Klicken Sie auf das Bild, um die Grafik als PDF herunterzuladen. © Nora Coenenberg/Christoph Drösser

"Tag clouds" sind ein beliebtes Mittel im Netz, um die Häufigkeit von Wörtern in großen Texten darzustellen. Es gibt dafür automatisierte Programme, die auch gleich die häufigsten deutschen Wörter wie Artikel und Pronomen aussortieren (wir haben für diese Seite den Dienst wordle.net genutzt). Fängt man mit dieser Methode den Charakter eines Textes ein? Sieht man anhand der Wortwolke, wovon er handelt? Das wollten wir anhand von einigen dicken Romanen überprüfen. Mal haben wir die häufigsten 150 Wörter verwendet, mal nur 10. Ein Roman, in dem ein Wal eine wichtige Rolle spielt, ein Schiff und ein Kapitän? Nicht so schwer zu erraten, jedenfalls leichter als die Geschichte, von der man nur die Wörter "Kind", "sei", "mehr", "New", "wurde" und "konnte" kennt. Wahrscheinlich spielt New York eine Rolle, aber sonst? Da helfen nur die Eigennamen "Cresspahl", "Gesine", "Marie" und "Jerichow" weiter. Deshalb haben wir uns auch entschieden, die Namen nicht aus den Wolken zu streichen – es wäre sonst einfach zu schwer oder gar unmöglich gewesen.