Wochenmarkt : Sommer im Glas

Die ersten Blätter fallen von den Bäumen, der Herbst naht. Für alle, die das melancholisch stimmt, ist dieses Rezept: Tomaten-Chutney verlängert den Sommer.

Nach dem Sommer kommt der Herbst. Dieser Umstand löst Anfang September bei vielen Fassungslosigkeit und Betroffenheit aus. Dabei ist es eigentlich nichts Neues. Niemand kann behaupten, davon nichts gewusst zu haben. Aber uns vom Wochenmarkt lässt es natürlich auch nicht kalt, dass die vielen hübschen grünen Blätter bald alle matschig in der Gosse liegen werden. Grausame Gesetze der Natur. Wir spielen ihr einen Streich, indem wir die süßen Sommertomaten zu einem Chutney einkochen, das wir in ein paar Wochen vor dem Kamin zu einem Steak oder zu altem Käse essen werden, während der Regen draußen gegen die Fenster prasselt.

Alle Wochenmarkt-Rezepte © Miguel Medina/AFP/Getty Images

Das Rezept ist einfach. Die Zutaten werden eine ganze Weile bei wenig Hitze eingekocht, und durch den Zucker bekommt die Soße eine marmeladige Konsistenz. Die Zwiebeln fein schneiden, Tomaten grob hacken. Knoblauch in feine Scheiben schneiden. Die Kerne der Chilischote entfernen und die Schote in feine Ringe schneiden. Ingwer schälen und fein hacken. Koriandersamen im Mörser zermahlen. Alles wird in eine beschichtete Pfanne gegeben. Hinzu kommen außerdem Apfelessig, Zucker, Salz und Pfeffer. 40 Minuten lang einkochen. Am Ende mit Essig und Zucker abschmecken, bis das Chutney so schmeckt, wie man sich das vorgestellt hat.

Das heiße Chutney gibt man in ein Marmeladenglas, das man vorher mit heißem Wasser ausgespült hat. Das Glas verschließen. Das Chutney hält sich ungeöffnet im Kühlschrank vier Wochen.

Tomatenchutney

250 g rote Zwiebeln
500 g Tomaten
5 Knoblauchzehen
1 Chilischote
1–2 cm großes Stück Ingwer
1 EL Koriandersamen
75 ml Apfelessig
100 g brauner Zucker
Salz, Pfeffer

Kommentare

34 Kommentare Seite 1 von 3 Kommentieren

Einwecken/@13

Einwecken ist ein guter Vorschlag, finde ich. Wir haben uns angewöhnt, viele Obst- und Beerensorten aus dem Garten einzuwecken bzw. Säfte daraus zu machen und diese dann zu "sterilisieren". Extrem gut: kaltgepresster Saft aus Frühäpfeln, eingeweckt. Er wird nie heisser als 75 Grad C uns schmeckt dadurch richtig frisch.
Bzgl. der Chutneybereitung denke ich, dass die Anbrat- und Reduzierungsprozedur dafür sorgt, dass keine besorgniserregende Menge humanpathogener Mikroorganismen überlebt. Wie beim "Einwecken" üblich, zügig in heiss ausgewaschene Gläser gefüllt und unverzüglich verschlossen, werde ich mein Chutney 30 Min bei 75 Grad haltbar machen. Diese Temperatur und die recht kurze Zeit werden dem Geschmack nicht schaden und ich bin - für mich und meine Familie - gewiss auf der sicheren Seite. Für Dritte keine Gewähr!!!
Abschließend danke für diese schöne Anregung an die Redaktion und die Frage, ob so exzessiv viel Knobi sein muss.