ZEITmagazin: Ms Santo Domingo, in New York liegt alles vor der Haustür. Welchen Komfort vermissen Sie auf Reisen?

Lauren Santo Domingo: Ich bin von den Taxis verwöhnt. In Europa scheinen sie nie dort zu sein, wo man sie braucht. Muss man sie rufen? Gibt es Taxistände? Wann ist ein Taxi frei oder besetzt? Hier stehen sie einfach in Sekundenschnelle vor einem.

ZEITmagazin: Wo kaufen Sie ein, wenn Sie etwas Besonderes für Ihre Garderobe suchen?

Santo Domingo: Modeboutiquen und Kaufhäuser langweilen mich. Ich entdecke lieber Dinge, die ich nicht überall bekomme. Auf dem Antikmarkt in Chelsea finde ich immer etwas Außergewöhnliches. Ich mag De Vera Objects und FD Gallery – hochwertige Auswahl, entsprechende Preise.

ZEITmagazin: Welche Spezialanfertigung bekommt man nur hier?

Santo Domingo: Soraya Silchenstedt, die für Finn Jewelry entwirft, macht auf Wunsch wunderbare Einzelstücke.

ZEITmagazin: Je länger man in einer Stadt lebt, umso mehr eignet man sich ihren Stil an. Wenn Berlin für lässige Bequemlichkeit – Parka und Nike Free Runs – steht, für welche Attitüde steht New York?

Santo Domingo: Was sind Nike Free Runs?

ZEITmagazin: Welche Modedesigner verkörpern den Stil der Stadt?

Santo Domingo: Jack McCollough und Lazaro Hernandez von Proenza Schouler haben einen einzigartigen Blick und riskieren etwas. Wir drei haben zur gleichen Zeit in der Modebranche angefangen und sind sozusagen zusammen aufgewachsen. Sie entwerfen jede Saison unvermeidlich das, was ich tragen möchte. Spannend finde ich auch, was die beiden Designerinnen von Cushnie et Ochs machen. Ihre Kleider sind sehr freizügig, sehr sexy und sehr modern.

ZEITmagazin: Was kann man sich von den klassischen Stilikonen New Yorks bis heute abschauen?

Santo Domingo: Carolyn Bessette-Kennedy und Nan Kempner sind eine große Inspiration – echte amerikanische Schönheiten, die keine Scheu hatten, sich großer Mode hinzugeben. Das liebe ich am Leben in New York: Es gibt so viele Anlässe, sich herauszuputzen!

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ZEITmagazin:
Sie haben den Ruf, eine hervorragende Gastgeberin zu sein. Wo finden wir ein Gastgeschenk?

Santo Domingo: Ich würde im Gagosian Art Store suchen.

ZEITmagazin: Unerlässlich, bevor Sie auf eine Party gehen?

Santo Domingo: Der Hairstylist Wesley O’Meara ist mein Mann für besondere Anlässe. Zum Haareföhnen, dem typischen blow-out , gehe ich alle paar Tage zu Dream Dry. Die haben praktischerweise einen Salon unter meiner Wohnung.

ZEITmagazin: Sollten Sie New York jemals verlassen, was würden Sie mitnehmen?

Santo Domingo: Oh, aber ich würde doch niemals woanders hinziehen.