Wehe, wenn ich einst im bayerischen Abitur bei der katholischen Religionslehre nicht sämtliche Gottesbeweise hätte herbeten können! Dann wäre die Erlangung der "Reife" gefährdet gewesen, so wie unser Religionslehrer auch immer einzeln überprüfte, ob jeder beim Schulgottesdienst anwesend war, und mich einmal gar zum Direktor führte, weil ich bei der Bamberger Fronleichnamsprozession bei den katholischen Pfadfindern statt bei der Schule mitging. "Ja, geht’s denn noch?", höre ich meine Tochter sagen. Manches ist heutzutage einfacher; es gibt durchaus Menschen, die sich kein festes Urteil über die Existenz Gottes erlauben, und ähnlich wie mit der Religion halten sie es auch bei der Frage, die kürzlich vor allem des Schachvolks Gemüter erhitzte, ob Schach Sport sei – dazu tat ich an dieser Stelle bereits am 19. Juni meine Meinung kund. Aber letztlich ist natürlich auch dies Glaubenssache. Genug davon, auf zum objektiven Schach, mögen wir dessen inhärente Gesetzmäßigkeiten auch ebenso wenig wie so vieles andere je verstehen. Der schon 63-jährige russische Ex-Weltmeister Anatoli Karpow, der immerhin in der Sowjetunion zwei Mal "Sportler des Jahres" war, trat kürzlich in der deutschen Bundesliga für Hockenheim an und besiegte dabei am Spitzenbrett den für Eppingen spielenden Israeli Maxim Rodshtein.

Mit welchem Zug erlangte er als Schwarzer einen kleinen, aber siegbringenden Vorteil?

Lösung aus Nr. 31:

Mit welcher Opferkombination setzte Weiß schnell matt? Das Damenopfer 1.Dd5! durfte Schwarz wegen des Zweispringermatts nach 2...cxd5 3.Sxd5 nicht annehmen. Mit 1...De7 verhinderte er zwar die Matts auf d6, e6 und f7, doch nun besiegelte das Springeropfer 2.Sxh7+! sein Schicksal: 2...Txh7 3.Lg5 matt