatsphäre.

Acxiom besitzt Daten über rund 300 Millionen US-Bürger, also über fast alle. Nur wenige sind den Datensammlern entgangen. Im Schnitt verfügt die Firma nach eigenen Angaben über 1.500 Datenpunkte zu jeder Person. "Von der Volljährigkeit bis zum Lebensende verfolgen wir jeden Schritt eines Individuums", sagt Kundenberaterin Wilson stolz.

Wenn eine Zeitung wie die ZEIT in den USA expandieren wolle, hätte sie "mit Acxiom den richtigen Partner gefunden", versichert Wilson weiter. Und dann gibt sie zu: "Wir wissen nicht nur, wer Ihre Leser sind", sondern zum Beispiel auch, "wo Sie neue finden können. Mit unserem ethnischen Profiling können wir Ihnen genau sagen, wer zu Hause Deutsch spricht, was sein Haus wert ist, was er liest und ob er an der ZEIT wirklich interessiert wäre. Wir können mit unseren Daten Kaufverhalten sehr gut vorhersagen."

In industrialisierten Ländern hinterlässt praktisch jeder Mensch im Lauf seines Lebens eine breite Datenspur: Er beantragt offizielle Dokumente, geht Abonnements ein, nimmt an Umfragen teil, ist bei Facebook oder Google aktiv, nutzt eine Kreditkarte und ein halbes Dutzend Kundenkarten, nimmt einen Immobilienkredit auf, schließt Versicherungen ab und vieles mehr. Nur wenige sind sich bewusst, dass es Firmen gibt, die kontinuierlich möglichst viele dieser Daten zusammenfügen, kategorisieren und analysieren: Acxiom tut genau das – und speichert und verkauft die Daten später an den Höchstbietenden. Das kann ein Präsidentschaftskandidat auf Wählerfang sein, eine Krankenkasse auf der Jagd nach gesunden Neukunden oder ein Finanzdienstleister, der wissen will, wie vermögend ein Mensch ist.

Das Besondere am Geschäft mit Kundendaten in den USA ist: Oft wechseln ganze Datensätze inklusive Name und Adresse den Besitzer. Kundenprofile verbreiten sich mehr und mehr. So kann man bei Acxiom beispielsweise eine Liste mit allen Latinos kaufen, die Linkshänder sind und über 40.000 Dollar im Jahr verdienen. Warum die Firma keine Angst hat, dass ihr die Kunden ausgehen? Weil Acxiom die Verbraucher in so viele, so spezifische Kategorien einteilt, schichtet sie jedes Jahr ein Drittel der Verbraucher von einer Kategorie in eine andere um, und alte Datensätze verlieren ihren Wert.

In Arkansas stehen 23.000 Server mit Daten, teils unterirdisch gesichert

Die Datensammler bieten auch die Lagerung und Verwaltung kompletter Kundenkarteien an, also haben viele große Firmen ihren Datenspeicher direkt auf dem streng bewachten Gelände von Acxiom untergebracht. Das sichert ebenfalls langfristige Geschäfte: Mehr als 4.000 Datenbanken betreut Acxiom inzwischen, und zu den Kunden zählen sieben der zehn größten Kreditkartenanbieter, sechs der zehn größten Warenhäuser der USA sowie acht der zehn größten Automobilhersteller, unter ihnen Toyota und Ford.

Ein paar weitere Zahlen lassen erahnen, was Firmenkunden mit den Daten anfangen: Acxiom hilft jedes Jahr, mehr als 250.000 Werbekampagnen passgenauer auf einzelne Konsumenten und Milieus auszusteuern. Die Firma gibt Jahr für Jahr Verhaltensdaten zu rund 1,2 Milliarden E-Mail-Adressen weiter, und es finden jährlich 8,4 Millionen Hintergrundprüfungen zu Kriminalität und Kreditwürdigkeit statt.

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Kommentare

56 Kommentare Seite 1 von 5 Kommentieren

Übertreibung? (2)

"Die brav bei allen Datenschweinereien einer jeweiligen Regierung mitstimmen, obwohl sie zuvor die Klappe aufgerissen haben - siehe Meldegesetz?"
"Die Regierungsfraktionen stimmten dafür, die Daten der rund 5200 Meldeämter zu vernetzen. Die Opposition war geschlossen dagegen. Sie sprach von einem „schlechten Gesetz“, da damit die Privatsphäre der Bürger weiter aufgeweicht würden."
(https://de.wikipedia.org/...)
"Die Grünen kündigen an, dass sie das umstrittene neue Meldegesetz blockieren werden. „Wir werden das mit den rot-grün regierten Ländern über den Bundesrat wieder kippen“, so die Vorsitzende der Grünen-Bundestagsfraktion Renate Künast." (etwas weiter unten)

Anderes Beispiel:
http://www.spiegel.de/net...

(1) siehe Kommentar 12.

Was denn?

"Ansonsten haben die Grünen in der jüngeren Vergangenheit allerdings wirklich vieles abgenickt, was eigentlich der Parteilinie entgegenläuft."

Ernsthafte Frage. Ich kenne altersbedingt nur die jüngere Vergangenheit der Grünen und kann micht nihct erinnern, dass sie in den letzten 3-5 Jahren irgendetwas durchgewunken haben, das den Datenschutz gefährdet.

Auch z.B. bei Netzsperren (also einem anderen Thema der Netzpolitik) ist das Abstimmverhalten zu 2/3 richtig: https://de.wikipedia.org/...

ich würde mich wirklich über Beispiele freuen, bald ist ja Bundestagswahl. ;)

Marktwirtschaft

Natürlich, Vorteile gibt es auch für den Verbraucher. Medien können auf Leser besser zugeschnitten werden, der Content relevanter. Und wenn mir beim Musikstreaming ein klasse Lied vorgeschlagen wird, dann freut mich das auch.

Wir müssen nur bei der Menge von Daten, die heute produziert werden und erfasst werden können, aufpassen, dass wir zum einen in keiner zu starken Filter Bubble landen (wie gesagt, Personalisierung ist gut, aber es muss auch immer ein relativ großes Fenster zur "Außenwelt" geben. http://dontbubble.us/), zum anderen nicht zu viel Macht an die die Datensammler abgeben. Mit Daten gewinnt man heute Wahlen und sie sind ein riesen Geschäft. Der Handel mit Daten ist für mich überaus grenzwertig, vor allem wenn man nicht die Kontrolle über sie hat. Wenn ich ein Haus kaufe, bin ich mir bewusst, dass der Kauf erfasst wird und öffentlich einsehbar ist. Aber z.B. im Internet weiß man doch nie, wer nun genau mitlesen kann, wann ich wo welche Seiten besucht habe. Dies muss meiner Meinung nach limitert werden. So lange dynamische IPs pseudonym sind und nur bei Straftaten Personen zugeordnet werden und nur so lange Provider nicht unverhältnismäßig lange speichern dürfen, wer wo surft, ist das alles in Ordnung. Mit Gesetzen wie der Bestandsdatenauskunft gerät diese Pseudonymität aber in Gefahr und dann geht das Datensammeln eindeutig zu weit.

Dumm wie Google

"Würdet ihr euch nicht freuen, wenn jeden Montag der Obstbauer vor der Tür steht und euch euer Lieblingsobst anbietet zu einem Preis der für euren Haushalt angemessen ist? Das könnte man rein theoretisch mit so vielen Daten machen. Finde ich interessant die Idee."

Würde sich denn der Apfelbauer freuen ?
Kommt der auf sein Fahrgeld, wenn er nicht mal mit festen Preisen pro kg rechnen kann ?

Was macht der Augenarzt mit der Diagnose des Orthopäden ?
Was macht das Einwohnermeldeamt mit der Diagnose des Augenarztes ?
Was macht der Orthopäde mit der Diagnose des Zahnarztes ?

Was macht einen Sammelstelle mit allen Daten zusammen ???

Möchten Sie sich mal die Bilder der ehm. Ostblocks ansehen, wo viele damit beschäftigt waren über andere etwas in Erfahrung zu bringen und zu wissen, damit jeder den Eindruck hatte "die Patei" weiß alles, über jeden.

Kann ja sein das in irgendwelchen Hollywoodschinken oder auch in neueren Krimis, in denen alle mit ganz doll intuitiver Ahnung Spuren suchen immer sagen : "was wissen wir alles über den ?"
So wurden auch Bonnie und Clyde samt der Barrow Gang gestellt. das machte das FBI ja praktisch auch so populär wie einleuchtend nötig, da der ausgesprochen föderale Charakter allein nicht reicht um eigenständige Staaten wirksam gegen Gesetzesbrecher auszustatten die sich nicht an Grenzen halten.
Ansonsten ist es aber ganz und gar den kategorische unterschiedlichen Gründen geschuldet, Daten zu getrennt zu erfassen.

Danke, aber

Ich bin der Ansicht, dass mein Leben, inkl. aller Daten, mir gehört.

Schon seit ewigen Zeiten wurden neugierige Schnüffler und Tratscher gemieden und verachtet. In jeder Kultur von der ich weiß. Denken Sie an Schneewittchen, die nur durch die Überwachung des Zauberspiegels von der nach ihrem Leben trachtenden Stiefmutter gefunden wurde. Sogar hinter den sieben Bergen.

Ich möchte weder vergiftetes, noch anderes Obst von Schnüffelfirmen angeboten bekommen, weil ich durch Algorithmen in eine Zielgruppenschublade geräumt wurde und als Beute für den einen oder anderen Profitjäger identifiziert wurde. Ist eine Frage von Würde und gegenseitigem Respekt. Ein guter Obsthändler oder -bauer wird es nicht nötig haben, seine Produkte so an den Mann zu bringen. Die Kunden kommen selbst und sie bleiben solange die Qualität und der Service stimmen. Man benötigt auch keine Berater und Marketinexperten, um herauszufinden, was ein Kunde von Qualität oder Service erwartet.

Niemand braucht Ihren Browserverlauf

"Wenn ich aufgrund eines Likes bei Facebook ähnliche Seiten vorgeschlagen bekomme, ist das okay. Wenn das aber passiert, weil mein Browserverlauf mir ohne Probleme zugeordnet werden kann, ist das schon weniger toll."

Allein dadurch, dass Sie nicht das Facebook-Netzwerk konsequent von Ihrem Rechner "verbannen" (vgl. /etc/hosts in Linux/Unix bzw. %SystemRoot%\system32\drivers\etc\hosts in Windows https://de.wikipedia.org/...) trackt dieses Unternehmen nahezu jeden Ihrer Schritte im Netz und weiß anschließend u.A., wie lange Sie auf welchem Webangebot geblieben sind. Möglich ist das über die nahezu flächendeckende Verbreitung des Like-Buttons. Allerdings existiert diese Möglichkeit für jedes von extern eingebundene Medium, wie beispielsweise Google-Analytics, Google-APIs, Google Fonts, Disqus uvam.

Hier auf ZEIT.de sind das u.A.:

revsci.net
ivwbox.de
wunderloop.net
nuggad.net
doubleclick.net
vgwort.de
webtrekk.net
google-analytics.com
research.de.com
chartbeat.com

Wobei ich mir den Versuch des Entfernens eines Angebotes eines kommerziellen Anbieters aus dem Angebot eines anderen kommerziellen Anbieters, der im Grunde davon lebt, eher sinnlos vorstelle. Sprich: Facebook auf einem Windows-Rechner zu blocken, dürfte in etwa den Effekt haben, wie Wasserflecken mit Wasser weg zu wischen.

Fortsetzung...

...folgt.

Die IP-Adresse zur eindeutigen Zuordnung Ihres Profils ist bei den dynamischen Varianten hier in Europa eher sinnlos und durch so geschäfts- und dienstschädigende Einrichtungen wie Richter u. vglb. schwer eingeschränkt, Ihr Browser mit seiner und der betriebssystemeigenen Kennung, seinen verwendbaren Schriftarten, den installierten Plugins und vor allem auch den darin gespeicherten Drittanbieter-Cookies (und auch den weit verbreiteten "Super-Cookies") ist da dann doch weitaus eindeutiger, was Ihre Identifikation angeht.

Gehen Sie davon aus, dass jeder, der es wissen möchte, jeden Ihrer Schritte im Netz einsehen kann.

Nichts für ungut, aber...

> Ich bin der Ansicht, dass mein Leben, inkl. aller Daten, mir gehört.
> [...] Ich möchte [...]

... Sie...

* benutzen Windows/Apple/Android/Ubuntu/...?
* surfen mit IE/Safari/Chrome/...?
* suchen bei Google/Bing/...?
* machen E-Mail über Web/GMX/Google/Yahoo/Hotmail/...?
* haben ein Smartphone/Notebook mit Webcam und Mikrofon/...?
* kommunizieren über WhatsApp/Skype/MSN/ICQ/...?
* kaufen bei Amazon/iTunes/ebay/...?
* zahlen mit PayPal/Kreditkarte/OnlineBanking/...?
* haben in Ihrem Firefox kein RequestPolicy und Konsorten installiert?
* besitzen eine blanke /etc/hosts?
* ...?
* Wählen CDU/CSU/SPD/FDP/Grüne/...?

Das wäre der Unterschied zwischen "mögen" und "wollen". No offense.

Nicht, dass sich Missverständnisse ergeben: "Gegenmaßnahmen" wie Linux-Distributionen (ausgenommen Ubuntu und Android), Diaspora, XMPP über OTR, verschlüsselte Home-Verzeichnisse, PGP, Ixquick, Nokia6210 (^^), Paysafe uvam. machen einen Menschen nicht unsicht- oder gar unangreifbar, Schwarz/Weiss gibt es nun einmal nicht. Sie helfen aber unter Anderem doch recht gut dabei. z.B. in die Kategorie "Waste" zu fallen, das Spam-Aufkommen deutlich zu reduzieren, bei Grenzübertritten nicht alle persönlichen Daten automatisch den Behörden zu überlassen und das mir persönlich Wichtigste: frei und offen ohne Schere im Kopf mit seinen Mitmenschen zu kommunizieren.

Ja, ich habe was zu verbergen. U.A. mein Privatleben, Firmendaten, Passwörter, Daten von Mitmenschen (Kontakte, Chatprotokolle, Gespräche...) uvam.

Nur eine Frage der Menge

Für sich genommen mögen viele einzelne Daten unbedeutend sein, doch es geht um die Menge. Data Mining lebt davon große Mengen an Daten auszuwerten. Und dann geht es eben nicht mehr darum Ihnen ein Auto vorzuschlagen nur weil sie mal irgendwann eines online gesucht haben. Dann geht es darum, dass sich aus der Fülle der Daten statistische Aussagen treffen lassen. Und dann ergeben sich ohne weiteres Rückschlüsse auf sehr viel sensiblere Bereiche Ihres Lebens, als ihre Vorliebe für bestimmte Automarken. Wenn sich aus Ihrem Facebook-Freundeskreis, Ihren Amazon-Bestellungen und Google-Suchanfragen ihre finanzielle Situation ableiten lässt oder auch Ihre Lebenserwartung, dann bezweifle ich, dass Ihnen das egal wäre.

Es ist dabei nicht die Frage ob so etwas möglich ist, das ist es ohne Zweifel. Um belastbare statistische Zusammenhänge zu finden müssen nur genügend Daten von genügend Menschen zusammenkommen, der Rest ist Mathematik...

Datenerhebungen zu Werbezwecken ist da als Beispiel tatsächlich harmlos. Doch da ja anscheinend heutzutage niemand nachvollziehen kann, wer welche Daten erhebt, wem welche Daten zur Verfügung gestellt werden, und wer welche Daten dann wofür verwendet, sollte man unruhig werden.

Das Problem liegt auf einer anderen Ebene

Ich spitze meine Überlegung mal bewusst zu um die möglichen Folgen freier Interpretation solcher Daten zu illustrieren:

Sie interessieren sich für Volvo, kaufen aber keinen.
Sie träumen von Fernreisen, machen aber keine.
Sie posten aus einer (Bier?)Laune heraus bei Facebook.
Ihre Bookmarklisten sind nicht gepflegt.

Als Personalreferent der Tech GmbH bei der Sie sich gerade als Entwicklungsingenieur beworben haben, kann ich jemand mit diesen Eigenschaften leider nicht einstellen. Die Eisenbahngetriebe die wir hier bauen werden über 5 Jahre entwickelt und sind 25 Jahre im Einsatz.
Als Personalreferent der Werbeagentur Bunt&Schrill suche ich Leute die kreativ sind, "über den Tellerrand hinaus denken" (tut mir leid, aber diese Phrase geht mir selbst als Satire nur in Anführungszeichen über die Tastatur) und sich für alles interessieren können. Durchhaltevermögen und strukturiertes Arbeiten spielen da keine große Rolle weil die Projekte eh nur 2 Wochen dauern.

Das Problem ist das mit der Verfügbarkeit dieser Daten die Entscheidung über ihr Lebensmodell von Fremden getroffen werden, zum Beispiel von Personalreferenten.
Sie haben gar nicht mehr die Wahl, weil Ihnen die Entscheidungsfrage gar nicht mehr vorgelegt wird.

mit den Eigenschaften nichts anfangen

"Als Personalreferent der Tech GmbH bei der Sie sich gerade als Entwicklungsingenieur beworben haben, kann ich jemand mit diesen Eigenschaften leider nicht einstellen. "

Aber das ist doch genau der Punkt, wir sind doch alle keine Narren. Welcher Personalreferent macht sich so ein Bild, das ist ein Vorwurf der Unprofessionalität. Die Personaler sind sehr gut geschult und und es ist nicht so dass man auf Facebook Partyfotos sieht und meint jemand könnte deswegen nicht den Job machen. Wir alle haben ein Privatleben dass so aussieht.

Ich bleibe dabei, die Daten die ich hinterlasse sind Datenmüll, wenn jemand meint damit was anfangen zu können, kann er auch mir das Geld geben.
Meinen Biomüll können die auch gleich dazukaufen, vielleicht finden die ja heraus welches Obst ich gerne esse und schicken mir Angebote.

das wahre Netz

Im SpOn gibts grade einen schönen Arikel über den CCC mit interessanter Kernaussage:
"Das Militär hat das Internet bestellt und bezahlt, und jetzt wollen sie es zurück, seid doch nicht überrascht."

Wir haben inzwischen alle 'vergessen' bzw es nie gewusst, dass das Netz primär eine militärische Erfindung war, auf die das ganze 'Web' draufgepflanzt wurde.
Das war so lange in Ordnung, als es ausschliesslich eine Strasse zur Beförderung von allerlei Information war. Seine Unschuld verloren hat es mit der aufkommenden Kommerzialisierung - denn die schafft immer mehr Begehrlichkeiten zu wissen, was denn da so vor sich geht.
Jeder ist dem Massenwahn blind hinterhergelaufen. Was muss ein Kraft- oder Wasserwerk oder ein Produktionsbetrieb ans Internet angeschlossen sein? Wenn es das nicht wäre, hätte auch keiner die Möglichkeit zum Spionieren oder Vireneinschleusen.
Jede Zeitung musste sich irgendwann online präsentieren und hat jetzt das Problem, wie es seine Kosten wieder reinbekommen soll.

Das Internet wird immer als das Mittel der neuen globalen Verständigung hingestellt - in Wirklichkeit ist es eine Art Krebsgeschwür, dessen Auswirkungen wir langsam mitbekommen.