KarrieretippsDas Zitat… und Ihr Gewinn

Franz von Assisi sagt: Selig, wer sich vor seinen Untergebenen so respektvoll benimmt, wie wenn er vor seinen Vorgesetzten stünde. von 

Es gibt kein Meer ohne Wasser, keine Wüste ohne Sand, und es gibt kein Mobbing ohne das Versagen eines Chefs. Zwar stimmt es, dass sich Kollegen auch untereinander mobben, doch wie kommt es dazu? Die meisten Mobbings werden von Führungskräften angestiftet

Anders als Franz von Assisi es fordert, behandeln diese Chefs ihre Untergebenen nicht annähernd so respektvoll wie ihre eigenen Vorgesetzten.

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Wer einen Mitarbeiter öffentlich drangsaliert, erklärt ihn zum Freiwild. Die Kollegen nehmen wie Jagdhunde die Witterung auf. Kann sein, dass der letzte freie Stuhl in der Kantine für besetzt erklärt wird, wenn er sich setzen will. Kann sein, dass ihn wichtige Informationen nicht mehr erreichen. Deshalb passieren ihm Fehler. Und weil ihm Fehler passieren, machen ihn die Kollegen noch mehr nieder. Jeder fällt ihm ins Wort. Und hinter seinem Rücken wuchern die bösen Gerüchte. Zum Beispiel, der Kollege wolle die Firma bei der Staatsanwaltschaft anzeigen.

Aber wehe, der Gemobbte wehrt sich! Dann tun die Mobber empört, als wären sie die Angegriffenen. Der Gemobbte bekommt den Stempel des Querulanten, des Versagers, des Kollegenschweins aufgedrückt. Bis er völlig ausgegrenzt ist, bis er zusammenbricht.

Martin Wehrle
Martin Wehrle

Der Coach Martin Wehrle ist Autor mehrerer Karrierebücher und gibt jede Woche Karrieretipps in der Kolumne "Das Zitat und Ihr Gewinn".

Was der Vorgesetzte damit zu tun hat? Bei sieben von zehn Mobbings mischt er mit, das hat der Frankfurter Psychologieprofessor Dieter Zapf herausgefunden. Wer ein Mobbing anstiftet, aber mit dem Fortgang nichts zu tun haben möchte, ist ein Heuchler.

Dasselbe gilt für Führungskräfte, die sich als harmlose Zuschauer darstellen: "Das sollen die Mitarbeiter unter sich ausmachen!" Genauso gut könnte ein Schiedsrichter beim Fußball tatenlos zuschauen, wie eine Mannschaft die andere tätlich angreift. Die Fouls würden immer härter, weil die foulende Mannschaft das mangelnde Eingreifen des Schiedsrichters richtig deuten würde: als heimliche Zustimmung.

Der Vorgesetzte ist dafür da, dass er die Regeln des Umgangs vorlebt und einfordert. Jedes Mobbing ließe sich im Keim ersticken, wenn der Chef rechtzeitig Partei ergriffe – für die Gemobbten! Und wenn er von dem Mobbing nichts mitbekommt? Dann gleicht er einem Schiedsrichter, der am laufenden Band Tätlichkeiten übersieht. Dafür zu sorgen, dass sein Team harmoniert, ist der Beruf einer Führungskraft. Wer das nicht schafft, hat seinen Beruf verfehlt.

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Leserkommentare
  1. Mit Mobbing ist oft das Ziel der (ressourcenschonenden)Kündigung durch das Opfer verbunden, die von Herrn Wehrle beschriebenen Abläufe in der Regel grob geplant.
    Weitere Gründe für Nichteingreifen zugunsten der Gemobbten liegen in den Rollen, und der Art und Ausprägung der Beziehungen zwischen Vorgesetzten, Team und Ausgegrenzten.
    Den Opfern bleibt die Möglichkeit entweder die nächsthöhere Hierarchiestufe durch Information miteinzubeziehen, (dabei bleibt die Konfliktlatenz i.d.R.erhalten oder verstärkt sich) das Team zu wechseln, oder nach sonstigen Alternativen zu suchen.

    Ursache von Mobbing sind meist vorangegangene (und Vorgesetzten oft verborgen gebliebene ) ungelöste und anschließend eskalierende Konflikte, sowie die damit verbundene und nicht grundsätzlich falsche Annahme, durch rausmobben eines Teammitglieds liese sich die Harmonie im Team wiederherstellen.

    3 Leserempfehlungen
  2. sagen das Führungskraft kein Beruf ist, das nur am Rande. Die meisten Vorgesetzten/Führungskräfte sind nicht auf ihre Position gekommen weil sie soziale Kompetenz, Ehre, Anstand oder sogar Fachwissen haben, sondern weil sie intrigriert und sich dem System angepasst haben, nach Oben ducken nach Unten treten. Also ist aus dieser Position kaum etwas zu erwarten, was dem Mobbing Einhalt gebietet, da es der Lebensphilosophie der Mehrzahl der Führungskräfte entsprechen dürfte und dort als adäquates Mittel angesehen wird.

    Wenn man gemobbt wird, sollte man sehen, dass man dort schnell wegkommt, denn wer in einem solchen Klima weiterarbeitet, stimmt unbewusst diesem System zu und kann sich dann nicht beschweren.

    2 Leserempfehlungen
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    • Thraex
    • 25. August 2013 15:27 Uhr

    Ich verbitte mir (als ehemalige Führungskraft) solche beleidigenden Unterstellungen, ich würde sagen bei Ihnen schwingt sehr viel Neid mit, weil Sie nicht nach "oben" gekommen sind, besser noch, Sie verstehen sich als der Gerechte der nur nicht nach "oben" kommt weil er das Moralisch nicht vertreten könnte, anderen zu sagen wie was gemacht werden muss.
    Glauben Sie mal nicht das wäre immer einfach, Freunde macht man sich damit nicht, egal wie nett man das macht, das ist ebenfalls höchst Belastend, aber als Führungskraft darf so was natürlich nicht sagen, dann gilt man als Schwach, als Jammerlappen, usw. und dann kommen sie, die Wölfe, die alle den Job wollen.

    Zum Artikel möchte ich sagen, der Chef und die Führungskräfte sind in erster Linie keine Kindergärtner sondern Unternehmer, wenn es persönliche Probleme untereinander gab, habe ich immer erst gesagt, das regelt ihr unter Euch, denn egal welche Seite ich als Führungskraft "unterstütze" die andere Seite fühlt sich ggf. gemobbt.

    Und Fachlich habe ich gesagt wie es gemacht wird, das war dann auch Gesetz, Diskutiert habe ich da nicht lange, wer konstruktive Vorschläge hatte konnte gerne zu mir kommen und mir das sagen, das wurde dann auch Belohnt, zb durch aufsteigen in den Abteilungen oder durch Gehaltserhöhungen.

    Dieses ständige negativ Bild von Unternehmern wird mich davon abhalten jemals unnötig viele Leute einzustellen, macht Euch Selbstständig, dann brauchts nicht rum jammern, Punkt.

    • Oyamat
    • 25. August 2013 18:37 Uhr

    Zitat: "Wenn man gemobbt wird, sollte man sehen, dass man dort schnell wegkommt, denn wer in einem solchen Klima weiterarbeitet, stimmt unbewusst diesem System zu und kann sich dann nicht beschweren."
    Nach dieser Logik kann sich *kein* Opfer beschweren... NEIN! Wem Unrecht geschieht, der _darf_ sich beschweren!

    Und schnell wegkommen wäre zwar in vielen Fällen z.B. über Suizid möglich, aber das ist nun mal nicht jedermanns Sache. Wer ers einmal einen Lebensunterhalt braucht, weil er nun einmal weiterleben möchte, der kann nicht einfach reißaus nehmen. Das hat mit Zustimmung zu einem grausamen, respektlosen, widerlichen System NICHTS zu tun.

    OGv Oyamat

    .. zu oft werden Fach"arbeiter" als Belohung hochgelobt und sie finden sich in Arbeitsfremden Konstellationen wieder. Plötzlich sollen sie für Menschen verantwortlich sein: Sie können es nicht!

    Dann kann es sein das die eigene Inkompetenz an einem rangniederen Mitglied des Unterenehmens ausgelassen wird. Mit Mobbing aus der (Selbst)Krise!

    Gute Führung ist Training und Ausbildung und nicht Gott gegeben. Nur leider hat in Deutschland der Begriff "Führer" ein braunes Geschmäckle.

  3. „Mit Mobbing ist oft das Ziel der (ressourcenschonenden)Kündigung durch das Opfer verbunden,...“

    Genau diesen Punkt habe ich im Artikel vermisst!

    Vor ein paar Jahren nahm ich an einer innerbetrieblich Schulung für zukünftige Führungskräfte teil. Da wurde in der Mittagspause von einigen ganz offen darüber diskutiert, wie man langjährige und teure Mitarbeiterinnen wegmobben kann. Zitat: „Eine Vollzeit-Kassiererin, die über 2000 Euro verdient? Das muss ja nun echt nicht sein, da kann man auch drei Teilzeitkräfte hinsetzen.“
    Irgendwann habe ich mich übrigens eingemischt und ganz direkt gesagt, für wie unmoralisch ich ihr Gesprächsthema halte.
    Seit dem war ich in dem Seminar der Außenseiter, aber wenn ich ehrlich bin habe ich mich zwischen all diesen karrieregeilen Unsympathen ohnehin nie wohl gefühlt.

    Als später dann irgendwann mal der Betriebsrat in unserem Laden war, sprach ich ein Mitglied mal darauf an. Er meinte bei den meisten Mobbingfälle, mit denen der Betriebsrad zu tun hat geht es tatsächlich um Vollzeit-Kassiererinnen, die nicht selten auch über 20 Jahre im Unternehmen sind.

    Das ist übrigens nicht nur in meinem Unternehmen so, eine Kassiererin (Teilzeit wohl gemerkt!) in unserem Laden erzählte von ähnlichen Erfahrungen, die sie bei einem unserer Mitbewerber machte.

    Vollzeit- durch Teilzeitkräfte zu ersetzten ist einfach ein allgemeiner Trend im Lebensmitteleinzelhandel und da werden dann auch langjährige Mitarbeiter weggemobbt.

    10 Leserempfehlungen
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    • Thraex
    • 25. August 2013 15:37 Uhr

    ... wurde mir beigebracht.
    Nur wer sich Ärgern lässt, wird auch geärgert.
    (Kinder können echt Grausam sein)

    Hat zwar seine Zeit gebraucht, aber irgendwann war Ruhe und ich Respektiert.

    Ihre Einstellung finde ich aber trotzdem in Ordnung, Sie haben gesagt das diese Art der Umstrukturierung nicht akzeptabel ist.

    Sie schreiben, von einigen, was bedeutet das?
    Von 10 waren 2 die so dachten, oder 3.

    • Thraex
    • 25. August 2013 15:27 Uhr

    Ich verbitte mir (als ehemalige Führungskraft) solche beleidigenden Unterstellungen, ich würde sagen bei Ihnen schwingt sehr viel Neid mit, weil Sie nicht nach "oben" gekommen sind, besser noch, Sie verstehen sich als der Gerechte der nur nicht nach "oben" kommt weil er das Moralisch nicht vertreten könnte, anderen zu sagen wie was gemacht werden muss.
    Glauben Sie mal nicht das wäre immer einfach, Freunde macht man sich damit nicht, egal wie nett man das macht, das ist ebenfalls höchst Belastend, aber als Führungskraft darf so was natürlich nicht sagen, dann gilt man als Schwach, als Jammerlappen, usw. und dann kommen sie, die Wölfe, die alle den Job wollen.

    Zum Artikel möchte ich sagen, der Chef und die Führungskräfte sind in erster Linie keine Kindergärtner sondern Unternehmer, wenn es persönliche Probleme untereinander gab, habe ich immer erst gesagt, das regelt ihr unter Euch, denn egal welche Seite ich als Führungskraft "unterstütze" die andere Seite fühlt sich ggf. gemobbt.

    Und Fachlich habe ich gesagt wie es gemacht wird, das war dann auch Gesetz, Diskutiert habe ich da nicht lange, wer konstruktive Vorschläge hatte konnte gerne zu mir kommen und mir das sagen, das wurde dann auch Belohnt, zb durch aufsteigen in den Abteilungen oder durch Gehaltserhöhungen.

    Dieses ständige negativ Bild von Unternehmern wird mich davon abhalten jemals unnötig viele Leute einzustellen, macht Euch Selbstständig, dann brauchts nicht rum jammern, Punkt.

    Eine Leserempfehlung
    Antwort auf "Wüde erst einmal"
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    mit Sprüchen arbeitet, nur getroffene Hunde bellen. Muss sie leider entäuschen, kein Neid, war 12 Jahre GF einer GmbH und habe dort im Geschäftsleben viele Führungskräfte kennenlernen dürfen, sowohl aus der öffentlichen Hand ebenso wie der Privatwirtschaft, da hat man die Abgründe aus Macht und Dummheit sehen können. Den meisten war gemein, dass sie die Wahrheit nicht vertragen konnten, da sie einen von Vorne anlachten und hinten die Messer wetzten, über die menschlichen Qualitäten möchte ich mich gar nicht erst auslassen, was sich dann auch im Arbeitsklima und der Kopperation niederschlug.

    Aber mit ihren weiteren Einlassungen bestätigen sie das von mir gezeichnet Bild einer sozialen Kompetenzamöbe im Bereich der Führungskräfte.

    • Thraex
    • 25. August 2013 15:37 Uhr

    ... wurde mir beigebracht.
    Nur wer sich Ärgern lässt, wird auch geärgert.
    (Kinder können echt Grausam sein)

    Hat zwar seine Zeit gebraucht, aber irgendwann war Ruhe und ich Respektiert.

    Ihre Einstellung finde ich aber trotzdem in Ordnung, Sie haben gesagt das diese Art der Umstrukturierung nicht akzeptabel ist.

    Sie schreiben, von einigen, was bedeutet das?
    Von 10 waren 2 die so dachten, oder 3.

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    Wir saßen in der Kantine mit 8 Leuten an einem Tisch. Das Gespräch haben zwei geführt und ein dritter hat sich schließlich beteiligt. Wie viele so gedacht haben weiß ich natürlich nicht, aber die anderen 4 haben zumindest zum Thema geschwiegen.

    Und was den Kindergarten anbelangt, so habe ich natürlich in meiner Kindheit auch solche Sprüche gehört. Letztlich liegt die Schuld aber immer beim Täter! Ein Spruch wie:“Wer sich ärgern lässt ist selber schuld“ ist in meinen Augen nur der Versuch dem Opfer eine Mitschuld, wenn nicht sogar die Hauptschuld zuzuweisen, ähnlich wie so manche Trickbetrüger sich gerne damit rausreden, dass ihr Opfer ja zu blöd war. Dummheit ist allerdings keine Straftat und wenn ich die Dummheit meiner Mitmenschen ausnutze bin ich schuld. Genauso kann ich mich auch nicht damit rausreden, dass jener der sich ärgern lässt schuld ist, nur weil der Geärgerte nicht richtig auf den Konflikt reagiert. Im Gegenteil, ich bin sogar der Meinung, dass einen das Ausnutzen der Schwächen seiner Mitmenschen sogar noch mehr mit Schuld belädt.

  4. Wir saßen in der Kantine mit 8 Leuten an einem Tisch. Das Gespräch haben zwei geführt und ein dritter hat sich schließlich beteiligt. Wie viele so gedacht haben weiß ich natürlich nicht, aber die anderen 4 haben zumindest zum Thema geschwiegen.

    Und was den Kindergarten anbelangt, so habe ich natürlich in meiner Kindheit auch solche Sprüche gehört. Letztlich liegt die Schuld aber immer beim Täter! Ein Spruch wie:“Wer sich ärgern lässt ist selber schuld“ ist in meinen Augen nur der Versuch dem Opfer eine Mitschuld, wenn nicht sogar die Hauptschuld zuzuweisen, ähnlich wie so manche Trickbetrüger sich gerne damit rausreden, dass ihr Opfer ja zu blöd war. Dummheit ist allerdings keine Straftat und wenn ich die Dummheit meiner Mitmenschen ausnutze bin ich schuld. Genauso kann ich mich auch nicht damit rausreden, dass jener der sich ärgern lässt schuld ist, nur weil der Geärgerte nicht richtig auf den Konflikt reagiert. Im Gegenteil, ich bin sogar der Meinung, dass einen das Ausnutzen der Schwächen seiner Mitmenschen sogar noch mehr mit Schuld belädt.

    9 Leserempfehlungen
    Antwort auf "Schon im Kindergarten"
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    • Thraex
    • 25. August 2013 19:55 Uhr

    Sie den Spruch kennen, danken Sie ihm :-)
    Denn durch solche "Sprüche" werden uns ja auch Werte vermittelt, Sie sind doch aufgestanden, hatten den Mut, die Kraft NEIN zu sagen, ich denke durch diese "Altmodische" Erziehung sind Sie eine starke Persönlichkeit geworden. Und erst wenn man für sich Recht einfordern kann, kann man das auch für andere tun!

    Ihre Interpretation des Schuldigen, Täter und Opfer teile ich allerdings überhaupt nicht, es ging mir darum zu verdeutlichen sich nicht alles gefallen zu lassen (sich nicht Ärgern, Mobben lassen), und ich für meinen Teil hab das, zum Teil, durch solche Sprüche verstanden (Sie ja auch, in welchen maß auch immer).

    Und vor Trickbetrüger, oder Kriminellen generell kann/muss man sich schon bis zu einem gewissen Grad schützen, es ist sogar so, das wenn man nicht ein Mindestmaß an Selbstschutz übt, eine Teilschuld hat, rein Rechtlich, Urteile dazu gibt es reichlich, banales Beispiel: Fahrrad anschließen.

    Aber auch vor Mobbing kann man sich schützen, eben in dem man sich wehrt und sich vielleicht nicht sofort als Mobbing Opfer sieht wenn man bei einer bestimmten Gruppe nicht sitzen "darf".

    @Redaktion, bitte lassen Sie die User entscheiden ob dieser Beitrag Konstruktiv ist, auch wenn er keinen direkten Bezug zum Artikel hat, vielen Dank.

    • Oyamat
    • 25. August 2013 18:37 Uhr

    Zitat: "Wenn man gemobbt wird, sollte man sehen, dass man dort schnell wegkommt, denn wer in einem solchen Klima weiterarbeitet, stimmt unbewusst diesem System zu und kann sich dann nicht beschweren."
    Nach dieser Logik kann sich *kein* Opfer beschweren... NEIN! Wem Unrecht geschieht, der _darf_ sich beschweren!

    Und schnell wegkommen wäre zwar in vielen Fällen z.B. über Suizid möglich, aber das ist nun mal nicht jedermanns Sache. Wer ers einmal einen Lebensunterhalt braucht, weil er nun einmal weiterleben möchte, der kann nicht einfach reißaus nehmen. Das hat mit Zustimmung zu einem grausamen, respektlosen, widerlichen System NICHTS zu tun.

    OGv Oyamat

    3 Leserempfehlungen
    Antwort auf "Wüde erst einmal"
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    denn beschweren, wie sie an der anderen Reaktion zu meinem Kommentar gesehen haben, interessiert es keinen, da die soziale Kompetenz bei Führungskräften oftmals vollkommen fehlt.

    Mit dem Weggehen war gemeint, man sollte sich umgehend eine andere Arbeitsstelle eventuell eine andere Arbeit suchen. Das dies eventuell mit eine Statusverlust auch finanziell verbunden sein kann und vlt. auch nicht so einfach ist, ist mir bewusst. Nur sollte man überlegen was einem Wichtiger ist, für einen Gehaltsscheck wie Dreck behandelt zu werden oder seine Würde zu behalten. Würde hat aber wieder etwas mit Ehre und Anstand zu tun, etwas das in einem Großteil der dt. Arbeitswelt verlorengegangen ist.

    Und Selbstmord ist nie ein Lösung, da sie der menschlichen Natur aka Erhaltung der Art widersrpicht. Auch braucht man dafür viel Mut. Aber das ist eine andere Baustelle.

    • Thraex
    • 25. August 2013 19:55 Uhr

    Sie den Spruch kennen, danken Sie ihm :-)
    Denn durch solche "Sprüche" werden uns ja auch Werte vermittelt, Sie sind doch aufgestanden, hatten den Mut, die Kraft NEIN zu sagen, ich denke durch diese "Altmodische" Erziehung sind Sie eine starke Persönlichkeit geworden. Und erst wenn man für sich Recht einfordern kann, kann man das auch für andere tun!

    Ihre Interpretation des Schuldigen, Täter und Opfer teile ich allerdings überhaupt nicht, es ging mir darum zu verdeutlichen sich nicht alles gefallen zu lassen (sich nicht Ärgern, Mobben lassen), und ich für meinen Teil hab das, zum Teil, durch solche Sprüche verstanden (Sie ja auch, in welchen maß auch immer).

    Und vor Trickbetrüger, oder Kriminellen generell kann/muss man sich schon bis zu einem gewissen Grad schützen, es ist sogar so, das wenn man nicht ein Mindestmaß an Selbstschutz übt, eine Teilschuld hat, rein Rechtlich, Urteile dazu gibt es reichlich, banales Beispiel: Fahrrad anschließen.

    Aber auch vor Mobbing kann man sich schützen, eben in dem man sich wehrt und sich vielleicht nicht sofort als Mobbing Opfer sieht wenn man bei einer bestimmten Gruppe nicht sitzen "darf".

    @Redaktion, bitte lassen Sie die User entscheiden ob dieser Beitrag Konstruktiv ist, auch wenn er keinen direkten Bezug zum Artikel hat, vielen Dank.

    Antwort auf "@Thraex"
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    Bei allem nötigen Respekt, aber ich glaube sie haben nichts verstanden.

    Nein ich danke nicht für diese Sprüche, sie haben mir keine Werte und keine Kraft gegeben, sie waren nur dumme Sprüche, die einem Schlag ins Gesicht gleichkamen, weil sie nicht der Realität entsprachen!

    Ich war auf der Hauptschule und die Zeit war für mich teilweise die Hölle, weil ich von den meisten aus meiner Klasse gemobbt wurde. Und wenn sie mir dafür die Schuld zuweisen wollen, dann zeigt das nur, dass sie keine Ahnung davon haben, wie es ist, wenn man völlig allein ist und von mehreren Kindern systematisch fertig gemacht wird.
    Viele von ihren waren, da sie mehrfach sitzen geblieben waren, älter und auch stärker als ich. Es waren Kinder, die von ihren Eltern verprügelt wurden und nun ihrerseits andere fertig machen wollten. Es waren Kinder, die nur schlechte Noten schrieben und denen im Grunde ihres Herzens klar war, dass sie nur Drecksarbeit machen werden.
    Zwischen all diesen Kindern saß ich, der nie Probleme in der Schule hatte und in 6 Fächern regelmäßig eine 1 im Zeugnis hatte, außer Sport, da hatte ich immer schlechte Noten. Ich muss ihnen hoffentlich nicht erklären, warum ich das Opfer war.
    Natürlich habe ich mich gewehrt, habe ich NEIN gesagt, bringt aber kaum etwas, wenn sie mehrere Gegner haben, die ihnen körperlich überlegen sind.

    Man kann in so einer Situation nur dafür sorgen, dass sie keine Lust am körperlichen Mobbing mehr haben, weil sie genau wie man selbst Verletzungen und Schmerzen davon tragen. Das verbale Mobbing prallte irgendwann einfach von mir ab.

    Mit Mobbing am Arbeitsplatz verhält es sich ähnlich, wenn sie eine ganze Firma gegen sich haben oder die Mobber eine höhere Position bekleiden und dadurch am längeren Hebel sitzen lässt sich oft wirklich kaum etwas unternehmen. Das man sich da nicht ärgern lassen soll ist dann, mit Verlaub, nur eine hole Floskel.

    Ich habe übrigens noch meinen Realschulabschluss und das Abitur nachgemacht und gerade auf dem Abitur war ich irgendwann bekannt dafür, dass ich für andere, die gemobbt wurden einstand.
    Auf dem Abi-Abschlussball erzählt mir mal einer jener Mitschüler, als er besoffen war, der eine Mitschülerin mobbte mal, dass er eine Zeitlang Angst vor mir hatte. Ich war an jenem Tag schlecht drauf, mochte den Mitschüler nicht und verteidigte deswegen ein Mobbingopfer. Ich machte ihm mal klar, dass ich selbst auf der Hauptschule fertig gemacht wurde und wie ich mich gewehrt habe und dass ich dass so etwas nicht mehr sehen will. Dabei habe ich wohl so aggressiv auf ihn gewirkt, dass er dachte, ich würde ihn gleich verprügeln.
    Letztlich wurde ich also wie einer von jenen, die mich mobbten.

    @Zeitredaktion,
    ich weiß dass alles gehört nicht zum Thema und dafür entschuldige ich mich

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  • Serie Das Zitat und Ihr Gewinn
  • Schlagworte Psychologie | Chef | Führungskraft | Mobbing
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