KlimawandelNoch mal erschrecken!

Der renommierte Forscher Stephen Emmott will das Publikum mit Fakten zum Klimawandel aufrütteln. Ob das hilft? von Harald Welzer

Die erste Geschichte: Vor Jahren war ich auf einer "Open-Space-Konferenz" zur Lage des Klimas. "Open Space" heißt, dass weder die Themen im Detail festgelegt sind noch die Referenten. Man meldet in Abstimmungsrunden thematische Workshops an, erläutert kurz, was man dort zu bearbeiten gedenkt, und schaut, wie viele Leute das interessant finden. Workshops gab es zum Thema Forschungsförderung, zu Szenarien der künftigen Klimaentwicklung, zu "Kultur und Klimawandel" und einen weiteren, vorgeschlagen von einem britischen Kollegen, zum Thema What if we fail?. Dabei sollte es um die Frage gehen, welche soziale und politische Situation man zu erwarten habe, wenn eintritt, was die Klimaforschung mit überwältigender Evidenz prognostiziert: vermehrte Extremwetter-Ereignisse, Anstieg der Meere, Schmelzen des arktischen Eises und so weiter. Klar, dass solch eine Entwicklung die geopolitische Architektur heftig in Turbulenzen stürzen würde. Daher die Frage: Was ist, wenn wir recht haben? Die meisten angebotenen Workshops der Konferenz waren gut besucht. Bei dem des britischen Kollegen waren nur zwei Teilnehmer: er selbst und ich.

Die zweite Geschichte: Im vergangenen Jahr fand in Hannover eine wissenschaftliche Tagung statt, weil sich das Erscheinen des Berichts Grenzen des Wachstums zum 40. Mal jährte. Mehr als 160 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus allen Teilen der Welt kamen, um ein Resümee zu ziehen, wo man heute stehe. Dennis Meadows höchstselbst hielt den Eröffnungsvortrag und teilte den Anwesenden mit, dass er heute keinen Pfad zu einer nachhaltigen Entwicklung mehr sehe. Zu viel sei irreversibel ausgebeutet, zerstört, vermüllt, überlastet worden, als dass ein Umsteuern noch möglich sei. Die einzige Strategie, die er noch empfehlen könne: Stellt euch auf extrem wachsenden Stress ein, macht euch für die kommenden Krisen bereit, trainiert eure Widerstandskräfte. Die Reaktion der Zuhörer: donnernder Applaus. Die Konsequenz für den weiteren Verlauf der Tagung: keine. Alle hielten sie ihre vorbereiteten PowerPoint-Vorträge, fast alle mit katastrophalem Ausblick. Die Klimaerwärmung schreitet so ungebrochen voran wie das Bevölkerungswachstum, die Überfischung der Meere, die Übernutzung der Böden. Alle Redner beendeten ihre Vorträge mit der dringenden Aufforderung, "sofort zu handeln", um das Schlimmste noch zu verhindern.

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Die dritte Geschichte: In London ist letztes Jahr am Royal Court Theatre mit großem Erfolg ein Bühnenstück aufgeführt worden, das Ten Billion heißt und im Wesentlichen darin besteht, dass jemand alle wichtigen Fakten zum drohenden Kollaps deklamiert. Das Stück endet nicht tröstlich. Kurz vor Schluss fasst der Autor und Rezitator Stephen Emmott bündig zusammen: I think we’re fucked. Emmott leitet hauptberuflich ein Microsoft-Labor für rechnergestützte Naturwissenschaft und lehrt außerdem in Oxford. Da kommt also einer aus dem Establishment, stellt sich auf eine Bühne und gibt die absehbare Katastrophe als Stück. Die Leute sind tief betroffen, das Buch ist ein Bestseller, Emmott ein Star. Und jetzt die heiße Frage: Wie viele derjenigen, die das wahrlich erschütternde und gut gemachte Stück gesehen oder das gleichermaßen aufrüttelnde Buch gelesen haben, werden aus dem ästhetischen Erlebnis eine praktische Folgerung ziehen?

Das ist die interessante Frage an Emmotts Experiment: Ist die ästhetische Übersetzung der Daten ein Mittel, das die Leute endlich dem glauben ließe, was sie wissen? Der tief greifende Bewusstseinswandel, der in den westlichen Ländern stattgefunden hat, hat ja nie wirklich das Handeln erreicht: Jedes Jahr gibt es einen neuen Rekord im Material- und Energieverbrauch, in den Emissions- und Müllmengen. Deshalb ist Emmotts Versuch, den Weg der wissenschaftlichen Aufklärung zu verlassen, zu begrüßen, denn inzwischen sind all die Nachrichten, Statistiken und Diagramme zum Niedergang der Zukunftsaussichten in die kommunikativen Benutzeroberflächen moderner Gesellschaften eingepreist. Es hat sich eine Besorgnisindustrie etabliert, die Realängste bewirtschaftet, die aus den Daten resultieren sollten. Sie kanalisiert die Ängste, bis jeder in die Rhetorik des "Wenn wir nicht ..." einstimmt, die aber nur die Ornamentik zum ungebrochenen Weitermachen liefert. Das heißt: Die Besorgnis hat einen anderen sozialen und politischen Ort als die Produktion, der Konsum einen anderen als das Bewusstsein, und deshalb geht alles so weiter wie gehabt. Bis es eben nicht mehr weitergeht.

Wenn dem so ist, so Emmotts Ansatz, muss man das Problem ästhetisch angehen, in ein Drama übersetzen, in dem die Zuschauer das bewegende und verursachende Element darstellen und in dem kein Deus ex Machina erscheint, der das Unheil abwendet – "we’re fucked" . Dass aus dieser Formulierung in der Übersetzung ein gemütliches "Ich glaube, wir sind nicht mehr zu retten" geworden ist, läuft dem kathartischen Prinzip zuwider, das Emmott verfolgt. In der Originalfassung treibt die Aufzählung aller beunruhigenden Fakten auf ein Finale zu, das keine Hoffnung auf einen guten Ausgang mehr vorsieht. Im Gegenteil: Das Stück endet noch schlimmer, weshalb ich das Ende hier nicht verrate. Das Publikum wird alleingelassen mit dem, was es anrichtet, weil es niemanden als dieses Publikum gibt, das davon ablassen könnte, weiterzumachen.

Emmotts Hinweise auf das Mögliche bleiben vage: Nur eine radikale Verhaltensänderung und eine diese nachvollziehende und unterstützende radikal veränderte Politik könnten noch das Schlimmste verhindern. Aber Emmott glaubt nicht daran, dass so etwas geschehen könnte: "Nichts deutet darauf hin, dass dies gerade geschieht oder irgendwann geschehen wird. Ich glaube, alles wird einfach so weitergehen wie bisher." In der ästhetischen Logik des Stücks ist angelegt, dass nirgends Hoffnung aufscheint. Insofern erzeugt Emmotts atemlose Aufzählung den Schock der Ausweglosigkeit, aus dem wohl der Impuls zur radikalen Veränderung entstehen soll. Das ist eine Strategie der paradoxen Intervention. Dumm ist nur, dass die selbst gemachte Apokalypse eben keine ist, die unterschiedslos alle trifft. Sondern sie zieht sich über Jahrzehnte hin und bleibt gerade für diejenigen unernst und unwirklich, die noch davon profitieren, dass alles so weitergeht. Man mag der Emmottschen Katharsis allen Erfolg wünschen. Auf ihre Wirkung vertrauen sollte man nicht.

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Leserkommentare
  1. Dem Kollegen Emmott geht es wie allen Menschen: je mehr vor der Katastrophe gewarnt wird, in desto weitere Entfernung rückt sie im Bewußtsein der Betroffenen, bis sie nur noch als ästhetischer Grusel erlebt wird. Schreckensszenarien (wie vom Institut für Klimaforschung Potsdam e.V.) sind deshalb kontraproduktiv von dem Moment, wo sie die Massen aufrütteln sollen. Das sich die Wissenschaft seriös damit zu beschäftigen hat und sich nicht im Entwerfen aller möglichen Katastrophen aus Konkurrenzgründen übernimmt - keine Frage. Und das Forschung auf jenen Gebieten erforderlich ist, die Methoden und Produkte zur Verhaltensänderung bereitstellt, ist auch so sicher wie das Amen in der Kirche. Hier aber ist in der Vergangenheikt aber offensichtlich zuviel versäumt worden. Statt Katastrophenbilder zu malen, müssen innovative Produkte für Jedermann her. Erst dann wird Verhaltensänderung wahrscheinlich.

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    ...heraufbeschwören war schon von jeher ziemlich sinnlos, da stimme ich zu. Wie sollte es auch anders sein, wenn sich der Prozess über Jahrzehnte und Jahrhunderte zieht und gerade dort zuschlägt, wo es die Hauptschuldigen nicht spüren: In einem anderen Land und/oder der Zukunft.
    Interessanter finde ich da schon die Reaktion des Ottonormalbürgers auf direktere Umweltprobleme, wie z.B. die immer weiter steigende Aufkonzentrierung von Östrogen im Trinkwasser der Großstädte (der Pille sei Dank). Die meisten wissen es nicht mal und wären nachher vermutlich auch froh, nie davon gewusst zu haben. Doch siehe da: plötzlich fragen selbst die beschränktesten Leute, um ihre Fruchtbarkeit besorgt, was man da denn tun kann. Probieren Sie es aus. Erzählen Sie anderen davon und warten Sie die Reaktionen ab ;) SO sollte man vorgehen.

  2. ...und dieser aktuelle Klimawandel ist sogar hauptsächlich dem Menschen zuzuschreiben. Alle Erhebungen deuten mit immer höherer Konfidenz darauf hin. Worauf jedoch nichts signifikantes hindeutet ist, dass das alles eine globale Katastrophe sein muss. Lokal wird es durchaus für Menschen katastrophale Ereignisse geben, der Meeresspiegel wird steigen, usw.
    Es gibt jedoch auch andere Aspekte. Was ist dagegen einzuwenden, wenn z.B. arktische Gebiete wieder mit gemäßigterem Klima aufwarten können?. Da ist ja genug Potenzial da.
    Ich denke nicht, dass das globale Ökosystem insgesamt so furchtbar unter diesem Klimawandel leiden wird. Was mit der Menschheit passiert, ja da wird es einigen Änderungsbedarf in den Gesellschaftsstrukturen geben müssen, weltweit, aber dieser Bedarf ist aus anderen Gründen sowieso schon längst vorhanden, ohne Klimawandel.

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    • hermse
    • 14. September 2013 18:34 Uhr

    Wenn artische Gebiete wärmer werden, hat dies katastrophale Folgen! Wenn der Permafrostboden der arktischen Gebiete auftaut, werden etliche millionen Tonnen Methangas freigesetzt. Dieser ist noch im Permafrost eingeschlossen und kann nicht in der Atmosphäre wirken. Da Methan leider 22mal stärker den Treibhauseffekt anheizt als CO2 dies tut, kann man auch hier ganz klar sagen:
    We are fucked!
    Außerdem werden so weitere fossile Energieträger zugänglich die vorher unmöglich wirtschaftlich auszubeuten waren. Das dreht die Spirale ebenfalls schneller und schneller.

    Ein weiteres Beispiel (Gott sei dank sehr viel weniger Folgenreich) Insekten die tropische Krankheiten verbreiten, können weiter nach Norden vordringen. So könnten wir uns in Europa bald mit Krankheiten die es hier noch nie gab auseinandersetzen.

    ... für Mitteleuropa sieht sogar blendend aus. Das Problem bei zahlreicher werdenden, lokalen Katastrophen: Flüchtlinge.

    Ich kann mich noch gut erinnern wie hierzulande in den 90ern wegen den zwei, drei extra Asylbewerbern überreagiert wurde. Und Das stellen Sie sich jetzt mal zehn vor.

    • europat
    • 14. September 2013 16:58 Uhr

    Die Erwartung des Untergangs, oder in religiösen Sinne, des jüngsten Tages, und die Vorbereitung darauf sind unteilbar mit dem Menschen verbunden, seit er mit der Last der Erkenntnis den tierischen Garten Eden verließ. Das menschliche Gehirn ist gleichzeitig Vorbote und Organisator des evolutionären Auslaufmodels. De facto wird der Mensch nicht von seinem natürlichen Umfeld, wie z.B. Klima bzw. Klimaveränderungen bedroht, sondern er schafft sich die Bedrohungsszenarien als Erklärungsmodel für seine eigene Unzulänglichkeit.

    Bevor Klimawellen die Menschen unter sich begraben, werden sie sich schon lange vorher den eigenen Garaus gemacht haben.
    Die Apokalypse als finaler Akt ist eher unwahrscheinlich, vielmehr ist sie ein Model der Hinwendung bzw. ein Wegbereiter. Der Beschleuniger und Erfüllungsgehilfe auf diesem Weg wird eher die eigene auferlegte genetische und psychosomatische Deformierung sein, einhergehend mit kriegerischen Auseinandersetzungen.

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  3. Der Klimawandel ist nicht rückgängig zu machen. Der Natur, der Erde ist das in geschichtlichen Dimensionen egal. In den letzten paar Milliarden Jahren gab es das schon ein paar Mal. Die Natur erholt sich immer wieder.

    Nur die Lebensbedingungen der Menschen verschlechtern sich permanent, auch durch deren kurzsichtige Betrachtung des Themas. Die Menschheit wird sich irgendwann selbst erledigt haben, ob nun durch Umweltprobleme, atomaren Overkill, Überbevölkerung oder sonstwelche menschengemachten Auslöser.

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    • hermse
    • 14. September 2013 18:34 Uhr

    Wenn artische Gebiete wärmer werden, hat dies katastrophale Folgen! Wenn der Permafrostboden der arktischen Gebiete auftaut, werden etliche millionen Tonnen Methangas freigesetzt. Dieser ist noch im Permafrost eingeschlossen und kann nicht in der Atmosphäre wirken. Da Methan leider 22mal stärker den Treibhauseffekt anheizt als CO2 dies tut, kann man auch hier ganz klar sagen:
    We are fucked!
    Außerdem werden so weitere fossile Energieträger zugänglich die vorher unmöglich wirtschaftlich auszubeuten waren. Das dreht die Spirale ebenfalls schneller und schneller.

    Ein weiteres Beispiel (Gott sei dank sehr viel weniger Folgenreich) Insekten die tropische Krankheiten verbreiten, können weiter nach Norden vordringen. So könnten wir uns in Europa bald mit Krankheiten die es hier noch nie gab auseinandersetzen.

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    ...die heutige Arktis schon immer Permafrostgegend war. Nein, dieses Argument zählt für mich überhaupt nicht. Und fossile Energiequellen sind sowieso schon zum größten Teil verbrannt. Da macht das "bisschen" in der Arktis auch nichts mehr gravierendes. Der momentane Klimawandel ist jetzt wohl irreversibel und nichts einmaliges in der Erdgeschichte. Und viele sogenannte Tropenkrankheiten kamen in Europa auch schon immer vor. Nur die heutige Medizinwissenschaft konnte diesen lokal größtenteils Einhalt gebieten, weil das Geld ja entsprechend verteilt war, global betrachtet. Ich wiederhole, die weltweite Gesellschaftstruktur muss sich wandeln, sonst kommt die ganz große humane Katastrophe, ob mit oder ohne Klimawandel.

  4. Bei der Behandlung der Thematik trifft man oft auf eine Methode, für einzelne Problem Lösungen vorzuschlagen, zum Teil auch recht anspruchsvolle science fiction, und dann tröstet man sich mit der Vorstellung: geht doch!
    Nun gibt es aber zahlreiche gravierende Probleme und Klimawandel ist nur eines davon, der wiederum zahlreiche Einzelprobleme beinhaltet, z.B. CO2 in den Ozeanen, über das selten gesprochen wird.
    Aber wir wissen nicht, wie sich all diese einzelnen Problemfaktoren gegenseitigt beeinflussen. Da kann es durchaus böse Überraschungen geben, wenn sich ungünstig Ereignisse häufen und eine Kaskade von weiteren negativen Ereignisse, Katastrophen auslösen. Die Menschheit schnippselt immer größere Löcher ins ökologische Netz, wie lange trägt es uns noch? Wollen wir es wirklich, learning by doing, herausfinden?

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    • Coiote
    • 15. September 2013 2:42 Uhr

    "Wollen wir es wirklich, learning by doing, herausfinden?"

    Es wird Ihnen zwar nicht gefallen, aber genau das wollen wir, der größte Teil der Menschheit! Die Angstszenarien sind verbraucht, und die Menschheit hat viel größere Angst vor wirtschaftlichen Katastrophen, da sie ja auch jüngst viel mehr unter wirtschaftlichen Kriesen gelitten haben. Auf eine eventuelle Klimakatastrophe will man es eher ankommen lassen. Sie haben den Text doch gelesen. "Es hat sich eine Besorgnisindustrie etabliert [...]", die wegen inflationärem Gebrauch nun mal inzwischen recht unwirksam ist. Und auch Sie machen dabei mit Ihrer bedrohlich beabsichtigten Andeutung mit.

    Die Glaubwürdigkeit ist dahin, und hinter den Ausspruch "we are fucked!" setzen nun viele mindestens 3 dicke Fragezeichen. So sieht es nun mal aus.

  5. 7. Mensch

    Unterhalten sich zwei Planeten:
    Ich habe Menschen. Ist nicht so schlimm, geht nach ein paar tausend Jahre vorbei.
    Klimawandel:
    Eine Eiszeit ist wieder an der Reihe, aber davor gibt es eine Warmzeit.

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    • Coiote
    • 15. September 2013 2:45 Uhr

    "Unterhalten sich zwei Planeten: Ich habe [...]"

    Der hat aber sooo einen Bart, dass selbst Miraculix neidisch wäre.

    ... noch erzählt muss die letzten 40 Jahre in der Arktis verbracht haben.

  6. ...die heutige Arktis schon immer Permafrostgegend war. Nein, dieses Argument zählt für mich überhaupt nicht. Und fossile Energiequellen sind sowieso schon zum größten Teil verbrannt. Da macht das "bisschen" in der Arktis auch nichts mehr gravierendes. Der momentane Klimawandel ist jetzt wohl irreversibel und nichts einmaliges in der Erdgeschichte. Und viele sogenannte Tropenkrankheiten kamen in Europa auch schon immer vor. Nur die heutige Medizinwissenschaft konnte diesen lokal größtenteils Einhalt gebieten, weil das Geld ja entsprechend verteilt war, global betrachtet. Ich wiederhole, die weltweite Gesellschaftstruktur muss sich wandeln, sonst kommt die ganz große humane Katastrophe, ob mit oder ohne Klimawandel.

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    Antwort auf "Einwand"
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    Mag ja sein, aber da standen ja auch nicht 7 Milliarden Menschen im Weg rum, sondern nur ein paar Büffel. Diese "gabs schon" - Aussage höre ich oft, und Sie ist an Kaltschnäuzigkeit kaum zu überbieten.

    • hermse
    • 17. September 2013 8:53 Uhr

    Gott sei dank ist es auch völlig unerheblich, ob das Argument für sie zählt. Wer so irgnorant ist, der hat in dieser Sache sowieso nichts beizutragen.

    Das z.B. die gesamte sibrische Tundra mit etlichen Millionen km2, komplett aus Permafrost besteht und langsam aber sicher auftaut, ist wissentschaftlicher Fakt. Da geht es nicht um Glauben und Prognosen, sondern das ist mit dem bloßen Auge sichtbar.

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  • Schlagworte Klimawandel | Energieverbrauch | Apokalypse | Bevölkerungswachstum | Überfischung | Übersetzung
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