Was die NSA kann und was nicht, wissen wir nicht mit letzter Sicherheit – im Zweifelsfall kann sie aber mehr, als wir denken. Die eingebaute kleine Kamera in PCs oder Laptops wird von einer Software gesteuert, und im Prinzip kann man diese Software so manipulieren, dass sie das Bild übers Internet an einen anderen Teilnehmer sendet. Also wie beim Skypen, nur ohne Wissen des Absenders. Man suche nur bei YouTube mit dem Stichwort "webcam hack", dann findet man eine Menge Videos, die angeblich auf diese Weise entstanden sind.

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Allerdings kann man davon ausgehen, dass sich nicht einmal die NSA "einfach so" auf die Kamera eines mit dem Internet verbundenen Nutzers aufschalten kann.

Vorher muss der sich mit einer entsprechenden Schadsoftware infizieren – etwa indem er ahnungslos eine E-Mail öffnet oder auf einen bösen Link im Netz klickt. Diese Software kann dann nicht nur die Kamera nach Belieben ein- und ausschalten. Sie kann auch dafür sorgen, dass das Lämpchen, das normalerweise den Betrieb der Kamera signalisiert, nicht leuchtet – schließlich wird auch das per Software gesteuert.

Wer vor unwillkommenen Beobachtern absolut sicher sein will, dem bleibt nur eine ganz analoge Lösung: etwas vor das Kameraauge seines Computers zu kleben.

Die Adressen für "Stimmt’s"-Fragen: DIE ZEIT, Stimmt's?, 20079 Hamburg oder stimmts@zeit.de. Das "Stimmt's?"-Archiv: www.zeit.de/stimmts

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