Deutschlandkarte : Begrüßungsgeld für Studenten

Zum Studienbeginn einen Bonus von der Stadt erhalten klingt verlockend. Und ist in einigen Teilen Deutschlands üblich. Wo, zeigt die Karte.

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Wenn sie gerade angefangen haben zu studieren, scheuen Studenten gewöhnlich den Gang zum Einwohnermeldeamt. Es gibt Wichtiges zu tun in den ersten Tagen, Ersti-Partys, Ikea-Einkäufe – wäre doch schade, die eben erst erlangte Freiheit durch Ämtergänge zu vergeuden.

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Für die Städte ist das jedoch zum Nachteil, ihnen entgeht viel Geld durch den Länderfinanzausgleich. Also haben sie vor ein paar Jahren das studentische Begrüßungsgeld erfunden: Wer sich anmeldet, bekommt einen Bonus. Offenbar hoffen einige Städte, das Geld möge auch Studenten anlocken, die sonst gar nicht gekommen wären. Es fällt auf, dass der Süden sich eher zurückhält. Wenn dort was verschenkt wird, sind es eher Gutscheine (für die Busse oder das Hallenbad). 500 Euro jedoch, so viel auf einmal wie nirgends sonst, bekommen Studenten der FH Furtwangen, die nach Gütenbach ziehen, sieben Kilometer entfernt. So viel Geld ist aber auch ein Signal für alle Studenten: Achtung, da kommt nach den Ersti-Partys nicht mehr besonders viel.

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Kommentare

17 Kommentare Seite 1 von 3 Kommentieren

Unistädte kriegen den Hals nicht voll

"Profitieren würde die Stadt dann aber entweder vom Erstwohnsitz (Mittelzuweisung an die Stadt) oder von der Zweitwohnsitzsteuer, soweit vorhanden." Und das ist das Überflüssige an der ganzen Sache. Da wird Aufwand betrieben um an zusätzliche Gelder zu kommen - obwohl die Städte selbst schon massiv von ihren Hochschulen profitieren. Man bekommt den Hals nicht voll, auf Kosten der Studenten und Umfelds ohne Hochschule.