Emckes ExpeditionenIch wähle

Nicht zu wählen gilt im Moment als politische Aktion. Für unsere Autorin ist das Unfug – ihre letzte Expedition unserer Reihe wird sie an die Wahlurne führen. von 

Ich möchte lieber. Es scheint cooler zu sein dieser Tage, "Ich möchte lieber nicht" zu sagen, es scheint sogar altmodisch zu sein, zwischen "Ich möchte lieber" und "Ich möchte lieber nicht" überhaupt noch einen Unterschied zu erkennen, aber: Ich möchte lieber.

"Ich möchte lieber nicht", heißt es in Herman Melvilles Erzählung Bartleby der Schreiber von 1853. "I prefer not to", entgegnet der Schreiber Bartleby seinem Arbeitgeber, einem New Yorker Anwalt, bei dem er als Kopist angestellt ist, und verweigert dessen Aufträge, ohne zu sagen, was er denn möchte. "Ich möchte lieber nicht", dieser leise und unerbittlich wiederholte Satz von Bartleby ist zur berühmten Formel für einen Gestus des sanften Widerstands geworden.

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Es mehren sich die Stimmen, die diesen Gestus zu zitieren scheinen, indem sie das "Nichtwählen" zur radikalen Verweigerung eines politischen Systems erklären, in dem die Parteien verwechselbar, die Programme austauschbar und die Wahlen keine Wahlen seien.

Ich halte das, mit Verlaub gesagt, für Bullshit.

Diese Wahlen sind Wahlen. Die These von der Austauschbarkeit und Verwechselbarkeit der Parteien und ihrer Programme ist so hanebüchener Unfug, dass der Verdacht aufkommen kann, die Wahlkampfmanager der CDU hätten sie in Umlauf gebracht. Wer den Status quo erhalten will, braucht nur zu behaupten, diese Wahlen machten keinen Unterschied oder, schlimmer noch: Wählen oder Nichtwählen mache keinen Unterschied. Das ist nicht nur sachlich falsch, sondern auch politisch obszön.

Warum die Wahlen einen Unterschied machen? Wenn Sie mehr Videoüberwachung an öffentlichen Plätzen wollen, dann sollten Sie CDU wählen. Das gibt es als Forderung nur bei der CDU. Da ist sie unverwechselbar.

Wenn Sie keinerlei Lobbykontrolle wollen, kein Lobbyregister, keine Parteispenden-Deckelung, dann sollten Sie CDU oder FDP wählen. Diese Fragen tauchen in deren Programmen nicht auf. Wenn Sie keinen flächendeckenden Mindestlohn wollen, dann sollten Sie FDP wählen. Da ist sie keineswegs austauschbar. Wenn Sie etwas wollen, das so tut, als sei es ein flächendeckender Mindestlohn, aber nur für tarifvertragslose Branchen und Regionen gilt, dann sollten Sie CDU wählen.

Wenn Sie wollen, dass Frauen eher zufällig an Machtpositionen gelangen, wenn Sie grundsätzlich daran interessiert sind, dass so wenig wie möglich soziale Ungerechtigkeiten, Schicksal oder Krankheit oder Herkunft solidarisch aufgefangen und ausbalanciert werden, wenn Sie Empathie grundsätzlich für eine individuelle oder gesellschaftliche Pathologie halten, dann und nur dann sollten Sie FDP wählen. Darin ist sie unverwechselbar.

Wenn Sie wollen, dass die Unantastbarkeit der Würde nur für Sie selbst und niemals für andere gilt, wenn Sie wollen, dass Heterosexuelle mehr Rechte haben als Homosexuelle, wenn Sie eine Regierung wollen, die aus Überzeugung andere so lange diskriminiert, bis sie vom Bundesverfassungsgericht daran gehindert wird, dann sollten Sie CDU wählen.

Wenn Sie kein Problem damit haben, Leopard-2-Panzer in Länder mit demokratisch fragwürdiger Legitimation zu liefern, und auch keins damit, einige Jahre später einem Auslandseinsatz der Bundeswehr in eben einem solchen Land zuzustimmen, weil sie die Zivilbevölkerung dort nach der responsability to protect-Doktrin vor Ihren eigenen Waffen schützen müssen, dann spielt es auch keine Rolle, ob Sie wählen gehen oder nicht.


Leserkommentare
    • miakoo
    • 19. September 2013 14:51 Uhr
    1. "Like"

    Ich mag Emcke!
    Und nicht-Wählen halte ich ebenfalls für Schwachsinn.
    Für wen sollte denn das nicht-Wählen ein Denkzettel sein?
    Als ob sich die Parteien dann verbittert gemeinsam an einen großen Tisch setzen und überlegen: "Oh Mann, oh Mann,... was sollen wir nur tun? Jetzt wo so viele nicht gewählt haben, da müssen wir uns aber jetzt ganz dolle zusammenreißen und etwas besser machen."

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    • Infamia
    • 22. September 2013 11:01 Uhr

    Die Schlaumeier, die aus Protest nicht wählen gehen, stärken die, gegen die sich ihr Protest wendet. Eine dümmlichere Art, Protest zu zeigen, gibt es nicht. Und am liebsten sind mir die Oberschlaumeier, die ihren Wahlzettel mit allerlei Dünnsinn vollkritzeln, um ihren Wahlzettel ungültig zu machen. Also ob ein Politiker jemals Wahlzettel studieren würde, geschweige denn zu sehen bekäme. Ausbaden dürfen es die Wahlhelfer, die so etwas ehrenamtlich gegen eine Aufwandsentschädigung tun. Die landen halt auf dem Stapel "ungültig". Keine Sau interessiert sich dafür, was da drauf an allerlei Schmähungen drauf gekritzelt wurde.

    I.d.R. gehen konservativ geprägte Menschen eher wählen, sozusagen aus dem Bedürfnis heraus, ihre Bürgerpflicht zu erfüllen.

    Es ist doch bezeichnend, dass gerade Merkel und die Union relativ schweigsam ist, wenn es um die Wahlbeteiligung geht. Denn es nützt gerade der Union, wenn die Wahlbeteiligung niedrig ist. Denn ihr Klientel geht eher wählen als das Klientel der anderen.

    Insofern kann ich nur jeden raten, zur Wahl zu gehen. Protest, drückt sich allein dadurch aus, indem man die wählt, die einem polititsch am nächsten stehen. Und das kann im Zweifel auch bedeuten, dass es eben eine Minderheit ist, die Partei X ihre Stimme gibt. Auch damit muss man leben können. Aber nicht wählen zu gehen und sich gleichzeitig über die politischen Verhältnisse in diesem Land aufzuregen, ist und bleibt dümmlich.

    Ich sehe es jetzt schon kommen, dass die großen Parteien den Akt des Nicht-Wählens als Zustimmung für den Ist-Zustand interpretieren werden. Menschen, die unzufrieden sind, würden gemäß dieser Interpretation schließlich zur Wahl gehen, um mit ihrer Stimme etwas zu verändern.

    • Newo
    • 22. September 2013 12:07 Uhr

    Es geht ja auch gar nicht um irgendein rumsitzen an einem Tisch.

    NUR GÜLTIG ABGEGEBENE STIMMZETTEL werden ja gewertet und nur so merken die etablierten Parteien, dass sie sich weiterhin anstrengen müssen. Deswegen gilt es aus Protest eine andere Partei zu wählen, als ungültig zu wählen.

  1. Ach du liebe ZEIT!

    Erschrocken zurückweichend musste ich feststellen, das ein Mitglied des höchsten Beschlussfassungsorgans der grünen Heinrich – Boell – Stiftung in der letzten ZEIT vor der Bundestagswahl ungehindert und vollkommen undifferenziert gegen den politischen Gegner hetzen darf. Unter dem Deckmantel der Wahlbeteiligung werden AUSSCHLIEßLICH CDU- und FDP-Themen kritisiert. Der Höhepunkt gipfelt in der Bemerkung:

    „...wenn Sie Empathie grundsätzlich für eine individuelle oder gesellschaftliche Pathologie halten, dann und nur dann sollten Sie FDP wählen.“

    Sind die Liberalen jetzt eine Gefahr für die Demokratie, ja den Weltfrieden geworden?

    Darf ich die FDP „nur dann“ wählen, wenn mir jedwedes Mitgefühl fehlt?

    Liebe Mütter und Väter, die sich noch für Wahlfreiheit statt diktatorischer Bevormundung einsetzen, nehmen sie sich diesen Satz zu Herzen.

    Dass es die Liberalen sind, die einen homosexuellen Außenminister und einen Vizekanzler mit Migrationshintergrund stellen, scheint im grünen Eifer abhandengekommen zu sein. Schade.

    Danke an die ZEIT-Redaktion, dass zumindest der Schlusssatz „Wählen sie Rot-Grün, und nur Rot-Grün!“ gestrichen wurde.

    PS. Die „Haltung der subtilen Verweigerung“, wie sie den Stil unserer Bundeskanzlerin (Frau!) nennen, ist mir persönlich viel lieber als blinder Aktionismus. So wurde Deutschland erfolgreich durch die Krise geführt und unserem friedensliebenden Land weitere dumme Angriffskriege unserer amerikanischen Freunde erspart.

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    • _nanu_
    • 19. September 2013 20:18 Uhr

    Auch wenn ich der bereits erwähnten Einseitigkeit des Artikels von Frau Emcke in Teilen zustimmen muss: Dieser Artikel gehört beileibe nicht zu den ersten im Dunstkreis Wahlkampf, dem es an umfassend differenzierter Auseinandersetzung mangelt.

    Allerdings: Ich glaube auch nicht, dass es der Zweck des Artikels ist, eine solche Darstellung abzuliefern. Soll der Artikel nicht viel mehr das Nachdenken über folgende Fragen anregen?: Welche Auswirkungen hat es, wenn wir als Wahlberechtigte nicht von unserem Wahlrecht Gebrauch machen oder wenn in Deutschland Lebende davon nicht Gebrauch machen dürfen? Mit Blick auf den dadurch verursachten 'Stimmengewinn' bestimmter Parteien können wohl in erster Linie Statistiker/innen hierauf eine Antwort finden.

    Jedoch: Nicht von der Hand zu weisen ist die von Frau Emcke eingenommene und nicht (!) einer bestimmten Partei zuordenbare Einstellung: Sie trotzt der herumwabernden These, dass sich die Parteiprogramme nicht voneinander unterscheiden ließen. Und: Frau Emcke wird wählen gehen. Dass sie sich dabei nicht zu 100 % in einer zur Wahl stehenden Partei wiederfindet, soll – so denke ich – ein Beispiel geben, sich trotzdem mit den Parteiprogrammen auseinanderzusetzen und sich nicht vor der Wahl zu drücken. Dass sie für sich persönlich die Wahl bestimmter Parteien sehr wahrscheinlich ausschließt, kann man diskutieren, muss man aber nicht. Genauso wenig sollte man die zur Wahl stehenden Parteien auf vier (fünf?) reduzieren.

    Schönen Abend!

    Der Außenminister der FDP bekennt sich auch erst ganz offiziell als "schwul", nachdem es Rot-Grün salonfähig gemacht hat und die Homo-Ehe ermöglicht hat, das war 1998...und Kohls Steigbügelhalter (die FDP) hat sich damals ganz ordentlich an die Schwarzen geheftet, ähnlich wie heute. Also was soll diese Hochjubelei der "Liberalen", ihr seid rechtsliberale Neokonservative, und keine echte "liberale" Partei, weil ihr einseitig seid und euer Spitzen"mann" ist eine Farce und stinkt nach erzkonservativem 50er/60er/70er Jahre BRD-Mief und patriachalem, chauvinistischem Lagerwahlkampf voller Ressentiments, dass ist die große Rolle rückwärts, die nichts mehr mit "Freiheit" zu tun hat...

    Die wahren (Sozial)Liberalen wenden sich doch von der FDP schon lange ab.
    Niemand braucht diese Mövenpick-Partei mehr im Parlament, zumindest nicht in dieser Form. Es ist an der Zeit innerparteilich mal eine Auszeit zu nehmen, und sich wirklich zu überdenken: Quo Vadis FDP?

    • SK2013
    • 22. September 2013 11:04 Uhr

    aufmerksame Bürger haben sicher festgestellt, dass es Deutschland unter Angela Merkel nicht schlecht geht. Es gibt keine Alternative für den Job der Bundeskanzlerin wenn es mit Deutschland nicht abwärts gehen soll. ABER: Wir brauchen im Bundestag DRINGEND zumindest Diskussionen über mögliche Alternativen. KEINE der aktuell fünf im Bundestag vertretenen Parteien offeriert tatsächliche Alternativen wenn es um den Euro, Beitritt der Türkei, Datenschutz, Werte usw. geht! Aus diesem Grunde erachte ich es für ungemein wichtig für Europas größte Demokratie, dass die AfD den Einzug in den Bundestag schafft. (CDU/CSU und FDP: Athen & Co. retten mit einigen laschen Bedingungen auf der einen und SPD, Linke (bestehend aus SED und frustrierten linken SPDlern) sowie Grünen (bestehend aus ex-Kommunisten und ev. Theologiestudenten, die ihr Studium nicht einmal abschließen vermochten) auf der anderen Seite. Das "C" bei der CDU existiert übrigens schon lange nicht mehr, hat es vielleicht auch nie. Eine Partei kann nicht "christlich" sein. Herr Rösler und Herr Bahr sind mir durchaus sympathisch, da sie ehrlich und realistisch sind - zwei Beispiele: Der Dialog des Wirtschaftsministers mit Silicon Valley und der Vorstoß des Gesundheitsministers zur Neuausrichtung des Gesundheitssystems (freie, lohnunabhängige Wahl in PKV bzw. GKV). Dennoch, das wichtigste Thema ist und bleibt die EU und hier stellen sich drängende Fragen bzgl. des Euros und des kaum noch zu stoppenden Beitrittes der Türkei auf.

    "Darf ich die FDP „nur dann“ wählen, wenn mir jedwedes Mitgefühl fehlt?"

    Also ich habe da jetzt sehr lange drüber nachgedacht, aber mir fällt ehrlich gesagt kein anderer Grund ein, FDP zu wählen. Kannst du mir da aushelfen?

    • ftx32
    • 22. September 2013 12:12 Uhr

    Wo ist denn Ihr Problem? Die Zeit ist nun mal ein linkes Blatt. Warum darf sie dann nicht auch politisch dazu stehen? Wenn Sie mehr Objektivität haben wollen, dann sollten Sie querbeet bis zur Welt hin alles lesen..!

    An den Schreiber der Parteizentrale der FDP (zumindest bekommt man diesen Eindruck) . Es ist schwer wenn man sich liberal nennt und es doch nicht ist und dann noch Schwierigkeiten damit hat, dass nicht alle einfach dazu schweigen. Wie Einseitig ist denn FDP Politik siehe Mövenpick Steuergeschenke . Da hatte diese Partei auch kein Problem mit der Einseitigkeit ! Es geht hier um die Nichtwähler und das hat der Artikel gut und anschaulich behandelt. Es ist Ihr gutes Recht den Artikel nicht gut zu finden , dafür haben wir ja die Demokratie.

    Im Bezug auf die FDP ist der Artikel so unfassbar dämlich, dass die Autorin besser nicht wählen sollte

    • LDUL
    • 20. September 2013 0:40 Uhr

    Unerträglich, wie diese dümmliche Trotzhaltung, nicht zu wählen, jüngst zu schickem Widerstand stilisiert wird! Nicht nur gibt es sehr wohl genug, WOFÜR man wählen könnte. Nicht zu wählen, spielt außerdem den radikalen, antidemokratischen Parteien in die Hände - Lektion No. 1 aus dem Geschichtsunterricht! Unsere Demokratie ist zu jung und zu kostbar, um sich solchen Blödsinn erlauben zu können. Viele andere Menschen auf der Welt wären froh, wenn sie überhaupt ENTSCHEIDEN könnten, ihre Stimme geltend zu machen!

    Danke, Carolin Emcke, für Ihren engagierten Beitrag - ich hoffe, dass er noch so manchen wachrüttelt und davon überzeugt, dass Nichtwählen eine schlechte Wahl wäre!

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    überzeugt, dass Nichtwählen eine schlechte Wahl wäre!"

    Wer die Nichtwählendiskussion verstehen will, muss auch die Jungwähler-Interviews bei Stefan Raab gesehen haben.

    Nichtwählen ist dann die bessere Option, wenn viele Wähler gar nicht verstehen, was sie wählen und sich von catchy-simplen Slogans wie "Arbeit muss sich wieder lohnen" verführen lassen. Das führt dann bei der Auszählung zu 15 Prozent für eine ansich thematisch ausgebrannte Partei.

    • ftx32
    • 22. September 2013 12:23 Uhr

    A. Popp meint zur (klassischen) Demokratie, dass sie nur ohne Wahlen funktioniert - ansonsten führt sie zur Tyrannei (der Mehrheit). Uninformiertheit bei der Wahl ist hier das größere Verbrechen,als lediglich nicht wählen zu gehen: http://www.youtube.com/wa...

    Ein Systemcrash ist nicht gleich dem Weltuntergang wie es diese Serie von Artikeln, dem Bashing gegen Nichtwähler, suggeriert. Es gibt mehrere Formen des Zusammenlebens und politischer Beteiligung.

    Es gibt viele hier im Land, die bewusst nicht wählen gehen. Und deren Gründe sind mehr als nachvollziehbar:

    "Nicht mein Staat, Nicht meine Regierung, Nicht meine Politik, Nicht meine Gesetze"

    Viele wählen bewusst nicht, weil sie es leid sind, belogen und betrogen und ausgeplündert zu werden. Nicht wählen bedeutet eben auch: den Politischen Entscheidungsträgern und den von ihnen beschlossenen Gesetze keine Legitimation zu erteilen.

    Außer wüsten Beschimpfungen seitens der Politik wird dem nichts entgegnet. Und sich allein auf ökonomische Zwänge und die angeblich unumkehrbare Globalisierung zu berufen, sind nichts weiter, als billige Ausreden.

    Die Aussage "Nicht zu wählen, spielt außerdem den radikalen, antidemokratischen Parteien in die Hände - Lektion No. 1 aus dem Geschichtsunterricht!" ist ziemlich platt ! Wann ist das schon einmal passiert ?
    Ich weiss zwar nicht, wer bei ihnen Geschichte gelehrt hat, aber die Nationalsozialisten sind nicht durch Stimmenthaltung an die Macht gekommen! Wenn keine Partei meine Interessen vertritt, dann ist es mein gutes Recht keine von ihnen zu wählen, auch das ist Demokratie !

  2. Der Außenminister der FDP bekennt sich auch erst ganz offiziell als "schwul", nachdem es Rot-Grün salonfähig gemacht hat und die Homo-Ehe ermöglicht hat, das war 1998...und Kohls Steigbügelhalter (die FDP) hat sich damals ganz ordentlich an die Schwarzen geheftet, ähnlich wie heute. Also was soll diese Hochjubelei der "Liberalen", ihr seid rechtsliberale Neokonservative, und keine echte "liberale" Partei, weil ihr einseitig seid und euer Spitzen"mann" ist eine Farce und stinkt nach erzkonservativem 50er/60er/70er Jahre BRD-Mief und patriachalem, chauvinistischem Lagerwahlkampf voller Ressentiments, dass ist die große Rolle rückwärts, die nichts mehr mit "Freiheit" zu tun hat...

    Die wahren (Sozial)Liberalen wenden sich doch von der FDP schon lange ab.
    Niemand braucht diese Mövenpick-Partei mehr im Parlament, zumindest nicht in dieser Form. Es ist an der Zeit innerparteilich mal eine Auszeit zu nehmen, und sich wirklich zu überdenken: Quo Vadis FDP?

    17 Leserempfehlungen
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    Wie gesagt dem kann ich nur zustimmen. Im übrigen hat die SPD schon in den zwanziger Jahre des vorigen Jahrtausend die Abschaffung des §175 angestrebt !

    • Uwee
    • 22. September 2013 10:54 Uhr

    Es geht nicht nur um Deutschland, verpasste Wiedervereinigung, auch um Europa, dessen Währung, und die Welt, zentrale Überwachung durch NSA. Alles hängt unmittelbar zusammen.

    3 Leserempfehlungen
    • SK2013
    • 22. September 2013 10:55 Uhr

    Viele kritisieren Politiker nicht nur sondern machen sie auch für die so oft überbetonte Politikverdrossenheit verantwortlich. Die heutige Wahl ist die einzige Möglichkeit direkten Einfluss auf die zukünftige Bundespolitik für die kommenden vier Jahre zu nehmen. Wer bisher mit bestimmten Parteien unzufrieden gewesen ist, hat heute die Möglichkeit für Veränderungen zu stimmen. Was ich bei diesem Wahlkampf seitens der CDU/CSU und SPD wirklich vermisst habe, war eine (sachliche) Auseinandersetzung bzgl. der Zukunft der EU, des Euro, des EU Beitrittes der Türkei, mögliche Volksentscheide - wirkliche Themen die aktuell zur Disposition stehen.

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    << Die heutige Wahl ist die einzige Möglichkeit direkten Einfluss auf die zukünftige Bundespolitik für die kommenden vier Jahre zu nehmen. <<

    Einen Dreck tut sie das. Dieses medial übergehypte Null-Event, bei dem es um nichts anderes geht, als mit wem Merkel oder Steinbrück die nächsten Jahr "alternativlos" die Restauration des Frühkapitalismus betreiben kann, hat überhaupt keinen EInfluss.
    Sie können ja nichtmal konkrete Inhalte wählen, nur luftige Wahlvesprechen an die sich keiner halten muss.
    Das eine Wahl von völliger Unverbindlichkeit als "einzige Möglichkeit" gesehen wird, politischen Einfluss nehmen zu können, zeigt, das der Bürger dem Sandkastenalter noch nicht entwachsen ist und die Fremdbestimmung so verinnerlicht hat, dass es ihm nur noch darum geht, welche Mafiaverbindung über sein Leben bestimmen darf, aber keineswegs fragt, ob das nötig oder richtig ist.
    Wenn die Bevölkerung schon so tief gesunken ist, und gegen die kleptokratische Obrigkeit nicht besseres auszurichten weiß, als deren Zusammensetzung im Parlament mittels Wahlen alle paar Jahre zu bestimmen, kann ja nichts mehr schiefgehen mit dem Machterhalt der herrschenden Kaste.

    • Agorist
    • 22. September 2013 13:02 Uhr

    1.) Verbreitung von politischem Wissen, durch eigene Webseiten, Kommentare usw.

    Wenn es nicht inzwischen sehr viele Aktivisten gäbe, die das Internet zur Verbreitung ihrer allen großen Parteien und allen etablierten Medien widersprechenden politischen Positionen nutzen, dann wäre die USA mit ihrer Kriegspropaganda durchgekommen und es würden jetzt US-Bomben auf Syrien fallen. Sicher, auch die russische Diplomatie hat dies verhindert. Aber wichtig war eben auch, gerade bei der britischen Entscheidung, dass sich das Volk nicht mehr von der Kriegspropaganda überzeugen lässt.

    2.) Aufbau zivilisierter, also nicht-staatlicher oder nicht staatlich kontrollierter Strukturen in Ihrem Umfeld.

    3.) Aufbau von neuen, nicht staatlich kontrollierbaren Strukturen im Internet. Insbesondere Entwicklung und Verbreitung von Open Source Verschlüsselungs- und Anonymisierungssoftware.

    • SK2013
    • 22. September 2013 10:56 Uhr

    in dieser oder ähnlicher Form vor zwei Wochen in mehreren bundesweiten Zeitungen erschienen. Tatsächlich sind Fragen die EU, den Euro und weiterer Beitritte (insbesondere der Türkei, was das Kräfteverhältnis total verändern würde) betreffend enorm relevant für Deutschland und für diese Wahl.

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  • Schlagworte Angela Merkel | CDU | FDP | Ausländer | Beate Zschäpe | Auslandseinsatz
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