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Wer dieser Tage durch Istanbul läuft, sieht Premierminister Recep Tayyip Erdoğan auf riesigen Plakatwänden von Häuserwänden und Baustellen herunterblicken. Er ist einfach überall. Sich selbst genug. Machterfüllt. Ein Herrscher, der sagt: Ich bin die Türkei. Es gibt keinen außer mir. Zwei Wörter stehen in großen, weißen Buchstaben auf seiner Brust: "Sağlam irade", fester Wille. Auf Parteitreffen seiner AKP, auf denen er nicht physisch erscheinen kann, wird Erdoğan neuerdings auf die Bühne projiziert, als Hologramm. "Erdogramm" sagen manche dazu.

Es ist kein Zufall, dass der Premierminister gerade jetzt so allgegenwärtig wirken will. Zum ersten Mal in seiner elfjährigen Regierungszeit bedroht ihn ein offener Machtkampf. Der islamisch-konservative Politiker führt ihn nicht gegen alte Feinde wie das Militär, gegen Säkulare, Liberale oder die Generation Gezi. Der natürliche politische Gegner der AKP, die Republikanische Volkspartei (CHP), gegründet von Atatürk, ist verknöchert, desolat und diskreditiert. Umfragen sehen sie bei den Kommunalwahlen am 30. März stabil unter 30 Prozent. Es gibt keine ernst zu nehmende Oppositionskraft. Oder besser gesagt: Es gibt sie nicht in der Politik.

Die eigentliche Opposition im Land ist nicht wählbar oder abwählbar. Sie ist keine Partei. Viele Beobachter in der Türkei sind überzeugt: Sie ist viel mächtiger, als sie es als Oppositionspartei jemals hätte werden können. Die Leute, die Erdoğan fürchtet, blicken ähnlich auf die Welt wie er selbst: konservativ und religiös. Es ist die Bewegung um den Prediger Fetullah Gülen.

Seit am 17. Dezember in einer breit angelegten Operation gegen Korruption und Amtsmissbrauch mehr als 70 Verdächtige festgenommen wurden, unter anderem die Söhne von drei Ministern, befindet sich das Land in einer historisch völlig neuen Situation. Die Türkei kannte seit der Republikgründung 1923 und der radikalen Modernisierung durch Staatsgründer Atatürk immer nur einen wirklich großen politischen und gesellschaftlichen Kampf: den zwischen Laizisten und Religiösen. An den hatte man sich gewöhnt, der war einfach zu verstehen und gehörte zum Land wie Mondsichel und Stern zur Flagge. Der Kampf innerhalb des religiösen Lagers ist neu.

Viele Beobachter in der Türkei halten die Gemeinde von Fetullah Gülen für sehr einflussreich. Sie hat Millionen Anhänger. Die Gülen-Bewegung gibt Bildung als göttliches Gebot aus und ließ Tausende Schulen, Nachhilfeeinrichtungen und Studentenwohnheime in der ganzen Welt bauen. Zeitungen (darunter die Zaman, die auflagenstärkste Zeitung des Landes), Fernsehsender, eine Bank und unterschiedliche Firmen stehen der Bewegung nahe. Sie erscheint als eine nicht versiegende Quelle, aus der gebildete und fromme Menschen sprudeln. Sie hilft beim gesellschaftlichen Aufstieg. Und sie stieß, stärker als andere religiöse Bewegungen in der Türkei, in ein Vakuum, das der Staat nicht zu füllen vermochte: Mit Beginn der 1980er Jahre fing sie an, Bildung und Solidarität zu predigen – zu einer Zeit, in der die Regierung eine neoliberale Politik verfolgte. Viele Menschen begeisterte das.

Vor allem Fetullah Gülen selbst zog die Leute an. Das Time- Magazin zählte den Religionsgelehrten vergangenes Jahr zu den 100 einflussreichsten Menschen der Welt. Er predigt seinen Anhängern den Dialog der Religionen, er sagt, dass Moderne und Religion sich nicht ausschließen. Einmal empfing ihn sogar Papst Johannes Paul II. Gülens Anhänger, so heißt es in einer seiner Schriften, sollen so tolerant sein, "dass euer Herz offen werde wie der Ozean. Lasst euch inspirieren von dem Glauben und der Liebe für den nächsten. Reicht eure Hand denen, die Sorgen haben, und sorgt euch um andere." Von der Politik hält man sich lieber fern, obwohl Gülen immer gute Beziehungen zu Politikern nachgesagt wurden, auch zu erzlaizistischen. Einer der geistigen Väter der Bewegung soll einmal gesagt haben: "Vor der Schlechtigkeit des Teufels und der Politik suche ich Zuflucht bei Gott."

Das ist die eine Wahrnehmung. Die andere ist: Das sind nicht einfach nur fromme Leute, die viel Wert auf Bildung legen und einen Prediger verehren, der sich hin und wieder mit Videobotschaften aus dem fernen Pennsylvania meldet, sondern Islamisten. Nein, Gülen und seine Anhänger verfolgen eine eigene Agenda, und über die Richtung entscheidet der Hocaefendi (ehrwürdiger Meister) mit seinen engsten Beratern. Sie sind alles andere als unpolitisch. Einige sagen: Diese Leute wollen einen islamischen Staat errichten wie im Iran. Andere sagen, es handelt sich hier um eine streng hierarchische Organisation, vergleichbar mit Opus Dei, die ihre gut ausgebildeten Anhänger an wichtige Schaltstellen des Staates setzt, um die Gesellschaft nach ihren Vorstellungen umzugestalten. In der Polizei, der Justiz, im Militär. Es waren denn auch Gülen nahestehende Leute, die hinter den Korruptionsermittlungen und den Festnahmen vom Dezember steckten. Auf Anordnung der Regierung wurden sie nun zu Tausenden versetzt.

Deshalb spricht Erdoğan von einem "parallelen Staat", von illegalen Abhörmaßnahmen gegen sich, von Putsch und Sabotage. Deshalb sieht man überall den Riesen-Erdoğan mit dem "festen Willen". Und deshalb sagt er: "Wir werden bis in ihre Höhlen hinabsteigen und alles auf den Kopf stellen." Diese Gegenkraft hat ihn empfindlich getroffen. Vielleicht heftiger als die landesweiten Proteste im vergangenen Jahr. Seine Reaktion zeigt, was für eine Macht er selbst der Bewegung zuschreibt.

Dabei sind die Gülen-Anhänger und Erdoğans AKP jahrelang einen gemeinsamen politischen Weg gegangen. Ihre Gegner waren das türkische Militär und die Säkularen, die ihrerseits unter allen Umständen verhindern wollten, dass Religion nach dem Untergang des Osmanischen Reiches in der Politik jemals wieder eine Rolle spielt. Als die AKP an die Macht kam, diskutierten die strengen Laizisten darüber, ob eine First Lady mit Kopftuch bei einer Militärparade dabei sein darf. Oder ob Abgeordnete und Studentinnen sich das Haupt in Parlament und staatlichen Universitäten bedecken durften.

Die AKP war seit ihrer Gründung die natürliche Partei für Gülen-Anhänger

Die AKP und die Gülen-Bewegung haben ähnliche Vorstellungen von einer sittlich und moralisch gefestigten islamischen Gesellschaft. Auch die Anhänger sind die gleichen. Sie wirken oft etwas spießig, haben aber einen ungehemmten Willen zum wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Aufstieg, der ihnen bislang von den alten Eliten verwehrt wurde. Sie haben nichts dagegen, dabei einer Vaterfigur zu folgen, die ihnen zeigt, wie sie dieses sittlich und moralisch gefestigte Leben führen können.

Die AKP war seit ihrer Gründung im Jahr 2001 die natürliche Partei für Gülen-Anhänger. Sie machte die Politik, Gülen gab den spirituellen Input und warb bei den Anhängern um Unterstützung. Beide Lager haben sich gegenseitig groß gemacht.

Die Türkei ist verschlossen, alles ist auf eine autoritäre Führung ausgerichtet

Solange es gemeinsame Feinde gab, fielen die Unterschiede nicht ins Gewicht. Jetzt sind die alten Feinde besiegt, und die einstigen Verbündeten sind zu politischen Konkurrenten geworden. Anders als Erdoğan, der in den vergangenen Jahren mit Kritik an den USA und Israel Fans auf der arabischen Straße sammelte, gilt Gülen als ausgesprochen amerikafreundlich – schließlich lebt er seit Jahren dort. Er wirbt dafür, weniger polternd in der Welt aufzutreten. Und nach innen pflegt seine Bewegung traditionell eine nationalistische Haltung. Gülen-Anhänger finden nicht, dass mit kurdischen "Separatisten" über die Lösung des Kurdenkonflikts verhandelt werden sollte, so wie es die AKP-Regierung in den vergangenen Jahren gemacht hat.

In der Türkei bestreitet kaum jemand, dass die Gülen-Bewegung den Premierminister vor sich hertreibt. Auf viele wirkt sie intransparent, fast geheimnisvoll. Ihre Anhänger halten sich bedeckt, nennen sich höchstens "Sympathisanten". "Manchmal habe ich das Gefühl, dass Fetullah Gülen das einzige Mitglied in dem Verein ist!", so drückt es ein Journalist aus. Es ist unklar, für wen die Bewegung spricht und handelt. Wen sie repräsentiert. Wie groß ihre Macht, ihr Einfluss ist. Was ihr erklärtes Ziel ist. Und ob sie demokratisch ist. Es gibt sehr viele, die das bezweifeln.

Einer, der sowohl unter der AKP als auch unter der Gülen-Bewegung gelitten hat, ist der in der Türkei bekannte investigative Journalist Ahmet Şık. Er hat viel zur Gülen-Bewegung recherchiert, es ist sein Lebensthema. Şık hat ein Buch über den Einfluss der Gülen-Bewegung auf den türkischen Sicherheitsapparat geschrieben, es heißt: "Die Armee des Imams". Gemeint ist Fetullah Gülen. Şık zeichnet ein unheimliches Bild seines Landes, das in diesem Machtkampf zerrieben wird. Für ihn greifen beide, Erdoğan und Gülen, die türkische Gesellschaft an. Kurz vor der Veröffentlichung 2011 wurde Şık festgenommen, wegen "Unterstützung einer terroristischen Gruppe". Der Prozess gegen ihn läuft noch.

Über die Gülen-Bewegung sagt Şık: "Es ist Unsinn, zu befürchten, dass diese Leute einen Gottesstaat errichten wollen. Das Gefährliche an ihnen ist, dass sie jemandem wie mir 13 Monate meines Lebens stehlen können. Etliche meiner Kollegen sitzen noch im Gefängnis." Für ihn steckt die Bewegung hinter seiner Festnahme.

Über den Premierminister sagt Şık: "Kurz nachdem ich festgenommen wurde, verglich der Premierminister mein Buch mit einer Bombe. Jetzt war er gerade in Brüssel und sagte, an meinem Fall sehe man, wie gefährlich die Gülen-Bewegung sei."

Politik, so scheint es, wird in der Türkei nur noch als eine Abwehr gegen diese Oppositionskraft benutzt. Eine Versuchung für Erdoğan, die Justiz und das Internet unter Kontrolle zu bringen.

Anhänger mag es mit Stolz erfüllen, dass "ihr" Premier so stark und präsent ist. Andere finden das unheimlich. Sie sagen, dass sie sich bedrängt und verfolgt fühlen. In den Sozialen Medien wird diskutiert. "Dieser monströse RTE, der dich von der Seite anstarrt, Big Brother, und das gleich morgens. Ich habe die Straßenseite gewechselt, um ihn nicht sehen zu müssen. Aber es ist unmöglich, ihn nicht zu sehen", schreibt ein Nutzer in der türkischen Wikipedia unter dem Eintrag "Sağlam irade".

Gut möglich, dass auch solche Einträge bald verschwinden. Gerade hat das Parlament ein neues Gesetz verabschiedet, mit dem die Regierung Internetseiten ohne richterlichen Beschluss sperren lassen kann. Sie sagt: zum Schutz von Persönlichkeitsrechten. Von Kindern und Familien. Kritiker sagen: zum Schutz des Premierministers und der Regierung. Es gehe hier um Kontrolle und Zensur eines der letzten freien Räume. Am Wochenende gab es kleinere Proteste gegen das Gesetz.

Die türkische Tragik ist: Dass Erdoğan so vorgehen kann und dass eine gesellschaftliche Bewegung wie die Gülen-Gemeinde überhaupt so einflussreich werden konnte, liegt am politischen System selbst. Die Türkei ist verschlossen. Alles ist auf eine autoritäre Führung ausgerichtet. Es gab in der politischen Klasse der alten kemalistischen Elite der Türkei immer ein Misstrauen dem Bürger und anderen politischen Kräften gegenüber. Wehe, sie wären doch muslimischer, als man das vorgeschrieben hatte! Oder linker! Oder rechter! Staatsgründer Atatürk hat das Land deshalb so angelegt, dass alle wichtigen Entscheidungen in der Hauptstadt Ankara gefällt werden. Er hat das Militär so in Stellung gebracht, dass es den Laizismus stets verteidigen konnte.

Drei Putsche hat das Land seit Gründung der Republik erlebt. Atatürk wollte alles kontrollieren, ihn trieb die Sorge, der Staat könne jederzeit zerfallen. Eine Zehnprozenthürde wurde installiert, gegen die kleinen politischen Parteien. Opposition wurde und wird nicht als notwendiger Bestandteil der Demokratie verstanden, sondern als Störfaktor. Und wer Putsch um Putsch erleben musste, brachte seinen Kindern bei, dass Politik etwas Schlechtes ist, dass man Politikern nicht trauen kann. In diesem System konnte die Gülen-Bewegung, die sich unpolitisch geriert und keine Partei ist, zu einer starken Kraft werden.

Premierminister Erdoğan hätte in die Geschichtsbücher eingehen können. Mit einem Versprechen von mehr Demokratie, mehr Rechten für Minderheiten und der Aussicht auf eine gesellschaftliche Versöhnung zwischen Frommen und Säkularen hatte dieser etwas ungehobelte, aber rhetorisch brillante Politiker es geschafft, sogar die Liberalen und Intellektuellen auf seine Seite zu ziehen. Endlich war da einer, der nicht zur knöchrigen alten Elite des Landes gehörte. Kein "weißer Türke" aus einer wohlhabenden Akademikerfamilie, dessen Weg in die Politik mit der Geburt vorgezeichnet war, sondern ein anatolischer Aufsteiger aus dem Armenviertel, der als Kind Limonade und Sesamkringel verkaufte, um sich etwas dazuzuverdienen. Dank ihm sprach die Welt plötzlich von einem "Modell Türkei", einer muslimischen, wirtschaftlich dynamischen, halbwegs funktionierenden Demokratie, offen, modern und konservativ. Ein Vorbild für viele andere Staaten der Region.

Die Hoffnung war, dass Erdoğan das System wirklich ändert. Nun hat das System wohl ihn verändert.

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Türkische Version: Dost düşman olunca

Dost düşman olunca

Başbakan Erdoğan'ın muhafazakar Gülen hareketine karşı yürüttüğü mücadele Türkiye demokrasisini tehlikeye atıyor. ÖZLEM TOPÇU

Bu günlerde İstanbul sokaklarında gezerseniz başbakan Recep Tayyip Erdoğan'ı evlerin ve inşaatların duvarlarında dev gibi afişlerden sizi izlediğini fark edeceksiniz. O çünkü her yerde. O kendine yeten, güce doymayan. "Ben Türkiye'yim", diyen bir hükümdar. "Benden başka kimse olamaz". Göğsünde büyük, beyaz harflerle yazılmış iki kelime: "Sağlam irade". Şimdilerde şahsen katılamadığı AKP parti toplantılarına hologram görüntüsüyle dahil oluyor. Kimileri bunu "Erdogram" olarak adlandırıyor.

Başbakanın bu aralar her yerde varlığını hissettirme gayreti tesadüf değil. Onbir yıllık iktidar döneminde ilk defa ciddi bir güç savaşıyla karşı karşıya. İslami muhafazakar politikacının mücadelesi ordu, laikler, liberaller ya da Gezi kuşağı gibi alışılagelen düşmanlara karşı değil. Atatürk tarafından kurulmuş olan, AKP'nin doğal muhalifi Cumhuriyet Halk Partisi (CHP) bugün esneklikten uzak kemikleşmiş, yapısıyla gözden düşmüş ve vahim bir durumda. Yapılan anketlere göre 30 Mart'ta gerçekleştirilecek yerel seçimlerde yüzde otuzun altında kalacak gibi görünüyor. Yani ciddi alınabilecek bir muhalif güç değil. Ya da şöyle diyelim: Türk siyasetinde şu an bir muhalefet yok.

Ülkenin gerçek muhalefeti ne seçilebiliyor, ne de tahtından indirilebiliyor. Çünkü siyasi bir parti değil. Türkiye uzmanlarına göre kesin olan o ki, muhalif parti olarak asla bu kadar güç kazanamazlardı. Erdoğan'ı endişelendirenlerin dünyaya bakışları onunkinden çok farklı değil: onlar da muhafazakar, onlar da dindar. Söz konusu Fethullah Gülen Hoca'nın çevresinde oluşan hareket.

17 Aralık'ta yolsuzluk ve rüşvete karşı yürütülen geniş çaplı operasyonda üçü halen görevde olan bakanların oğulları olmak üzere yetmişin üzerinde şüphelinin tutuklandığından beri ülke tarihinde görülmemiş yeni bir durum ortaya çıktı. 1923 yılında Cumhuriyet'in kurulmasından ve devlet kurucusu Atatürk'ün başlattığı modernleşme hareketlerinden bu yana Türkiye'de en temel politik ve toplumsal çatışma
her zaman laikler ve İslamcılar arasında olmuştu. İnsanlar bu mücadeleye alışmıştı çünkü anlaması kolaydı ve bayrağındaki ay-yıldız gibi ülkeye ait bir gerçekti. Dinci gruplar arasındaki mücadele ise yeni bir durum.

Birçok Türkiye gözlemcisi Fethullah Gülen cemaatinin oldukça etkili olduğu inancında. Ne de olsa milyonlarca taraftarı var. Gülen hareketi, eğitimi ilahi bir buyruk olarak belirleyerek dünya çapında binlerce okul, dershane ve öğrenci yurdu kurdurdu. Arasında ülkenin en yüksek tirajına sahip olan Zaman gazetesinin de bulunduğu gazeteler, televizyon kanalları, bir banka ve çeşitli şirketlerin harekete yakınlıkları biliniyor. Cemaat kaynağı tükenmeyen bir pınar gibi sürekli eğitimli ve inançlı kişiler yetiştiriyor. Aynı zamanda onların toplumsal anlamda yükselmelerinde yardımcı oluyor. Hareket, eğitim ve dayanışma şiarıyla 1980'li yılların başlarında, hükümetin neoliberal bir politika izlediği dönemde Türkiye'deki başka dini hareketlerden daha yoğun bir şekilde devletin dolduramadığı bir boşluğa isabet etti. Bu da birçok insanı etkiledi.

İnsanları cemaate çeken en çok da Fethullah Gülen'in kendisi oldu. Time Magazin dergisinin geçen yılki sıralamasına göre dinler arası diyalog, modernlik ve din'in birbirine zıt olmadığının propagandasını yapan din adamı Gülen dünyanın yüz etkili kişinin arasında yer alıyor. Hatta Papa 2'nci Jean Paul ile görüştüğü bile oldu. Gülen'in yazılarının birinde taraftarları hakkında şöyle diyor: O kadar hoşgörülü olacaklarmış ki "Kalbiniz okyanuslar kadar geniş olsun. Kardeşlik sevgisinden, imandan ilham alın. Elinizi derdi olanlara uzatın, muhtaç olanların yanında olun." Siyasete uzak durmayı tercih etse de, Gülen'in politikacılarla daima yakın ilişkisi olduğu söyleniyor, katı laik bir tutumu olanlarla bile. Hareketin fikir babalarından birisi şöyle demiş: "Şeytanın ve siyasetin kötülüğünden Allah'a sığınıyorum."

Rakipleri cemaatin İran'daki gibi İslam devleti kurmasından endişeli

Bu bir bakış açısı. Diğer bakış açısına göre Gülenciler sadece eğitimi önemseyen ve arada sırada Pennsylvania’dan video mesajları gönderen hocaya hayranlık duyan kişiler değil, onlar dinciler. Gülen ve taraftarları farklı bir gündem izliyorlar, yönünü ise Hoca Efendi en yakın danışmanlarıyla birlikte belirliyor. Siyasi olmadıkları söylenemez. Hatta kimileri "Bunlar İran'daki gibi İslami devlet kuracak", diyor. Kimileri "Cemaat katı hiyerarşisi olan bir organizasyon. Opus Dei örgütü gibi toplumun gelişimini kendi düşüncesine göre biçimlendirmek için iyi eğitimli taraftarlarını devletin önemli kilit noktalarına yerleştiriyor. Polis teşkilatına, yargıya, orduya. Nitekim Aralık'taki yolsuzluk soruşturmalarının ve tutuklamaların arkasındakiler Gülen'e yakın olan kişilerdi. Böylece hükümetin yaptığı düzenlemelerle binlercesinin yerleri değiştirildi.

Bu yüzden Erdoğan paralel devletten, kendisine karşı uygulanan yasadışı dinleme metotlarından, darbeden, sabotajdan bahsediyor. İşte bu yüzden her yerde "sağlam irade" sloganıyla dev Erdoğan'ı görüyoruz. Başbakan bu yüzden diyor ki: "Devlet kurumlarının içerisine sinenler, bilesiniz ki ininize gireceğiz ininize, didik didik edip devlet içindeki bu örgütleri teşhir edeceğiz". Ancak bu defa rakipleri Erdoğan'ı zayıf yerinden yakaladı. Belki de geçen yıl bütün ülkeyi saran protestolardan daha şiddetli. Erdoğan'ın gösterdiği tepkiden Gülen cemaatinin gücüne ne kadar derinden inandığı anlaşılıyor.

Oysa Gülen taraftarları ve Erdoğan'ın AKP'si yıllarca aynı siyasi çizgiyi takip ettiler. Ortak rakipleri ordu ve laiklerdi. Çünkü onlar Osmanlı Devleti'nin çöküşünden bu yana dinin siyasette herhangi bir rol oynamasını kesinlikle engellemek istiyorlardı. AKP iktidara geldiğinde, katı laikler First Lady'lerin askeri törenlere başörtüleriyle katılıp katılamayacaklarını tartışmak zorunda kaldı. Milletvekilleri parlamentoya, üniversite öğrencileri devlet üniversitelerine türbanlı girebilecekler miydi? 

AKP, kuruluşundan beri Gülen taraftarlarının doğal tercihiydi

AKP'nin töresel ve ahlaki dini değerler üzerine kurulmuş toplum anlayışı Gülen'in görüşünden çok farklı değil. Hatta taraftarları bile aynı kişilerden oluşuyor. Biraz gerici gibi dursalar da, ekonomik ve sosyal anlamda yükselmeye gelince son derece kararlı bir tutum sergiliyorlar. Ne de olsa eski elit sınıf buna daha önce asla izin vermiyordu. Bu nedenden hedeflerine ulaşmak için onlara nasıl töresel ve ahlaki dini değerlere uygun olarak yaşayacaklarını gösteren bir baba figürünün peşinden gitmekte hiçbir sorun görmüyorlar. 

AKP 2001 yılında kurulduğundan beri Gülen taraftarlarının doğal tercihiydi. AKP politika yapıyor, Gülen dini katkılar sunuyor, ayrıca taraftarlarının partiye desteği için çalışıyordu. Her iki topluluk diğerinin büyümesini sağladı.

Ortak düşmanları olduğu sürece aralarındaki farklar çok fazla göze batmıyordu. Ne zaman eski düşmanları yenildi, işte o zaman müttefik olan iki grup birden siyasi rakip durumuna geldi. Geçmişte Amerika'yı ve İsrail'i eleştirerek Arap ülkelerin sokaklarında alkış toplayan Erdoğan'dan farklı olarak, yıllardır bu ülkede yaşayan Gülen gayet Amerika yanlısı bir tutum sergiliyor. Erdoğan'dan farklı olarak daha gösterişsiz bir şekilde dünya gündemine girmeyi tavsiye ediyor. Kendi içinde ise hareket, eskiden beri milliyetçi bir çizgi takip ediyor. Gülen taraftarları AKP'nin geçen yıllarda yaptığı gibi, Kürt sorununun çözümü için Kürt "bölücülerle" müzakere edilmesinden yana değil.

Gülen hareketinin Erdoğan'ı önüne katarak ilerlediği bir gerçek, bundan kimsenin şüphesi yok diyebiliriz. Birçok kişi için cemaat şeffaflıktan uzak, neredeyse gizemli bir hareket. Taraftarları kendilerini gizli tutuyor, en fazla "sempatizan" olduklarını söylüyorlar. Bir gazeteci şöyle diyor: "Bazen Fethullah Gülen'in bu derneğin tek üyesi olduğunu düşünüyorum!" Cemaatin kimin adına konuştuğu, kimin adına hareket ettiği belirsiz. Kimi temsil ettiği de, ne kadar güçlü ve etkili olduğu da. Hedefi. Demokratik olup olmadığı. Bundan şüphe duyanların sayısı oldukça büyük.

Türkiye'de tanınan araştırmacı gazeteci Ahmet Şık hem AKP'den, hem Gülen cemaatinden zarar görenlerden. Gülen hareketi hakkında kapsamlı araştırmalar yapmış, cemaat hayatının en önemli konusu haline gelmiş. Şık; Gülen cemaatinin polis teşkilatı üzerindeki etkisi hakkında bir kitap yazdı, adı "İmamın Ordusu". Kast ettiği kişi Fethullah Gülen. Şık kitabında bu güç savaşında parçalanan ülkesinin ürkütücü resmini çiziyor. Ona göre hem Erdoğan, hem Gülen Türk toplumuna saldırıyorlar. 2011 yılında kitabın yayınlanmasından kısa bir süre önce, Şık "terörist bir grubu destekleme suçundan" tutuklandı. Davası halen devam ediyor.

Gülen hareketi hakkında Şık şunları söylüyor: "Bunların İslami devlet kuracaklarından korkmak saçma. Onları asıl tehlikeli kılan benim gibi birisinin hayatından 13 ayını çalabilmeleri. Onca gazeteci arkadaşım halen cezaevinde." Tutuklanmasının arkasında cemaat olduğu kanısında.

Başbakan hakkında Şık şunları söylüyor: "Tutuklanmamdan kısa bir süre sonra başbakan kitabımı bir bombaya benzetmişti. Geçenlerde Brüksel'deydi ve orada söylediklerine göre, benim davam örnek alındığında Gülen cemaatinin ne kadar tehlikeli olduğu anlaşılıyormuş." Görünen o ki, Türkiye'de siyaset artık bu muhalif güce karşı savunmak için kullanılıyor. Bu arada mevcut çatışma yargıyı, interneti kontrol altına almak için Erdoğan'a iyi bir fırsat veriyor.

Erdoğan'ın taraftarları "kendi" başbakanlarının bu kadar güçlü ve gündemde olmasından gurur duyuyor olabilirler ama toplumun diğer kesimleri için ürkütücü bir yanı var. Kendilerini sanki taciz ediliyormuş, takip ediliyormuş gibi hissediyorlar. Sosyal medyada bu konuda tartışmalar sürüp gidiyor. Vikipedia'da "sağlam irade" kavramı altında bir kullanıcı şunları yazmış: "Sabah sabah sana yandan bakan kocaman bir RTE, big brother gibi. Görmemek için caddenin karşı tarafına geçtim ama oradan da görünüyordu."

Gülen cemaati gibi bir hareketin bu kadar etkili olabilmesi siyasi sistemden kaynaklanıyor

Yakında bunun gibi yorumlar da yok olabilir. Parlamentonun yeni çıkardığı bir yasaya göre hükümet internet sayfalarını mahkeme kararı olmadan da kapatabilecek. Açıklamalarına göre vatandaşın kişisel haklarını korumak için. Çocukların ve ailelerin de. Eleştirmenler ise şöyle diyor: başbakanı ve hükümeti korumak için. Yani arda kalan son özgür alanların kontrolü ve sansürü söz konusu. Geçtiğimiz hafta sonu yasaya karşı bazı protestolar gerçekleştirildi.

Türkiye'nin asıl trajedisine gelince: Erdoğan'ın bu şekilde davranabilmesi ve Gülen cemaati gibi bir hareketin bu kadar etkili olabilmesi siyasi sistemden kaynaklanıyor. Türkiye içe kapanık bir ülke. Her şey otoriter bir iktidara göre şekillendirilmiş. Türkiye'nin eski Atatürkçü elit siyasi sınıfı ne vatandaşa, ne de herhangi bir siyasi güce güvenmiyordu. Gerektiğinden fazla Müslüman olanların vay haline! Ya da daha solcu! Daha sağcı olanların! Türkiye Cumhuriyeti kurucusu Atatürk bu sebepten ülke yapılanmasında tüm önemli kararların başkent Ankara'da verilmesini sağladı. Laikliği daima koruyabilmesi için orduyu uygun bir şekilde konumlandırdı. 

Cumhuriyet'in kuruluşundan bu yana Türkiye üç askeri darbe atlattı. Atatürk her şeyi kontrol etmek istiyordu. En büyük korkusu ülkenin her an dağılabilme ihtimaliydi. Küçük siyasi partileri engellemek için yüzde 10 barajı uygulandı. Muhalefet demokrasinin gerekli bir parçası olarak değil de yönetenleri rahatsız eden bir parazit olarak algılandı ve halen de böyle algılanıyor. Darbe ardına darbe yaşamak zorunda kalan halk, çocuklarına siyasetin kötü bir şey olduğunu anlattı, siyasete güvenmemeleri gerektiğini öğretti. Bu sistem içerisinde politik olmadığını öne süren ve siyasi bir parti olmayan Gülen hareketi kuvvetli bir güç haline gelebildi. 

Başbakan Erdoğan tarih kitaplarında yerini alabilirdi. Daha fazla demokrasi, azınlıklara daha fazla yasal hak tanıma, dindarların ve laiklerin arasında toplumsal barış sağlama sözüyle, tarzı biraz kabaca da olsa, olağanüstü konuşma kabiliyetiyle liberalleri ve entelektüelleri bile kendi tarafına çekmeyi başarmıştı. Nihayet ülkenin kemikleşmiş eski elit sınıfına ait olmayan birisi çıkmıştı ortaya.

"Beyaz Türklerden" değildi, doğuştan siyasete giden yolun çizildiği varlıklı akademisyen bir ailesi de yoktu. Erdoğan, küçükken simit-limonata satarak harçlığını kazanmış, sonraları yükselmeyi başarmış bir Anadolu çocuğu. Onun sayesinde dünya birden "Türkiye modelini" konuşmaya başladı. Ekonomisi dinamik olan, demokratikleşme yolunda, Müslüman, dünyaya açık, modern ve muhafazakar. Bölgenin başka ülkeleri için örnek bir model.

Erdoğan'ın sistemi gerçekten değiştirmesi ümit edilirken görünen o ki, sistem onu değiştirdi.

Übersetzung: Derya Zeyrek