Worum geht es in der aktuellen ZEIT? Was sind die wichtigsten Themen? Diese stellen ZEIT-Chefredakteur Giovanni di Lorenzo und der stellvertretende Chefredakteur Bernd Ulrich Ihnen hier vor.

Zu den beglückendsten Momenten im Leben des modernen Menschen gehört es – zumal in der Vorweihnachtszeit –, wenn er im Kaufhaus eine leibhaftige Verkäuferin findet. Leider hat unser Investigativteam herausgefunden, dass es sich bei den entsprechenden Damen und Herren oft gar nicht um Angestellte des Kaufhauses handelt, sondern um solche einer bestimmten Marke. Man erwartet also unabhängige Beratung und bekommt das glatte Gegenteil.

Noch weit schwieriger herauszufinden war es für unser zehnköpfiges Reporterteam, wie der sogenannte Islamische Staat im Inneren funktioniert. Um das beschreiben zu können, haben sie nicht nur Dokumente studiert, sondern sich vor Ort angesehen, wie Rohöl in Kanister gefüllt wird und Häuser beschlagnahmt werden. Entstanden ist eine politische Ökonomie des Kalifats. Das Fazit lautet: Dem IS geht es finanziell schlechter als gedacht, ungefährlicher werden die Terroristen dadurch aber noch nicht.

Was entsteht, wenn zwei intelligente Männer sich ihre Jungsträume erfüllen und dabei gefilmt werden? Gute Unterhaltung. Die Rede ist von Joko und Klaas, dem Entertainer-Paar, das nun nach dem Ende von Wetten, dass.. ? die ganze Unterhaltungsbranche retten soll. Wir widmen den beiden in dieser Woche, jawohl!, ein ganzes Dossier.

Wem das für ZEIT-Verhältnisse zu exotisch erscheint, dem empfehlen wir unsere Literaturbeilage, in der 20 Schriftsteller, unter ihnen Daniel Kehlmann, Martin Walser und Eva Menasse, über die Bücher schreiben, die sie selbst zu Weihnachten verschenken. Zum Teil sind es Entdeckungen, die sogar unsere Literaturkritiker nicht kannten. Und von denen dachten wir zwei bisher, sie hätten wirklich alles gelesen.

Zum Schluss müssen wir auf einen Dissens zwischen uns beiden hinweisen. Es geht um den Start einer neuen Serie im Feuilleton, die aus internationaler Perspektive darlegen soll, wie seltsam die Deutschen den meisten Europäern mittlerweile vorkommen mit ihrer Sparpolitik, ihrem Exportüberschuss und ihrer Energiewende. Der Nur-Deutsche unter uns fürchtet sich davor, dass Deutschland der Geisterfahrer des Kontinents geworden sein könnte – während der Halb-Italiener dieses Land mehr denn je als Ausgeburt des Normalen empfindet und die meisten anderen, vor allem die südlichen Länder, auf Abwegen sieht. Vielleicht darf man nur zur Hälfte Deutscher sein, um die Deutschen so positiv zu sehen.

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