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In den achtziger Jahren, als es üblich war, dass sich junge Menschen einen ganzen Kneipenabend lang ausschließlich über Bands unterhielten, wusste man wenig über regionale Vorlieben des Musikkonsums, man spekulierte eher darüber. Heute, da viele Musik über den Internetdienst Spotify hören, kann man endlich feststellen, in welchen Städten eine Band oder ein Interpret am populärsten sind.

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Ein paar Lokalpatriotismen fallen auf (Grönemeyer, Fettes Brot). Die Rolling Stones werden in München und Berlin gemocht, den Lieblingswohnstädten der 68er-Generation. Die Ramones, eine frühe Punkband aus den USA, sind groß in Düsseldorf, das einmal eine Wiege des deutschen Punks war. Metallica hat seine Freunde in der Provinz. Hamburg sympathisiert mit jener Musik, die von Intellektuellen gemocht wird.

Zwei Fragen, die sich anbieten, um kneipenabendfüllend diskutiert zu werden: Warum gelten offenbar noch immer viele alte Vorlieben? Und: Warum hatte man die Kieler bisher unterschätzt?