Jürgen HabermasSechzig Jahre am Nerv der Zeit

Jürgen Habermas beschließt seine "Kleinen politischen Schriften". von Alexander Cammann

Ein 24-jähriger Student empört sich über einen Satz in einem Buch des berühmtesten Philosophen der Welt, den er eigentlich verehrt, schickt daraufhin einen kritischen Text an die Zeitung – und ist damit über Nacht in aller Munde. Das geschah vor unglaublichen sechzig Jahren, als Jürgen Habermas in der FAZ den Artikel Mit Heidegger gegen Heidegger denken veröffentlichte. Es war die Geburtsstunde eines engagierten Intellektuellen, denn der junge Mann attackierte Heideggers ausbleibende Auseinandersetzung mit dessen Rolle im Nationalsozialismus.

Jetzt also legt der 84-jährige Habermas den, wie er schreibt, "voraussichtlich letzten Band" seiner Kleinen politischen Schriften vor, in denen er seit 1980 Reden und Aufsätze aus meist tagesaktuellem Anlass sammelt (Im Sog der Technokratie. Kleine politische Schriften XII; Suhrkamp Verlag, Berlin 2013; 194 S., 12,– €). Wer den Band liest, der "das Dutzend vollmacht", wie es der Autor flapsig nennt, der kommt einmal mehr aus dem ehrfurchtsvoll-neidischen Staunen nicht heraus: Woher nimmt der Mann nur diese Energie? Rastlos betreibt er seit sechs Jahrzehnten seine "Praxis öffentlicher Belästigung" (Habermas), von nicht nachlassender Neugier, Sorge und Fähigkeit zur Empörung getrieben – und zwar neben seiner hauptsächlichen Praxis als Philosoph, in der er es auch noch schaffte, die allereinflussreichsten Werke hervorzubringen. So frisch und juvenil: was für eine One-Man-Performance im Dienste der res publica!

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Der Leser trifft auf vertraute Leitmotive: Die europäische Krise sei auch eine normative, die durch Demokratisierung und ein Bewusstsein für solidarisches Handeln gelöst werden müsse. Übel sei die "unsäglich merkelfromme Medienlandschaft", die "Merkels clever-böses Spiel der Dethematisierung" mitspiele; der Kritiker präsentiert sich in Topform. Daneben gibt es schöne Texte über Denker wie Ralf Dahrendorf und Jan Philipp Reemtsma sowie jüdische Intellektuelle, darunter Martin Buber und – einmal mehr – Heinrich Heine.

Habermas’ Erfolg als Intellektueller beruht auch auf seinem besonderen Sprachgefühl, auf suggestiven, bereits klassischen Titeln: Erkenntnis und Interesse, Strukturwandel der Öffentlichkeit, Die neue Unübersichtlichkeit, Die postnationale Konstellation. Im Sog der Technokratie dürfte erneut einen Nerv treffen – und ein Lebensthema variieren: Schon der freie Journalist Habermas schrieb 1954 im Handelsblatt über Die unpersönliche Macht der modernen Bürokratie – Ihre Herkunft und ihre Gefahr. Aber auch Habermas erlebt manchmal die glückliche Aufhebung krisenhafter Widersprüche unserer Zeit. In seiner abendsonnigen Rede über München findet sich der emphatischste Satz des Buches, und zwar über Starnberg, wo er zu Hause ist: "Der Fischladen ist ohnehin super."

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Leserkommentare
    • ZPH
    • 09. August 2013 16:06 Uhr

    Was man nicht alles sehen kann, wenn man nur ganz, ganz doll will.

    Davon abgesehen war Habermas der Typ, der Gabriel eingeredet hat, dass die Schulden der Eurozone vergemeinschaftlichtlich werden sollten. Mit dem Effekt, dass D-Land auch für die Schulden von ca. 15 Jahren Berlusconi-Politik und damit die Politik eines Mannes haften soll den Gabriels Kanzlerkandidat für einen Clown hält. Habermas' Bedeutung im Bereich Philosophie kann ich nicht beurteilen und interessiert mich auch nicht weiter, aber seine Beiträge zur Politik sind vor allem bemerkenswert weltfremd.

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    "unsäglich merkelfromme Medienlandschaft"...nicht Recht? Welche von unseren Ernst zunehmenden Medien, dazu zähle ich die FAZ, die SZ, die Zeit, den Spiegel, den Stern, von den Printmedien, setzt sich ihr einmal so Ernst auseinander, wie zum Beispiel mit Herrn Steinbrück. Wo ist diese Frau auch nur einmal so für ihre Wendemanöver auseinandergenommen worden, wie sie es verdient hätte? War alles dem Tagesgeschäft geschuldet und alternativlos. Und alles was uns heute stört, haben ja eh die Sozie's zu verantworten. Da kann man ja überhaupt nichts machen! Ich frage mich fast jeden Tag, wie so etwas überhaupt geht? Es kann doch nicht sein das so viele Menschen ( 40% ) den Kopf nur zum Haare schneiden haben!Verstehen würde ich es wenn es Werte wären, wie bei der SPD, oder ist deren Klientel kritischer als die CDUler und reagieren auf Fehlentscheidungen, wie Hartz IV, konsequenter? Es scheint so zu sein!!!

    Sie haben vergessen zu argumentieren warum die sogenannte "Vergemeinschaftung" etwas schlechtes sei, wie sie um Unterton suggerieren. Denn dass es nicht um Berlusconi geht, sollte wohl klar sein.

    Dass sie hingegen einen so deutlichen Unterschied zwischen Politik und Philosophie machen, ist auch nur sinnvoll weil momentan "Politik" synonym ist zu: "Verwalten der Sachzwänge des Kapitalismus". Ein bisschen mehr Philosophie und ein bisschen weniger VWL würde uns allen gut tun.

    was tatsächlich weltfremd ist, ist der national(ökonomisch)e autismus, den das selbstverlorene deutsche steuerzahler-subjekt gewohnheitsmäßig mit 'realpolitik' und 'pragmatismus'' verwechselt und der einer wenigstens ansatzweisen entfaltung wirtschaftlicher vernunft von jeher im wege steht.
    diesem auf kollektivistische geschlossenheit geeichten denken hat habermas immer wieder höchst geist- und kenntnisreich widersprochen. gesellschaftliche aufklärung und zivilisatorischer fortschritt sind ohne verständigung und die bewusste umgestaltung des ökonomisch-administrativen gängelungssystems, das dem verbetriebswirtschaftlichten restverstand des 'einfachen bürgers' als unwandelbare naturbedingung erscheint, nun mal nicht zu haben.

  1. "unsäglich merkelfromme Medienlandschaft"...nicht Recht? Welche von unseren Ernst zunehmenden Medien, dazu zähle ich die FAZ, die SZ, die Zeit, den Spiegel, den Stern, von den Printmedien, setzt sich ihr einmal so Ernst auseinander, wie zum Beispiel mit Herrn Steinbrück. Wo ist diese Frau auch nur einmal so für ihre Wendemanöver auseinandergenommen worden, wie sie es verdient hätte? War alles dem Tagesgeschäft geschuldet und alternativlos. Und alles was uns heute stört, haben ja eh die Sozie's zu verantworten. Da kann man ja überhaupt nichts machen! Ich frage mich fast jeden Tag, wie so etwas überhaupt geht? Es kann doch nicht sein das so viele Menschen ( 40% ) den Kopf nur zum Haare schneiden haben!Verstehen würde ich es wenn es Werte wären, wie bei der SPD, oder ist deren Klientel kritischer als die CDUler und reagieren auf Fehlentscheidungen, wie Hartz IV, konsequenter? Es scheint so zu sein!!!

    3 Leserempfehlungen
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    "clever-böses Spiel der Dethematisierung"
    Es ist das erste Mal, dass ich im Zusammenhang mit Frau Merkel das Wort "böse" lese.
    Ein böses Spiel nennt er es, aber böse.
    Ich greife es auf und verwende es für einen Zug ihrer Persönlichkeit.
    Ich denke, sie hat den.
    Ihr schreibt immer so lieb "Mutti" und es geht ihr sicher runter wie ..., aber ich glaube ihr irrt euch.
    Selbst - auch der einzige bei dem es mir bewusst wurde - Helmut Kohl wurde von ihr distanziert und "fallen gelassen".
    Woher nimmt sie diese Macht, die ihr doch erst nach und nach von der Partei und dem Wahlvolk gegeben wurde, auch weil es eben diese lammfromme Merkel-Medienlandschaft gibt.
    Diese Macht liegt so offensichtlich im Medienbereich, dass man fragt, welche Leute und Organisationen sind es und geht es irgendwie über die übliche Kanzlertruppe hinaus?
    Was meinte zum Beispiel der türkische Aussenminister mit seiner Drohung, die Türkei könne es auch anders.
    Da hatte Merkel mal etwas forscher gesagt.
    Die DDR, eigentlich der gesamte Ostblock ist in aller Stille vielleicht auch von so manchen Gruppierungen infiltriert worden, die nicht beachtet wurden, weil sie nicht zum Feindschema gehörten.
    Gibt es sie und kann man Verbindungen von Frau Merkel zu ihnen nachweisen?
    Entschuldigung, Frau Merkels Politikgebaren sprengt meines Erachtens den Rahmen.
    Man wird doch noch mal fragen dürfen.

  2. Sie haben vergessen zu argumentieren warum die sogenannte "Vergemeinschaftung" etwas schlechtes sei, wie sie um Unterton suggerieren. Denn dass es nicht um Berlusconi geht, sollte wohl klar sein.

    Dass sie hingegen einen so deutlichen Unterschied zwischen Politik und Philosophie machen, ist auch nur sinnvoll weil momentan "Politik" synonym ist zu: "Verwalten der Sachzwänge des Kapitalismus". Ein bisschen mehr Philosophie und ein bisschen weniger VWL würde uns allen gut tun.

    6 Leserempfehlungen
  3. ist ein Philosoph der bundesdeutschen Wirtschaftswunderjahre, der die gegenwärtigen neoliberalen Zeiten nicht mehr versteht und auf ihre Probleme keine Antwort weiß. Irgendwelche Idealvorstellungen aus alten Sozialkundebüchern zu zitieren wirkt einfach nur hilflos.
    Mir scheint, Habermas ist aus der Zeit gefallen.

  4. was tatsächlich weltfremd ist, ist der national(ökonomisch)e autismus, den das selbstverlorene deutsche steuerzahler-subjekt gewohnheitsmäßig mit 'realpolitik' und 'pragmatismus'' verwechselt und der einer wenigstens ansatzweisen entfaltung wirtschaftlicher vernunft von jeher im wege steht.
    diesem auf kollektivistische geschlossenheit geeichten denken hat habermas immer wieder höchst geist- und kenntnisreich widersprochen. gesellschaftliche aufklärung und zivilisatorischer fortschritt sind ohne verständigung und die bewusste umgestaltung des ökonomisch-administrativen gängelungssystems, das dem verbetriebswirtschaftlichten restverstand des 'einfachen bürgers' als unwandelbare naturbedingung erscheint, nun mal nicht zu haben.

    6 Leserempfehlungen
  5. "clever-böses Spiel der Dethematisierung"
    Es ist das erste Mal, dass ich im Zusammenhang mit Frau Merkel das Wort "böse" lese.
    Ein böses Spiel nennt er es, aber böse.
    Ich greife es auf und verwende es für einen Zug ihrer Persönlichkeit.
    Ich denke, sie hat den.
    Ihr schreibt immer so lieb "Mutti" und es geht ihr sicher runter wie ..., aber ich glaube ihr irrt euch.
    Selbst - auch der einzige bei dem es mir bewusst wurde - Helmut Kohl wurde von ihr distanziert und "fallen gelassen".
    Woher nimmt sie diese Macht, die ihr doch erst nach und nach von der Partei und dem Wahlvolk gegeben wurde, auch weil es eben diese lammfromme Merkel-Medienlandschaft gibt.
    Diese Macht liegt so offensichtlich im Medienbereich, dass man fragt, welche Leute und Organisationen sind es und geht es irgendwie über die übliche Kanzlertruppe hinaus?
    Was meinte zum Beispiel der türkische Aussenminister mit seiner Drohung, die Türkei könne es auch anders.
    Da hatte Merkel mal etwas forscher gesagt.
    Die DDR, eigentlich der gesamte Ostblock ist in aller Stille vielleicht auch von so manchen Gruppierungen infiltriert worden, die nicht beachtet wurden, weil sie nicht zum Feindschema gehörten.
    Gibt es sie und kann man Verbindungen von Frau Merkel zu ihnen nachweisen?
    Entschuldigung, Frau Merkels Politikgebaren sprengt meines Erachtens den Rahmen.
    Man wird doch noch mal fragen dürfen.

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    Antwort auf "Hat er damit..."
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    das Wort "böse" ist ein hartes Wort und ich meine es nicht kriminell.
    Vielleicht eher auch als Gegenbezeichnung zur "lieben Mutti".
    Ich klammere mich nicht fest an dem Wort, zumal ich selbst an anderer Stelle darüber mitdachte, aber diesen sperrigen Charakterzug, nein den sehe ich nicht positiv.
    Politik sollte aber meines Erachtens dieses Bemühen um etwas zeigen, also schon positiv sein.
    Lese ich Habermas, dann trägt mich auch die Güte seiner Thesen, seine Genauigkeit, die sich m.E.aus der Liebe zur Demokratie und zum Verfassungsstaat ergibt, natürlich zum Menschen!

    Als Kanzlerin ist Frau Merkel eine der bedeutendsten politischen Personen Deutschlands.
    Das Wort "böse" möchte ich deshalb zurücknehmen.
    Das ist ein Kriterium, nach dem nicht regiert werden darf und nicht geurteilt werden darf.
    Es bot sich ausnahmsweise an ist aber auch in diesem Zusammenhang zu wenig grundsätzlich definiert.
    Kommentare sind auch eine Möglichkeit, sich denkend und suchend zu entfalten.
    Ich habe das sicher und offen soweit gemacht, wie mich mein völliges Unverständnis gegenüber der Politik und dem Gebaren Frau Merkels gebracht hat.
    Ich empfinde ihren politischen Stil als undurchsichtig und nicht zielgeleitet.
    Gelernt habe ich auch aus der Diskussion, dass verständlicherweise Menschen in Ost und West unterschiedliche Lebenswege hatten und unterschiedliche politische Herangehensweisen ausbildeten und ausbilden mussten.
    Die Zeit wird darüber hinweggehen und von jedem mehr Gradlinigkeit und Nachvollziehbarkeit fordern, wenn er denn erfolgreich Politik machen will.
    Ich möchte mich nicht mehr mit dem Stil von Frau Merkel auseinandersetzen, da fehlt mir einfach der Überblick.
    Ich wollte auch niemanden hier im Forum indirekt dazu bringen, an Frau Merkel zu zweifeln.
    Das muss auch offen und zielgeführt gehen.
    Ich liebe Politik und ich glaube daran, dass Politik etwas bewegen kann und muss.
    Bitte sehen Sie meine Korrektur in eigener Sache milde an.
    Ich will der Politik, der Sache und den Menschen dienen und nicht irgendwelchen Schlauheiten von mir.

  6. 7. Zusatz

    das Wort "böse" ist ein hartes Wort und ich meine es nicht kriminell.
    Vielleicht eher auch als Gegenbezeichnung zur "lieben Mutti".
    Ich klammere mich nicht fest an dem Wort, zumal ich selbst an anderer Stelle darüber mitdachte, aber diesen sperrigen Charakterzug, nein den sehe ich nicht positiv.
    Politik sollte aber meines Erachtens dieses Bemühen um etwas zeigen, also schon positiv sein.
    Lese ich Habermas, dann trägt mich auch die Güte seiner Thesen, seine Genauigkeit, die sich m.E.aus der Liebe zur Demokratie und zum Verfassungsstaat ergibt, natürlich zum Menschen!

    Eine Leserempfehlung
    Antwort auf "Das gibt zu denken"
  7. Offenbar fehlte der ZEIT journalistischer "Mut zur Wahrheit", seine "merkelfromme" Medienkritik, die er mit einem anerkennenden Lob für die AfD verbindet, voll umfänglich zu zitieren:

    Daher das Habermas-Zitat im Zusammenhang:

    "...Habermas plädiert dafür, dass die proeuropäischen Parteien den fiskalischen Konsolidierungskonsens aufbrechen, sich nicht mehr in Geber- und Nehmerländer spalten lassen, sondern stattdessen „länderübergreifend zu Kampagnen gegen diese Umfälschung von sozialen in nationale Fragen zusammenfinden...
    Er beendet seinen Artikel unter der Überschrift „Demokratie oder Kapitalismus?“, in der Maiausgabe der "Blätter für deutsche und internationale Politik" mit folgenden provokativen Sätzen:

    „In der Bundesrepublik bestärkt eine unsäglich merkelfromme Medienlandschaft alle Beteiligten darin, das heiße Eisen der Europapolitik im Wahlkampf nicht anzufassen und Merkels clever-böses Spiel der Dethematisierung mitzuspielen.
    Daher ist der ‚Alternative für Deutschland‘ Erfolg zu wünschen. Ich hoffe, dass es ihr gelingt, die anderen Parteien zu nötigen, ihre europapolitischen Tarnkappen abzustreifen. Dann könnte sich nach der Bundestagswahl die Chance ergeben, dass sich für den fälligen ersten Schritt eine ‚ganz große‘ Koalition abzeichnet.“
    aus: "Habermas wünscht der AfD Erfolg"
    http://www.fr-online.de/m...

    Ich schließe mich durch meine Wahl der AfD H.´s Erfolgswünschen an!

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    hatte ich auch gelesen und für mich verworfen.
    Da ist Habermas vielleicht doch zu wenig Ökonom.

    .

    @HARM-OLOGIE

    „In der Bundesrepublik bestärkt eine unsäglich merkelfromme Medienlandschaft alle Beteiligten darin, das heiße Eisen der Europapolitik im Wahlkampf nicht anzufassen und Merkels clever-böses Spiel der Dethematisierung mitzuspielen.
    Daher ist der ‚Alternative für Deutschland‘ Erfolg zu wünschen..."

    Ganz i. S. des Habermas´schen kommunikativen Interaktionskonzepts ", in dem "rationale Geltungsgründe erhoben und anerkannt werden" die die Grundlage der Gesellschaft. bilden,
    fordert der AfD-Sprecher, Makro-Ökonom Bernd Lucke heute "die Bundesregierung auf, die gesamten Risiken des ESM-Vertrags offenzulegen.
    Laut eines vertraulichen Berichts des wissenschaftlichen Dienstes des Bundestags ist die deutsche Haftung nicht bei 190 Milliarden gedeckelt, sondern gilt unbegrenzt. "
    Hintergrund:
    "Der wissenschaftliche Dienst des Bundestages widerspricht mit seinem Bericht den bisherigen Darstellungen der Bundesregierung, wonach beim ESM eine deutsche Haftungsobergrenze von 190 Milliarden Euro gelte. Vielmehr bestehe eine Nachschusspflicht, die auf 700 Milliarden Euro (ESM-Stammkapital) steigen könne, und sogar darüber hinaus. Der Bundestag besäße dazu keine Vetomöglichkeit. Der Finanzwissenschaftler Stefan Homburg nannte die Regelung ein ”zutiefst korruptes Begünstigungssystem”.
    http://www.freiewelt.net/...
    Darüber hinaus s.u.
    https://www.alternativefu...

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  • Schlagworte Jürgen Habermas | Bewusstsein | Bürokratie | Demokratisierung | Martin Buber | Nationalsozialismus
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