Klicken Sie auf das Bild, um die Grafik als PDF herunterzuladen. © A. Fuchs/D. Momiroski/ A. Reiter

Nur die wenigsten kennen Henrietta Leavitt, aber den Namen Edwin Hubble, den kennen viele – nach ihm ist ein Weltraum-Teleskop benannt. Was nur die wenigsten wissen: Ohne Henrietta Leavitts Vorarbeit hätte Hubble viele seiner Entdeckungen nicht machen können (und andere Astronomen übrigens auch nicht). Doch berühmt geworden ist nur Hubble, nach ihm hat man das Teleskop benannt, nicht nach Leavitt. Wahrscheinlich vor allem deswegen, weil er ein Mann ist. Oder andersherum: Henrietta Leavitt ist unbekannt geblieben, weil sie eine Frau ist. Denn Frauen hatten und haben es noch immer schwer in der Forschung.
Das kann man auch am kommenden Mittwoch in Stockholm mal wieder beobachten. Da werden die Nobelpreise verliehen, und unter den Preisträger ist nur eine einzige Frau. Die geringe Frauenquote bei der Preisverleihung ist keine Ausnahme: Bislang gingen die Nobelpreise zu fast 95 Prozent an Männer.   

Und das ist auch kein Zufall: Zwar sind die Frauen kurz nach dem Studium noch leicht in der Überzahl, doch in der weiteren akademischen Laufbahn werden sie immer weniger, je höher es die Karriereleiter hinauf geht. Bei den höchstdotierten Professorenstellen liegt ihr Anteil nur noch bei etwas mehr als 15 Prozent. Das Ausland macht es da schon besser.