Serie WochenmarktChinesische Erbsen

Wer am Abend ein Dinner für Freunde kocht, kann am nächsten Tag gemütlich die Reste essen. Zum Beispiel gebratenen Reis mit knackfrischen, gepalten Erbsen. von Elisabeth Raether

Man kann stolz auf sich sein, wenn es einem gelungen ist, für seine Freunde ein mehrgängiges Abendessen zu kochen. Eine schöne Leistung! Noch schöner ist es aber, am nächsten Tag, allein, verkatert, im Bademantel, die Reste aufzuessen. Denn viele Speisen werden auf wundersame Weise über Nacht noch besser. Ein Schmortopf zum Beispiel. Kalte Pizza ist so gut, dass man sich fragt, warum sie überhaupt noch warm gegessen wird. Das hat mit Normen zu tun, die man ruhig mal umkehren kann. So wie manche Leute ja nur deshalb ein Konzert klassischer Musik besuchen, um in den Genuss des sogenannten Konzertschlafs zu kommen: um im Halbdunkel vor sich hin zu schlummern, während der Kopf sanft auf die Schulter des geduldigen Begleiters sinkt.

Gekochter Reis trocknet über Nacht ein wenig aus, weshalb er sich zum knusprigen Anbraten eignet. Es lässt sich daraus ein Essen machen, das die Restaurants der chinesischen Diaspora in Europa und Amerika als fried rice bezeichnen.

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Alle Wochenmarkt-Rezepte

Alle Wochenmarkt-Rezepte  |  © Miguel Medina/AFP/Getty Images

Dazu werden erst Shrimps in etwas Sonnenblumenöl kurz angebraten. Man nimmt sie aus der Pfanne, stellt sie beiseite. In derselben Pfanne schwitzt man wieder in etwas Sonnenblumenöl das Weiße der Frühlingszwiebeln und Ingwer an. Den Reis dazugeben und braten, bis er knusprig ist. Man schiebt den Reis an den Rand der Pfanne und brät die verquirlten Eier auf der anderen Pfannenseite wie ein Rührei an. Wenn sie gestockt sind, mit dem Reis vermengen. Die gepalten Erbsen dazugeben sowie Sojasoße und die Shrimps. Bei kleiner Hitze und unter Rühren weitergaren. Die Erbsen sollten noch Biss haben. Vor dem Servieren mit Salz und Pfeffer abschmecken und das Grüne der Frühlingszwiebeln darübergeben.

Gebratener Reis mit Shrimps und frischen Erbsen
(für 2 Personen)

150 g Shrimps
etwas Sonnenblumenöl
2 Frühlingszwiebeln (das Grüne und das Weiße in Ringe geschnitten)
ein kleines Stück Ingwer (geschält und gehackt)
120 g gekochter Reis (am besten vom Vortag)
2 Eier
100 g gepalte frische Erbsen
etwas Sojasoße

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Leserkommentare
  1. Reste kann man verwerten ??

    Sind wir in unserer Wegwerfgesellschaft schon so weit, daß man darauf in so einem Artikel hinweisen muß ?

    Oder Sommerloch ?

    2 Leserempfehlungen
  2. 2. Wow !

    So richtig Hunger darf man zu so einer Einladung auch nicht mitbringen ! Und Reste solls dann auch noch geben ?
    2 ganze Frühlingszwiebeln ? Üppig, üppig !

  3. wie man sich nach einer großen Einladung/Sause fühlt.
    Möchte man daran erinnert werden?

  4. Na, mit der Schote wird man die Erbsen nicht gerade kochen.

    @Sauzahn (#3): Namensvorschlag? "Erbsen da capo"? Im übrigen haben Sie recht ...

    Eine Leserempfehlung
    • render
    • 28. Juli 2013 17:09 Uhr

    Eigentlich der Klassiker schlechthin in vielen asiatischen Ländern. Eine Möhre Brunoise peppt das ganze noch auf falls zwei Frühlingszwiebeln nicht reichen sollten.

  5. Doch, das hat was ... – fragt sich nur, was?

  6. ...uns vor den Schlaubergern, noch besser wäre, er nähme sie zu sich.

    5 Leserempfehlungen
  7. Ich bewerbe mich hiermit bei der Zeit als Autorin für die Rubrik «Wochenmarkt»... Denn Restessen kann ich besser - definitiv!

    Eine Leserempfehlung
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    ... allzu viel müssen Sie sich darauf nicht einbilden, denn dazu gehört nicht allzuviel ;-)

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  • Schlagworte Kochen | Gemüse | Essen
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