Serie Wochenmarkt : Die vollkommene Aubergine

Die Grünen fordern einen Veggie-Day und wir präsentieren ein köstliches vegetarisches Gericht aus Sizilien: Caponata. Es besticht durch Aubergine und Tomaten.

Der Vegetarier ist gesellschaftlich so akzeptiert wie die kinderlos bleibende Frau: Ist schon okay, aber andererseits kann doch da irgendwas nicht stimmen. Der Wochenmarkt möchte seine Leserinnen und Leser gern spielerisch an die Einsicht heranführen, dass man sich niemals über das definieren sollte, was fehlt. Das ist eine Weisheit fürs Kochen und fürs Leben. Zur Veranschaulichung stellen wir hier ein vegetarisches – ja, sogar ein veganes – Gericht vor, das in sich vollkommen ist, als gäbe es so etwas wie Fleisch gar nicht: die Caponata.

Das ist ein sizilianisches Gemüsegericht, das vor allem aus Auberginen und Tomaten besteht, eine süßsaure Note durch Rosinen, Essig und Kapern bekommt und sowohl kalt als auch warm zu geröstetem Weißbrot schmeckt.

Die Auberginen werden der Länge nach halbiert und 15 Minuten lang in kaltes Wasser eingelegt. Würfeln. In einer großen Pfanne wird das Olivenöl erhitzt. Die Auberginenwürfel darin dünsten, bis sie fast gar sind, aber noch nicht zerfallen. Zwiebel und Sellerie dazugeben. Ungefähr 15 Minuten lang weiterdünsten. Dann Kapern und Rosinen dazugeben sowie Tomaten, Oregano und Essig. Salzen und pfeffern. Bei kleiner Hitze soll das Ganze einkochen, was ungefähr 15 Minuten dauert. Die Caponata soll eine sämige Konsistenz haben.

Alle Wochenmarkt-Rezepte © Miguel Medina/AFP/Getty Images

Am Ende wird mit Essig und etwas Zucker abgeschmeckt. Vor dem Servieren die Petersilie darübergeben. Mandelblättchen oder Pinienkerne in einer Pfanne ohne Fett rösten und ebenfalls über die Caponata geben.


Caponata
(für 4 Personen)

Olivenöl
2 Auberginen
1 Zwiebel (gehackt)
3 Stangen Sellerie (in Scheiben geschnitten)
1 Bund Petersilie (gehackt)
2 EL Kapern
1 EL Rosinen
1 Dose geschälte Tomaten
1 TL getrockneter Oregano
2–3 EL Essig
Salz, Pfeffer
etwas Zucker
2 EL Mandelscheibchen oder Pinienkerne (kurz in der Pfanne geröstet)
ein paar Scheiben geröstetes Weißbrot

In der Tablet-App DIE ZEIT: Die Zubereitung der Caponata im Video

Kommentare

61 Kommentare Seite 1 von 4 Kommentieren

Regulierung macht den Preis

Und wenn die Tierschützer vorschreiben das ein Mastschwein 4 Jahre in Bummelmast gemästet werden muss (und dadurch viel mehr Futter verbraucht), einen perönlichen Streichler und Masseur hat, in einem Naturnahen Habitat (Waldähnlich, maximal 20 Schweine pro Quadratkilometer). Wenn man auf Gentechnik verzichtet, auf Düngerung verzichtet, auf Pflanzenschutz verzichtet, dann wird der Preis sich schon da einstellen wo Sie ihn haben wollen.

Wer kommt?

"kämen wir mit dem erhobenen Zeigefinger"

Wer ist dieses "wir"? Darf ich ganz freundlich darum bitten, mich nicht dazuzuzählen? :)

Ich weiß ja, worauf Sie hinauswollen, aber es ging mir gar nicht darum, dass es in Zukunft wohl noch deutlich mehr Probleme mit deutlich mehr Fleisch konsumierenden Menschen geben wird. Und dass es eine Menge aufstrebender Länder gibt, das habe ich längst registriert, ja.