Letztes Jahr war ich wieder in Geyer, einem kleinen Erzgebirgsstädtchen. Einst gab es dort eine Zigarrenfabrik als auch eine für Leichenwäsche und Sargausstattung, es wurde also für Lebende und Tote gesorgt. Heutzutage ist es wie aus der Zeit gefallen, dafür sind die Menschen umso freundlicher und offener. Aber das ändert leider nichts daran, dass der Männergesangverein und der Kaninchenzüchterverein große Nachwuchssorgen haben, beim Geflügelzuchtverein geht es etwas besser, vor dem Festgottesdienst am alten Bergwerk Binge gab es sogar ein Wettkrähen.

Auch die Schachabteilung bei Wismut Geyer ist sanft verschieden, doch der Schachklub Nickelhütte Aue spielt in der Zweiten Bundesliga, und der Schachverein von 1862 im nahen Annaberg-Buchholz richtete 2012 zum 150-jährigen Jubiläum ein Turnier "Schach im Schacht" aus. 100 Meter unter der Erde, bei circa 8 Grad winters wie sommers, also gerade richtig, um einen kühlen Kopf zu bewahren.

Ich weiß nicht, bei welcher Temperatur der Bierbrauer Ralf Schober bei den Marienbad Open 2008 den Tschechen Jan Hlavnicka wunderschön besiegte, sehr wohl weiß ich aber, dass er besonders gern Schachbücher in der Badewanne liest und sich deshalb eine kürzere Badewanne einbauen ließ, damit er darin leicht sitzen kann und die Bücher, anders als früher, trocken bleiben.

Schwarz droht Matt auf h1, doch Ralf Schober als Weißer kam ihm mit einem herrlichen Matt zuvor. Wie?

Lösung aus Nr. 6:

Wie konnte Weiß in nur zwei Zügen matt setzen? Nach 1.Da5+ Kxb7 ließ 2.Ld7 mit Schach und Matt dem schwarzen König kein Fluchtfeld mehr