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Es ist schwierig, einen Namen für etwas Revolutionäres zu finden, den alle verstehen. Die Karte zeigt Gemeinschaften in Deutschland, das klingt vage: Gemeint sind Menschen, die sich zu einer Art häuserübergreifenden WG zusammengefunden haben. Oft teilen sie ihre Einkommen, manche sind spirituell. Die meisten bauen Biogemüse an, manche sind vegan, wenige auch rauch- oder handyfrei, eine Minderheit praktiziert die freie Liebe. Auf der Karte finden sich 148 Gemeinschaften, die aus mehr als zwei Menschen bestehen.

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Deutschland ist die Nation mit den zweitmeisten Gemeinschaften pro Einwohner nach Dänemark, dort wurde der Gedanke des cohousing in den 1960er Jahren populär. Das erklärt wohl das leichte Nord-Süd-Gefälle. In Bayern sind die wenigen Gemeinschaften in Franken zu Hause, das liegt wohl auch an den Grundstückspreisen. Einige wenige nennen sich übrigens Ökodorf, was die Sache nicht einfacher macht. Der Gedanke liegt nahe, dass die Bewohner sich ungern klassifizieren lassen wollen.