WahlkampfOptische Täuschung

Die trägen Deutschen kriegen den Wahlkampf, den sie verdienen, heißt es. Das ist böse. Verständlich. Und falsch von 

Wahlkampf

Wahlkampf, Berlin 9. August 2013   |  © JOHN MACDOUGALL/AFP/Getty Images

In dieser Woche wird der Wahlkampf richtig eröffnet. Ja, wirklich. Woran man das merkt? Fristgerecht hängen die Parteien ihre Großplakate in die Städte und Dörfer. Und was sieht man auf diesen Werbetafeln? Lauter glückliche Deutsche (Union) und lauter nicht so glückliche Deutsche (SPD). Ist das alles? Ja, das ist alles.

Der Wahlkampf 2013 lässt sich auf eine einfache Formel bringen: Sie will nicht. Und er kann nicht. Die Kanzlerin hat alle gängigen Themen abgeräumt, während ihr Herausforderer mit nichts wirklich landet. Peer Steinbrück sitzt fest im Gefängnis seiner selbst. Ohne es zu wollen, thematisiert er sich selbst; dringt er mit etwas durch, dann mit seinen Fehlern. Das hat er nicht verdient, bestimmt liegt es auch an den Medien, zu ändern vermag er es gleichwohl nicht.

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In diesem Nichtwahlkampf liegt etwas ungemein Provozierendes. Zum einen, weil man immer das Gefühl hat, dass sich große, auch gefährliche Dinge abspielen, die es verdient hätten, dass man sich eingehender mit ihnen beschäftigt. Sei es das kriselnde Europa, sei es Arabien, das schwächelnde China oder die wuchernde Überwachung. Zum anderen provoziert dieser Wahlkampf all jene, die sich publizistisch oder geistig etwas davon versprochen haben, seien es Intellektuelle oder Journalisten. Folgerichtig macht sich in den Medien eine Gereiztheit breit. Es trifft vor allem die Kanzlerin, die demobilisiert und auf den Plakaten mit Pfannkuchen werfen lässt. Mehr und mehr aber trifft es auch das Volk. Denn das Volk, der dicke Lümmel, findet diese Merkel ausweislich der Umfragen auch noch gut – wie obszön!

Also beginnt man nun, die Deutschen zu beschimpfen. Die, so heißt es, bekämen jetzt genau den trägen, reformfeindlichen, denkfaulen Wahlkampf, den sie verdienten.

Das ist böse, das ist verständlich. Es ist aber auch: falsch.

Zunächst mal beendet der Wahlkampf eine Legislaturperiode mit außerordentlich vielen Reformen. Schwarz-Gelb hat wenig von dem erreicht, was es sich vorgenommen hat, dafür einiges von dem, was Rot-Grün gemacht hätte, insbesondere die Energiewende und die Abschaffung der Wehrpflicht. Am meisten jedoch war die Regierung mit dem beschäftigt, was von außen auf sie eindrang, mit dem Arabischen Frühling etwa wie auch dem Arabischen Herbst. Man versuchte sich rauszuhalten, aber allein das war viel Arbeit. Nicht raushalten konnte sich Angela Merkel aus der Euro-Krise, die musste sie managen, das war das Dauerthema der letzten Jahre – und ein Dauerstress.

Insofern ist es verständlich, wenn die Leute nach vier Jahren politischem Veränderungsstress nun nicht auf einen Wahlkampf erpicht sind, der ihnen sagt: Jetzt geht’s erst richtig los.

Und dann sollten die von ihrer Langeweile gereizten Intellektuellen eines nicht vergessen: Viele, vielleicht die meisten Bürger sind vom Wohlstand nicht nur verwöhnt, sie sind auch ziemlich intensiv damit beschäftigt, ihn zu schaffen. Sie mussten in ihrem Arbeitsleben zuletzt mehr verändern, als ihnen lieb war. Der verwöhnte, träge Deutsche, das ist eine optische Täuschung der beobachtenden Klasse.

Schließlich ist die Behauptung, das Volk bekomme den Wahlkampf, den es verdiene, auch deshalb falsch, weil es Besseres verdient hat. Während die Lage der Deutschen so gut scheint wie lange nicht, gibt es fundamentale Verschiebungen, die gewissermaßen die Textur unseres Lebens verändern.

Das bezieht sich auf alles, was mit dem Internet zu tun hat. Die NSA allein ist kein Aufreger, in Verbindung mit der Wissbegier von Google, Facebook und anderen aber schon. Zu diskutieren wäre, wie die Konturen eines Internetministeriums aussehen sollten, damit das "Neuland" politisch kartografiert werden kann, womöglich sogar besiedelt. Dazu gibt es wenig von der Union – aber nicht viel mehr von der SPD.

Und wo laufen eigentlich die Überlegungen zur Zukunft Europas zusammen? Jeder spürt doch, dass der 22. September nicht das Ende des Umbaus markiert, sondern den Beginn einer weiteren Etappe. Brauchen wir vielleicht ein Europaministerium?

Schließlich die demografische Krise. Gerade die Babyboomer wissen genau, dass sie sehr viele sind und demnächst von sehr wenigen Berufstätigen durch die Rente geschleppt werden müssen. Und wenn es mit dem Aufschwung bei den Geburten weiterhin nicht klappt, dann wird es mehr Einwanderung geben müssen, nicht weniger. Dass daraus eine Lösung für das Demografieproblem wird und nicht ein kultureller Zusammenstoß in Permanenz, ist alles andere als selbstverständlich. Auch dafür gibt es kein Ministerium und keine Integrationsfigur, weder bei der Union noch bei der SPD.

Die Formel, dass zu viel Veränderung die Menschen beunruhigt, kommt bei diesen Themen an ihre Grenze. Denn die Basisverschiebungen werden doch gespürt und erahnt, also wäre es besser, sie endlich zu thematisieren. Merkel jedoch will das nicht, und die SPD kann das nicht – was die Deutschen wirklich nicht verdient haben.

Diesen Artikel finden Sie als Audiodatei im Premiumbereich unter www.zeit.de/audio

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Leserkommentare
  1. ausser CDU und SPD niemand mehr bei der Bundestagswahl an?

    Oder haben die Journalisten nur noch nicht bemerkt daß es noch mehr als Herr Steinbrück und Frau Dr. Asse-Alternativlos gibt...???

    46 Leserempfehlungen
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    Die Qualitätsmedien sollen uns auch noch auf Alternativen hinweisen?

    Dann könnte sich ja was ändern wenn man in großen überregionalen Zeischriften Links von irgendwelchen Alternativen Informationsplattformen finden sollte z.b.
    http://www.bundeswahlleit...

    oder gar ganz andere Möglichkeiten aufgezeigt werden wie die Erststimme an Partei und Fraktionsunabhängige Kandidaten zu vergenen:

    http://www.vereinigte-dir...

    der Untergang des Abendlandes würde am Abend des 22 September stattfinden!

    LG

    Klaus

    Interessante Frage. Scheinbar denken wir Deutschen so über uns, dass wir es nur einer Partei zutrauen, zu regieren, die schon immer regiert hat, was ja seit 1949 - Mal CDU, Mal SPD war - im Großen und Ganzen.

    An Alternativen scheinen wir schon gar nicht zu glauben.

    Ich persönlich finde eigentlich dass sich das Wahlprogramm der GRÜNEN sehr viel Not-wendiges und Brauchbares enthält.

    http://www.gruene.de/file...

    Alternative für Deutschland (AfP) - möglicherweise eine weitere Karte, auf die man Mal setzen könnte. Obwohl hier die Gefahr liegt, dass die noch zu "jung" sind, was ihre Gründungsgeschichte angeht und somit ohnehin nicht genug Wählerstimmen bekommen.

    • sudek
    • 10. August 2013 8:55 Uhr

    Nein, die Deutschen kriegen den Wahlkampf, den die Medien wollen und/oder zulassen.
    Wie kann an denn den Wahlkampf wahrnehmen?

    1.Plakate
    2..Stände in den Fußgängerzonen
    3.Veranstaltungen der Parteien
    4.durch die Medien

    Und die Mehrheit der BürgerInnen sieht fern, liest, hört. Und so nimmt er nur das wahr, was die Medien herausfiltern und "für den Bürger einordnen"

    Eigentlich wäre es die sinnvollste Hilfe der Medien, wenn sie LINKS zu allen im Netz zur Verfügung stehenden Veranstaltungsvideos liefertn. Dann könnte sich jeder Bürger ungefiltert ein Bild von der jeweiligen partei machen.

    Aber jetzt - z.b. das Internetüberwachungsthema - versuchen die meisten Medien Merkel durch vielfältigste Ablenkungsmanöver aus der Schusslinie zu manövrieren, obwohl diese Frau doch hier die alleinige Verantwortung hat. Und das ist der wirkliche Wahlkampf.
    Regierung schonen und Opposition z.b. in Rot-Rot-Grün Spielchen zu verwickeln suchen.

    Nein, wir bekommen den Wahlkampf, den wir haben sollen und nicht den , den wir haben wollen!!

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    So wie ich das sehe, haben die meisten Medien das als Dauerthema auf dem Schirm. Ich kann da nicht erkennen, dass die Medien auch nur ansatzweise Merkel aus der Schusslinie bugsieren. Ganz im Gegenteil.

    Richtig ist bis jetzt, dass es trotz der Dauerpräsenz dieses Themas nicht so auf die Bürger im Lande übergeht.

    Das kann man wohl offenbar so erklären, dass die meisten für sich wichtigere Themen haben, als Prism & Co.

    • ffx
    • 10. August 2013 10:51 Uhr

    Nicht nur die von dem kompletten Versagen der Kanzlerin wird abgelenkt, es werden sogar Falschinformationennwie in diesem Artikel von Bernd Ulrich verbreitet:

    Nicht die Kanzlerin oder die CDU hat die Energiewende eingeleitet, nein, diese Leute haben sie aktiv verhindert, in Geheimverträgen unter Ausschluss der Öffentlichkeit abgeschafft!

    Es musste erst ein weiteres Atomkraftwerk in die Luft fliegen, damit Merkel die von rot/Grün eingeleitete Energiewende wiedereinführt. Wie könnte das eine Leistung sein?

    Immer wieder höre ich von uninformierten Leuten, Merkel hätte ja die Energiewende eingeleitet. Es wird das nachgeplappert, was in solchen propagandadistischen Artikeln wie diesem hier steht.

    Nie waren die Schulden größer, die Umweltverschmutzung verheerender, der Reichtum ungerechter verteilt, demokratische Mechanismen schwächer.

    • evilaci
    • 10. August 2013 13:21 Uhr

    Diese Woche war Steinbrück bei Maischberger.
    Die Sendung dauerte 1:15.
    Es wurde kein einziges mal gefragt nach seinen 3 wichtigsten Zielen oder nachdem was man in den ersten 100 Tagen umsetzen möchte.
    Wie man trotzdem es geschafft hat die Sendezeit zu füllen bleibt Eurer Phantasie überlassen.

    Und zu Deutschland bzw Bayern: Seit August sind in unserer Gemeinde nachts die Straßenlaternen aus um Geld zu sparen. Es wird versucht 1. und 2. Klassen zusammenzulegen um eine Lehrkraft zu sparen im Gegensatz zu dem Gelaber wie wichtig doch Bildung ust. Im Supermarkt gibts den letzten künstlichen Dreck zu kaufen..... Menschen in Zeitarbeit werden systematisch unfair behandelt. Die Bundesanstalt für Arbeit in Nbg lächelt alles weg...
    Ist das unser Anspruch?

    Das Volk is doch der souverän.
    Also kriegen die Deutschen den Kanzler den sie verdienen.
    Ich in meiner Position kann definitiv mit beiden Leben. Krass wundern werd ich mich allerdings schon wenn es die Merkel mit ihren politischen Akzenten der letzten 4 Jahre nochmal schaffen wird.
    Dann aber die Zukunft wird einschneidend sein - auch für Euch Journalisten. Denn die Verliererparteien dieses Wahlkampfes werden sich das abkucken, auf was das Volk so steht - denn es is ja ultimative Mündig. Bunte, Bild und Gala Journalisten sind dann klar im Vorteil :-)

    • ohopp
    • 10. August 2013 13:31 Uhr

    da haben Sie wirklich recht, und das ist mir am Beispiel Deppendorf besonders aufgefallen. Den nichtsagenden (und das sahen wohl auch die konservativsten Journalisten so, bis auf die Medien ihrer Freundin Friede) Auftritt in der letzten PK nannte er "souverain" und vor 2 Tagen im Kommentar der Tagesthemen zum Thema kamen alle Namen von Steinmeier .. Profalla vor. Der Name Merkel fehlte. Und da wir ja in den letzten 23 Jahren erlebt haben, wie schlimm ein Staat ist, der Bürger überwacht, wundert es schon, dass niemand außer Illner in den ÖR das Thema angemessen diskutiert.

    "...wir bekommen den Wahlkampf, den wir haben sollen und nicht den , den wir haben wollen!!"
    ---
    Was kommt aber direkt nach der Bundestagswahl wirklich?

    Mit dieser nicht gestellten Frage stieße man auf ein Thema, dass den Wahlkampf mit einem Schlag von "lauwarm" auf den Siedepunkt treiben würde. Denn nicht nur Merkel, Schäuble, Rösler & Co ist das Thema "Eurorettungspolitik" mit ihren desaströsen Dauerfolgen auffallend "unwichtig", sondern durchweg allen Etablierten - bis auf die LINKE, deren einzige Fachfrau für das Ökonomische, Sahra Wagenknecht, anscheinend auch zurückgepfiffen wurde, da Gysi mit ROT-GRÜN gemeinsam "Demokratie wagen" will.

    Der gestrige SPIEGELbericht jedoch lässt kaum Zweifel darüber:
    Nach der Wahl wird es für die Steuerzahler so oder so ganz dicke kommen. Egal unter welcher Regierungskoalition:
    http://www.spiegel.de/wir...
    Wobei sich hierin eine weitere Tatsachen verschleiernde Falschmeldung verbirgt:
    "Die Bundesbank rechnet damit, dass es bereits kurz nach der Bundestagswahl ein neues Rettungsprogramm für Griechenland geben wird" .
    Das suggeriert, dass davon dem dafür sich aufopfernden griechischen Staatsvolk auch nur ein Cent zugute käme.

    In Wahrheit werden "systemrelevante" Banken gerettet.
    s. ARTE-Doku. "Staatsgeheimnis Bankenrettung", die belegt, wohin das
    Rettungsgeldes wirklich fließt –
    http://www.tagesspiegel.d...

  2. Es fehlt noch ein Plakat der Grünen

    z. B. Wir brauchen eine Veggie-Day oder so ähnlich.

    Nur keine Aussage mit der man bei irgendjemanden aneckt. So wenig Aussage wie irgend möglich. Eigentlich lese ich aus den Plakaten, bleibt bloß alle zu Hause.

    11 Leserempfehlungen
  3. Diese verlogenen Wahlkämpfe braucht eh niemand mehr. Wir bekommen schon aus der laufenden Legislatur genügend Lügen und Täuschungen um daraus unsere Wahlentscheidung zu treffen.
    Also spart uns das Geld und macht Eure Arbeit so gut Ihr sie nicht könnt.

    6 Leserempfehlungen
  4. Merkel, Steinbrück, Künast, Göhring-Eckardt, Gysi und Trittin. Man könnte meinen das wäre eine Auflistung aus dem Museum.

    Der "Finanzexperte" Steinbrück ist ein abgewählter Parteienländerfürst. Seine Bilanz ist nicht gut. Es sieht aber in der ganzen Partei mau aus weil die Kraft Blase in NRW langsam die Luft ausgeht.

    Die Grünen, die Lieblingspartei der Medien wollen die Volksgesundheit (Veggie-Day, Verbote, Verbote, Verbote) wieder einführen und werden medial unterstützt.

    Zu Frau Alternativlos ist alles gesagt.

    Die FDP ist (auch von den Medien) abgeschrieben worden, man liebst ja die Verbotspartei die Grünen und deren Lobbys.

    Die Linken spielen aufgrund von Grünen und SPD nur eine kleine Oppositionrolle.

    Die Konkurrenz auf der Seite der Union wird knallhart unterdrückt, egal ob Freie Wähler oder Alternative für Deutschland, die Medien sind hier die besten Freunde der Union. Damit bloss nicht die Meinungshoheit der Medien(ver)führer verloren geht.

    Konsequent wäre nur eine Reform der Parteienfinanzierung aber das wäre so wahrscheinlich als ob Abgeordnete Nein zu einer Diätenerhöhung sagen würden.

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    Eben, ich möchte nicht von Frau Künast gesagt bekommen was ich darf, was ich soll und was nicht. Witzigerweise kommt so ein Stuss fast nur von den Frauen, kann mich nicht dran erinnern, dass Joschka sowas verzapft hat. Wahrscheinlich war der immer mit zufielen wichtigen Themen beschäftigt.

    Auch von Herrn Kretschmann habe ich so eine Bevormundung noch nicht gehört. egal wie banal das Thema eigentlich ist, zeigt es doch eine Grundeinstellung.

    • Anony Y
    • 10. August 2013 13:51 Uhr

    Die Linke wird in die Opposition verdrängt durch Grüne und SPD?
    Wie bitte? Als ob die SPD jemals Teile ihrer Sozialthemen durchsetzen wollen würde, außerdem ist die SPD gegen das Bedingungslose Grundeinkommen, dass die FDP von den Medien ignoriert wird ist auch ganz gut diese "liberalen" die gar nicht so liberal sind, durch ihre Marktnähe und Volksferne gehört so schnell wie möglich von da oben weg.
    Zuletzt die tolle AfD ist im Prinzip nur ein Sammelbecken von alt Unionlern und ihr Chef hat schon verlauten lassen, dass der erste Koalitionspartner die Union sei, also wer die AfD wählt, wählt Dr. Merkel. Die einzigen realistischen Alternativen sind Grün (welche uns den Veggie Day vorschlagen...yay), DIe Linken (welche von den meisten Deutschen als böse, böse abgestempelt werden wobei kaum einer genau weiß wieso) und die Piraten (die von den Medien so dargestellt werden als würden sie sich andauernd selbst zerfleischen)

    In der heutigen SZ analysiert Heribert Prantl unter dem Titel
    "Die SPD - 100 Jahre nach August Bebel . Auf der Suche nach der verlorenen Zeit "
    die Grundsatzlosigkeit von Angela Merkel und warum die SPD seit Schröder und Steinbrück - trotz aller Steilvorlagen der Merkel-Regierung - beim Wähler nicht wirklich punkten kann.

    Prantls Kommentar zum "Dilemma der heutigen SPD" gehört m.E. zu den Glanzstücken journalistischer Meinungsbeiträge:
    http://www.sueddeutsche.d...

  5. wirklich? Das kann man sich ja gar nicht vorstellen!
    "bestimmt liegt es auch an den Medien"

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  6. Wahrnehmung geschieht durch Menschen von Menschen. Erschreckend ist, dass keine neuen rebellischen jungen Politiker auf den Schirm treten. Egal ob CDU, SPD, FDP... Politiker, die auch mal Kante zu dem Schwachsinn zeigen, die von ihren Artgenossen, den Etablierten verzapft wird. Die werden aber scheinbar systematisch unten gehalten... Jetzt gab es mal einen Lindner, der ist aber Richtung Land entschwunden.

    Langweilige Leute machen Wahlkampf, was soll da schon raus kommen?

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    "Langweilige Leute machen Wahlkampf, was soll da schon raus kommen?"
    -----------------------------------
    FAST richtig. Die Frage ist nur nicht, WER macht Wahlkampf, sondern FÜR WEN macht man Wahlkampf? DANN wissen Sie, warum er langweilig ist.

    (Unsere) Parteien sind der perfekte Mechanismus, um zu verhindern, dass "neue rebellische junge Politiker" etwas werden können.

  7. 8. Grüne

    Eben, ich möchte nicht von Frau Künast gesagt bekommen was ich darf, was ich soll und was nicht. Witzigerweise kommt so ein Stuss fast nur von den Frauen, kann mich nicht dran erinnern, dass Joschka sowas verzapft hat. Wahrscheinlich war der immer mit zufielen wichtigen Themen beschäftigt.

    Auch von Herrn Kretschmann habe ich so eine Bevormundung noch nicht gehört. egal wie banal das Thema eigentlich ist, zeigt es doch eine Grundeinstellung.

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    Entfernt. Bitte bleiben Sie sachlich und achten Sie auf einen respektvollen Umgangston. Danke, die Redaktion/jk

    ???!
    Und eine Erfindung der Grünen ist die Forderung nach Verzicht auf Fleisch wahrlich auch nicht. Den Katholiken beispielsweise war Fleischgenuss nicht nur in der Fastenzeit von Aschermittwoch bis Ostern verboten, sondern bis in die sechziger Jahre auch jeden Freitag. Auch das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz steht dem fleischlosen Essen weniger zugeknüpft gegenüber, als die ablehnende Reaktion auf den aktuellen Grünen-Vorstoß vermuten lässt. Im Dezember 2009 forderte Ministerin Ilse Aigner höchstselbst die Verbraucher zum Fleischverzicht auf.

    Das CSU-geführte Ministerium gehört auch nach wie vor zu den Förderern der Initiative "Veggietag Hannover". Im Januar 2010 hatte Bremen als erste deutsche Stadt den Donnerstag zum "Veggie Day" erklärt. Ähnliche Initiativen gibt es mittlerweile überall im Lande.
    Fazit: Fälle von Freiheitsberaubung, Gehirnwäsche und veganer Zwangsernährung sind uns im Rahmen der "Veggie Day"- Initiativen bisher nicht bekannt geworden.

    Note: Viel Lärm um nichts (fünf Windmühlen und drei Weihrauchfässer)
    http://www.spiegel.de/pol...

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  • Schlagworte Peer Steinbrück | Angela Merkel | Bundestagswahl | Wahlkampf
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