Ein heißer Tipp für Lehramtsanwärter: die St.-Sebastian-Grundschule in Raesfeld! Wenn Sie allerdings "lieber das Geheul der Totenglocke als das ewige ›Schach dem König!‹ von Läufern, Springern und anderen Bestien" (Götz von Berlichingen) hören, sinken Ihre Einstellungschancen beträchtlich. An dieser Schule gibt es seit über 20 Jahren Schachunterricht, seit 2008 ist Schach aufgrund der großen Resonanz und des nachgewiesenen Nutzens für die schulischen Leistungen insgesamt, aber insbesondere bei Integrationsschwierigkeiten, für alle Schüler einmal in der Woche Unterrichtsfach. Zwei Drittel der Schüler spielen auch in der Freizeit Schach, und viele sind der SG Turm Raesfeld/Erle beigetreten – kontinuierliche Teilnahmen an den deutschen Schulschachmeisterschaften bezeugen die besondere Qualität der St.-Sebastian-Schachjünger.

Der "Vater" dieser ebenso wunderbaren wie wundersamen Entwicklung, der Schüler wie Lehrer gleichermaßen "infiziert" hat, ist der Konrektor Manfred Grömping, der gerade von der Deutschen Schachjugend zum "Schachlehrer des Jahres" gewählt wurde. Nur eines: Verbergen Sie beim Einstellungsgespräch etwaige Sympathien für den BVB tief in Ihrer Brust, und singen Sie stattdessen ein Loblied auf Schalke!

Doch nun ein Loblied auf den 13-jährigen Fabian Hoffmann, der als Schwarzer am Zug in der Jugendbundesliga Thomas Haase aus Paderborn prächtig matt setzte. Wie kam’s?

Lösung aus Nr. 29:

Welcher Coup des Weißen vergrößerte seinen Vorteil beträchtlich? Nach 1.Lxd5! gab Schwarz schon auf, weil bei 1...Dxd5 2.Dxf6 mit undeckbarem Matt auf h8 folgte, bei 1...Sxd5 sogar unmittelbar 2.Th8 matt geschähe und 1...Da6 2.Tc1 nebst 3.Tc6 oder 3.Tc1-c8 hoffnungslos wäre