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Der Bildungsbürger freut sich so sehr über den falschen Genitiv-Apostroph, den er in Siggi’s Friseursalon entdeckt, dass man glauben könnte, er sei für ihn dort reingeschmuggelt worden, damit er seine Bildung fühlen kann. Bis die Regel Anfang des 20. Jahrhunderts aufgestellt wurde, war der Apostroph noch landesweit üblich, etwa in Linde’s Eismaschinen Aktiengesellschaft von 1879, das waren die Erfinder des Kühlschranks.

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Heute wird oft angenommen, der ostdeutsche Kleingewerbetreibende tue sich mit dem richtigen Genitiv besonders schwer, die Karte sieht aber die Norddeutschen vorn, die (auch in der korrekten Schreibweise) eher zum Genitiv neigen. Die Daten sind allerdings schon ein bisschen älter. Neuere waren nicht aufzutreiben, die Gelben Seiten schrieben, sie wollten niemanden "bloßstellen". Dabei war bloßstellen nicht das Ziel, im Gegenteil, es soll hiermit ein warmer Mantel des Verständis’ um Andrea aus Andrea’s Getränkeshop gelegt werden, die ohne Apostroph leicht mit einem Andreas zu verwechseln wäre.