Klicken Sie auf das Bild, um die Grafik als PDF herunterzuladen. © Pia Bublies/Björn Schwentker

Sucht man im Netz nach Listen der größten Metropolen der Welt, dann findet man widersprüchliche Angaben. Der Grund ist, dass "Stadt" ein recht schwammiger Begriff ist. Die Vereinten Nationen (UN) zählen nicht nur die Verwaltungseinheit mit ihren amtlichen Grenzen als Stadt, sondern das gesamte Ballungsgebiet. Diese sogenannte Agglomeration schließt das Umland mit ein, das flächendeckend oder zumindest dicht besiedelt ist. Solche Ballungsgebiete können aus mehreren Städten oder aus einer Stadt mit ihrem "Speckgürtel" bestehen. Unsere Grafik, in der die heutige Bevölkerung der 30 größten Metropolen mit der von 1960 verglichen wird, zeigt: Der Schwerpunkt hat sich dramatisch verlagert, von den Hauptstädten der westlichen Welt in die Riesenstädte Asiens, von denen viele bei uns nicht einmal den Namen kennen. Am dramatischsten war das Wachstum im chinesischen Shenzhen: In der 10-Millionen-Stadt wohnten 1960 gerade einmal 8000 Menschen.