DeutschlandkarteRückkehr in den Osten

Obwohl sich die Arbeitsmarktlage in Ostdeutschland kaum verbessert hat, kehren immer mehr Menschen zurück. Die Deutschlandkarte von 

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Die beiden Karten zeigen ausnahmsweise nur Ostdeutschland, weil es hier nur um die Ostdeutschen geht. Oder die Ostwestostdeutschen, diejenigen also, die in den Westen gezogen sind – und wieder in den Osten zurück. In den Jahren nach der Wende schien es, als bestünde die Gefahr, dass sich der Osten entvölkert. Unbemerkt von der großen Öffentlichkeit, kehren die Ostdeutschen heim.

Alle Deutschlandkarten des ZEITmagazins im Überblick

Alle Deutschlandkarten des ZEITmagazins im Überblick  |  © Jörg Block

Von der ersten zur zweiten Hälfte des vorigen Jahrzehnts ist die Quote der Rückkehrer um rund ein Drittel gestiegen, das sind die aktuellsten Zahlen. Dabei hat sich der Arbeitsmarkt kaum entspannt. Es scheint einen Kippeffekt zu geben: Die Lage im Osten muss sich nur ein wenig bessern, schon wollen viele zurück. Die Nähe zu Freunden und Familie ist laut Umfragen das wichtigste Motiv. Aus dem Saarland, aus Rheinland-Pfalz und Hessen brachen die meisten auf, ergab eine Studie. Vor allem Thüringer und Sachsen gingen zurück in ihre Landkreise. Heimweh scheint zu wachsen mit der Unvereinbarkeit der Dialekte.

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Leserkommentare
  1. Heimweh scheint zu wachsen mit der Unvereinbarkeit der Dialekte.

    Simmer mal wieder schön auf den Klischees rumgeritten...So wird die Mauer in den Köpfen niemals verschwinden.
    Fragen Sie doch die Berliner, was die von schwäbelnden Immigranten in ihrer Stadt halten- vielleicht ist das ja auch "unvereinbar". Abgesehen davon ist das echt schlecht recherchiert: die thüringisch- obersächsische Sprachgruppe hat 11 dialektale Untergruppen, die von anderen Dialekten teilweise beeinflusst sind. Da muss man nur nach Südostthüringen fahren und sich mit einem Einheimischen unterhalten, da hört man das Fränkische schon raus. Oder nach Eisenach, da hört man die Anklänge ans Hessische. Oder in den Harz. Dialekte dort sind auch durch die Mauer nicht total auseinander gedriftet- etc. Unvereinbar- alles klar.

    Dass die vermehrte Rückkehr nach Th und S etwas damit zu tun haben könnte, dass die Arbeitsmarktsituationen dort besser sind als in SA, Brandenburg oder Meck- Pomm, ist dem Autor vermutlich nicht aufgefallen. Oder dass man in Thüringen/Westsachsen wohnen und nach Bayern zur Arbeit pendeln kann.
    Diese "witzige" Art Berichterstattung empfinde ich als beleidigend. Wahrscheinlich gibt es deshalb jetzt auch "Zeit im Osten"- weil der Rest der Zeitung offenbar nur für den "Westen", also das "richtige" Deutschland ist? Ehrlich- wann wirds denn endlich mal EIN Deutschland geben? Und eine Berichterstattung, die alles umfasst, ohne auf Vorurteile und Ressentiments einzugehen? Ich hoffe, bald.

    Eine Leserempfehlung
    • imame
    • 31. Januar 2014 16:25 Uhr

    in Thüringen und Sachsen zunehmend attraktive Jobs gibt, gehen die Menschen zurück. Die Zeiten der "abgewickelten" Firmen sind vorbei und die Wirtschaft steht in diesen Bundesländern solide da. Das hat sicher Vorrang vor dem Heimweh.

  2. ...zum großen Teil Rentner, die nach der Wende aus beruflichen Gründen in westdeutsche (Groß)städte gezogen sind, und nun wieder in die landschaftlich schöne Heimat ziehen. Somit sind eher ländliche Gebiete stark vertreten.

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  • Serie Deutschlandkarte
  • Schlagworte Arbeitsmarkt | Ostdeutschland | Studie | Umfrage | Sachsen
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