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Sie sind Arbeitslose, Söhne reicher Eltern, ausgebildete Sanitäter oder sogar gelernte Armeeoffiziere: Tausende militante Islamisten aus aller Welt haben sich seit 2012 dschihadistischen Gruppen in Syrien angeschlossen. Nicht alle sind bei der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) gelandet, die mittlerweile weite Gebiete zwischen der nordsyrischen Stadt Aleppo und der nordirakischen Stadt Mossul hält; aber wohl die meisten. Genaue Zahlen kennt niemand, denn die Rekruten reisen unauffällig. Und manche pendeln zwischen Front und Herkunftsland.

Seit der IS einen Teil der syrisch-irakischen Grenze kontrolliert, sind seine Kämpfer auch im Irak zu finden. Es ergibt deswegen kaum noch Sinn, zwischen Syrien und dem Irak als Reiseziel der Freiwilligen zu unterscheiden.

Die Zahlen, die wir hier zeigen, sind kombinierte Schätzungen verschiedener Institutionen und Regierungen. Die ZEIT hat sie durch eigene Recherchen ergänzt und teils gewichtet. Experten gehen davon aus, dass sie weiter steigen werden. Der Zustrom, sagen Sicherheitsbehörden, sei ungebrochen.