Junge, war das wieder eine Nacht. Ich war gegen halb zehn abends nach Hause gekommen, und vor der Wohnungstür gegenüber meiner Wohnung, im dritten Stock eines Altbaus an einem schönen Platz in Berlin-Mitte, standen zehn oder zwölf Paar Schuhe im Flur – das untrügliche Zeichen dafür, dass in der Wohnung gegenüber etwas lief und es heute Nacht wieder laut werden würde. Ich schloss meine Tür auf, schaltete den Fernseher ein, versuchte, die Ruhe zu bewahren. Von draußen konnte ich die Tür gegenüber ins Schloss fallen hören, dann immer wieder dieselben Geräusche: Klingeln, Schritte, das Geräusch zu Boden fallender Schuhe, das Ins-Schloss-Fallen der Tür, erneutes Klingeln. Bis zwölf Uhr zählte ich, dass mindestens dreißig Menschen die Wohnung gegenüber betreten haben mussten, es konnten auch fünfzig sein. Zuletzt war Musik ins Treppenhaus gedrungen, Lachen, das Klirren von Bierflaschen. Ich steckte mir Ohropax in die Ausgänge der Gehörgänge, legte mich zu Bett und horchte – mit bis ans Kinn hinaufgezogener Bettdecke. Ich wusste: Die Ruhepausen würden kürzer werden. Ich wusste: Ich würde heute Nacht wieder kaum schlafen, bis in die frühen Morgenstunden, bis die Kräfte von Justus, Fritz und Finn, den drei Jungs, die in der Wohnung gegenüber wohnten, und ihren Gästen langsam nachließen.

Gegen halb eins schickte ich eine SMS: "Justus. Bitte. Ich MUSS schlafen." Gegen ein Uhr: "RUHE. Jetzt. Es geht nicht. Bitte. Feiert woanders weiter." Schon um fünf nach eins zog ich die Hose an und klingelte Sturm. Beim zehnten Klingeln erschien Justus hinter der Wohnungstür – der Kopf eines noch sehr jungen Menschen, die vom Alkohol geröteten Augen: "O Gott, sind wir wieder zu laut?" Hinter Justus tauchte eine süße Maus auf, gerade volljährig oder noch nicht ganz, mit ähnlich diesigen Augen, und schob Justus zur Seite. "Lass mich mal machen", erklärte sie, dann zu mir: "Hey, du. Willst du nicht mitfeiern?" Ich erklärte, dass ich ein vierzigjähriger Familienvater sei, der schon genug gefeiert habe und jetzt unbedingt, und zwar noch heute Nacht, schlafen müsse. Sie lächelte. "Och, das ist aber schade." Dann: "Wir sind ganz still, okay?" Und die Tür fiel wieder ins Schloss. Ich schrieb noch ein paar SMS, sinnlos. Gegen sechs Uhr früh, nach einem Höllengepolter im Treppenhaus – jemand musste die Treppen hinuntergefallen sein –, schlief ich ein.

Die letzte WG ihrer Art im gentrifizierten Berlin-Mitte

Es gibt kaum eine gewöhnlichere und kaum eine dämlichere Rolle als die des Nachbarn, der sich über Ruhestörung seines Nachbarn beschwert. Bei mir lag der Fall ein wenig anders: Natürlich litt ich unter dem Krach der Jungs. Zum Anfang des Jahres hatte sich im dritten Stock eine WG etabliert, die Eltern von Justus waren ausgezogen und hatten ihrem Sohn die Wohnung überlassen, Justus hatte zwei Freunde zu sich in die Wohnung geholt: die WG von Justus, Fritz und Finn, 19, 19 und 21 Jahre alt. Seitdem war kaum ein Freitag und Samstag vergangen – die Jungs waren Wochenendfeierer –, an denen ich nicht aus dem Bett SMS verschicken musste. Gleichzeitig – wie komisch – mochte ich die Jungs, und zwar mit jedem Mal, mit dem sie mir Grund gaben, ernsthaft böse mit ihnen zu sein, mehr. Ich fand, sie sahen cool aus (Wollmützen, Kappen, Nike-Turnschuhe). Sie grüßten wortkarg. Im Treppenhaus hielten sie einen angenehm selbstbewussten Abstand. Wenn sie nicht betrunken waren, was tagsüber nicht vorkam, hatten sie ausgesprochen gute Umgangsformen. Und während die anderen Nachbarn längst mit Hausverwaltung und Polizei gegen die Junge-Männer-WG vorgingen (die nette Nachbarin im ersten Stock, die zur Weihnachtszeit Tannenzweige ins Treppenhaus legte, drehte fast durch), spielten sich bei uns die immer gleichen Rituale aus Beschwerden, Entschuldigungen und höflichem Grüßen im Treppenhaus ab. Wir hatten einen Vibe.

Es war dann im Dezember, in dem ich beschloss, einen ungewöhnlichen Schritt zu gehen und die Jungs kennenzulernen. Ich glaubte nicht daran, so die Partys zu stoppen – ich wollte sie trotzdem kennenlernen. Waren sie vielleicht die letzte WG ihrer Art im gentrifizierten, von Familien, Anwälten, Start-up-Unternehmern und der neuen Bourgeoisie bevölkerten Mitte? Wer waren die Menschen, die da jedes Wochenende in unser Haus kamen, und wie viel Alkohol konnte ein 19-Jähriger an einem Freitagabend eigentlich vertragen? Was lernten, arbeiteten und dachten diese drei jungen Menschen, für die sich Lehrer, Politiker und Meinungsforschungsinstitute traditionell so vergeblich interessierten, wie nahmen sie die Nachrichten auf, die große Politik, Angela Merkel, die AfD, Flüchtlinge in Deutschland, den IS-Terror, die Drogendealer im Görlitzer Park?

Dieser Artikel stammt aus der ZEIT No 1 vom 30.12.2014.

Ich klingelte am verabredeten Abend, dem dritten Adventssonntag, mit vier Steaks und einer Tüte voll Bier. Der Schritt in die Höhle der drei Partylöwen: Herzklopfen. Justus nahm mir das Bier ab, stellte die Flaschen in den Kühlschrank. Es roch gut nach Wäsche. Unschlüssiges Rumstehen in der Küche. Justus und Fritz waren auf Socken, Finn, der Älteste, trug Filzpantoffeln. Die Küche: ein zweiteiliger Raum, im vorderen Teil war die Küchenzeile, im hinteren ein blaues Ledersofa, auf dem acht Leute Platz hatten, ein Ikea-Tisch davor. Auf der Küchentheke lag eine Süddeutsche. Über dem Sofa hingen Werbeplakate von Sternburg-Bier, dem Bier im Billigsegment, mit den Partysprüchen "Nein, Mama mag das nicht" und "Vom Preis her nicht mein Geschmack". Ich stellte den Jungs die sinnschwache Frage, woher sie die Süddeutsche hatten, einfach um irgendetwas zu sagen. Justus: "Die hat mir so eine Olle vor den Schönhauser-Allee-Arcaden angedreht. Das Probeabo ist längst abgelaufen, aber die kommt irgendwie immer noch." Lachen. Die Jungs machten nun den Vorschlag, mir erst mal ihre Zimmer zu zeigen: Fritz hatte das kleinste. Ein Hochbett, ein Bob-Marley-Poster, eine Harry Potter-Buch-Sammlung. Finn bewohnte das größte Zimmer: Couch, Schreibtisch, eine Heimbar. Justus gehörte das Zimmer hinter der Küche: zwei Bob-Marley-Poster, ein Hertha-Schal, eine Kappensammlung an der Wand, zwei Flaschen Wodka am Bett, etwa zehn Bücher im Regal. Ich sah mir die Jungs, rumstehend, noch einmal an: Alle drei sahen gut aus. Justus hatte ein Kindergesicht, eine Kappe von Felix the Cat auf dem Kopf. Fritz sah sogar sehr gut aus, groß, mit brauner Haut und grünen Augen. Finn trug eine Malcolm-X-artige Brille und hatte ein feines, spöttisches Gesicht. Du lieber Himmel, jetzt musste ich mit den Jungs reden. War es noch zu früh für ein Bier? Justus und Fritz schauten sich an: "Also, wir hatten schon eins."

"Wir hoffen immer, dass die Nachbarn nicht da sind"

Zunächst wollte ich den letzten Samstag besprechen: Da hatte die Polizei anrücken müssen. Fritz: "Ich bin raus. Ich war letztes Wochenende nicht da." Justus erzählte, dass sie den Geburtstag von zwei Kumpels feiern wollten, der Abend hatte in einer Bar in Kreuzberg begonnen, dann hatten sie nicht in den Club gehen können, weil unter Achtzehnjährige dabei gewesen waren. Also hatte man das Gelage zu ihnen nach Hause verlegt: "Es war relativ schnell vorüber, weil wir echt laut waren." Der Nachbar aus dem ersten Stock, so Justus, schleiche nachts gerne im Bademantel über den Hof und schalte ihnen im Keller den Strom ab. "Nicht so lustig", so Justus, "weil dann die Tiefkühltruhe abtaut." Hat ihre Wohnung unter ihren Kumpels schon einen Ruf als Partyzentrale? "Sagen wir so", erklärt Fritz, "wir sind mit die Ersten in unserem Alter, die schon alleine wohnen. Wir freuen uns einfach darüber, dass wir keine Eltern in der Wohnung haben." Unschuldiges Grinsen. Justus, der in dieser Wohnung seit seinem zweiten Lebensjahr wohnt, wird von den anderen beiden als Partymotor bezeichnet, Fritz zieht mit, Finn sei eher der ruhige Typ. Das Prinzip Alkohol: Welches ist ihr Stoff? Bier. Danach teilt man sich zu zweit je eine Flasche Wodka oder mischt Goldkrone mit Cola. Futschi, der Ost-Klassiker. Justus: "Was hier stattfindet, ist ja nur das Vorglühen. Danach gehen wir meistens noch in einen Club." – "Moment mal", sagt Fritz, "das klingt jetzt so, als ob wir Alkoholiker sind. Die sind wir definitiv nicht." Das Prinzip Rücksichtslosigkeit: Ist das die Idee, dass ihnen die Nachbarn letztlich komplett egal sind? Jetzt klingen sie wie kleine Kinder. Fritz: "Wir hoffen immer, dass die Nachbarn nicht da sind." Justus: "Ich denke ja immer, vielleicht schaffen wir es ja mal, nicht so laut zu sein. Was natürlich nie klappt."

Vorbereitung der Steaks. Justus richtet mit sicheren Handgriffen einen Salat an, schneidet Cherrytomaten. Plaudereien – was man so nebenbei aufschnappt: Snapchat heißt die neue App, die Videobotschaften verschickt. Das Besondere ist, dass die Videos nur ein paar Sekunden sichtbar sind und sich dann selbst zerstören. Brave Nachfrage des Gastes: Sind ihnen Soziale Netzwerke wichtig? Ratlosigkeit. Ja, bisschen Facebook, bisschen Instagram. Alle drei Jungs sehen, dass vor allem die Werbung ein Interesse daran hat, dass Soziale Netzwerke stark frequentiert werden. Finn: "Bei großen Firmen arbeiten mittlerweile hundert Leute, die sich nur um Facebook-Posts kümmern." Dann geht es um den schönsten Film des Jahres, das U-Bahn-Ficker-Video: Am U-Bahnhof Schönleinstraße wurde ein Mann dabei gefilmt, wie er seine Frau von hinten nimmt. Die Fernsehstars Joko und Klaas haben mit dem Video eine ganze Sendung bestritten. Superlustig.

Jetzt gibt es Gelegenheit, die Biografie der Jungs ein wenig kennenzulernen. Justus, 19, seine Familie stammt aus dem Osten (Vater Zimmermann, Mutter arbeitet in einer Arztpraxis). Schule mit 16 abgeschlossen, Ausbildung zum Restaurantfachmann abgebrochen, Jobs in verschiedenen Restaurants, jetzt bei einer Cateringfirma. Justus überlegt, im Frühjahr beim freiwilligen Wehrdienst der Bundeswehr anzufangen, er möchte die Sanitäterlaufbahn einschlagen. Fritz, 19, Vater aus dem Osten, Mutter aus dem Westen, er stammt aus einem künstlerischen Elternhaus (Mutter Schauspielerin, Vater Bühnentechniker). Mittlerer Schulabschluss mit 16, heute studiert er Sound-Engineering in Berlin. Fritz: "Mein Sound ist schon Bumm." Fritz sieht sich nicht als zukünftiger DJ oder Popstar, lieber möchte er als Produzent im Hintergrund arbeiten: "Ich habe ziemliches Lampenfieber." Nebenbei jobbt Fritz als Model: "Ich habe gleich oben angefangen, bei Prada in Mailand." Als Model komme er viel herum, London, Paris, auch mal New York. Rührender Kommentar: "Das Modeln ist echt gut für die Englischkenntnisse." Finn, 21, in Hamburg geboren, seit seinem elften Lebensjahr in Berlin (Vater Textilgroßhändler, Mutter Autorin). Abitur, derzeit studiert er im letzten Semester Wirtschaftsrecht. Er kann sich vorstellen, mal in der Rechtsabteilung einer Firma zu arbeiten oder, ganz etwas anderes, noch eine Tischlerlehre dranzuhängen: "Ich möchte maximal selbstständig sein."

Die Steaks mögen die Jungs nur kurz angebraten. Die verbotene Frage nach der Liebe: Haben die Jungs eigentlich Freundinnen? Keiner der drei Jungs hat derzeit eine Freundin. Finn: "Ich stresse mich nicht. Das kommt ganz von alleine." Fritz erklärt: "Ich will auch erst mal mein Leben auf die Reihe bringen."

Noch ein Bier. Und noch eins. Wir reden, rauchen. Als erstes politisches Thema wollen wir etwas ansprechen, das sie als Berliner vielleicht direkt betrifft: die Drogendealer im Görlitzer Park. Der Senat hat die Büsche im Park stutzen lassen, damit die Dealer ihre Päckchen nicht mehr verstecken können. Justus: "Der Görli ist total kriminell. Das ist schrecklich, was da abgeht." Von Finn kommt eine gut informierte Einschätzung: "Bei der SPD gibt es einen interessanten Paradigmenwechsel. Ab 2017 wird man von Berlin aus auf die Legalisierung weicher Drogen setzen. Nach dem Vorbild Uruguay, Colorado." Fritz erklärt, dass er, also ganz ehrlich, auch ab und zu gerne einen kiffe: "Parteien müssen einsehen, dass es keinen wirklichen Grund gegen die Legalisierung gibt."

"Deutschland braucht keine Flüchtlinge, aber die Flüchtlinge brauchen uns"

Das Vortasten in politische Themen: Das ist ja gar nicht so einfach, das Sprechen über Politik ist von Talkshows im Fernsehen vergiftet. Über Angela Merkel weigern sich alle drei Jungs zu reden: "Bitte nicht." Gregor Gysi sei sympathisch, aber leider in der falschen Partei. Es fallen klassische, in ihrer Unbedarftheit entwaffnende Junge-Menschen-Sätze: "Ich will ja nicht Politiker werden. Insofern sind mir die Politiker auch egal." Das Suchen nach einer ernsten, triftigen, sinnvollen Aussage. Offenkundig ist, dass alle drei lieber nichts sagen, als vagen Unsinn zu reden. Das St.-Hedwigs-Hospital ums Eck hat gerade hundert Flüchtlinge aus Syrien aufgenommen: Sind ihnen die Menschen willkommen? "Ich habe davon nichts mitbekommen", grinst Justus. "Unbedingt", erklärt Fritz, "Deutschland braucht keine Flüchtlinge, aber die Flüchtlinge brauchen uns."

Das Sprechen über Politik ist von den Talkshows im Fernsehen vergiftet

AfD, die Pegida-Bewegung in Dresden, Demonstrationen gegen Islamismus, Einwanderungspolitik, den Euro: Der Gast konfrontiert die Jungs, die vor den leeren Steaktellern sitzen, jetzt mit jener abstrusen Bewegung, die Feuilletonisten als Querfront rechter und linker Kräfte bezeichnen. Gibt es Ausländerfeindlichkeit unter ihren Freunden? Fritz: "Null. Nada." Antisemitismus? Eine antiisraelische Stimmung? Viele Freunde haben nach dem Raketenbeschuss aus Gaza und den Vergeltungsschlägen Israels ein "Free Palestine" als Facebook-Profilbild gepostet. Fritz: "Das posten viele, die nicht das fundierteste Wissen haben." Und der kluge Finn gibt zu bedenken: "Die Grenzen von berechtigter Israelkritik zu waschechtem Antisemitismus sind leider fließend." Könnten sie sich vorstellen, bei einer Anti-Islamismus-Demonstration mitzugehen? Justus fühlt sich auf Demonstrationen grundsätzlich unwohl. Finn: "Demonstrationen gegen eine Religion sind der falsche Weg. Da müsste an anderen Stellen Arbeit geleistet werden." Beim IS-Terror, dem krassesten Thema des Jahres, kommen dann doch die Emotionen hoch. Laute Stimmen. Es wird durcheinandergeredet. Es ist vom Berliner Rapper Deso Dogg die Rede, der sich dem IS angeschlossen hat und am Enthauptungsvideo des US-Journalisten James Foley beteiligt war. Justus: "Das ist zu krass. Das macht mich vollkommen fertig." Den Zivilisationsbruch, dass da eine Armee im Namen Allahs Unschuldigen die Hälse durchschneidet, haben die Jungs auch in ihrer WG in Berlin-Mitte erlebt.

Gegen zehn Uhr erkundigt sich Justus sehr süß, ob ein bisschen Musik jetzt okay wäre: Es läuft der Hip-Hop der Berliner Gruppe K.I.Z. Begeisterung, weil der Gast die Musik nicht kennt und Für-Musik-Schwärmen immer schön ist. Politische, ironische, federleichte Texte: Empfohlen wird das Album Sexismus gegen rechts. Fritz: "Man muss stolz sein, dass die aus Berlin kommen." Justus: "Ich kenne niemanden, der K.I.Z. nicht feiert."

Und plötzlich, es ist noch nicht halb elf, hat der Besucher das Gefühl, dass er diese Jungs und ihren angebrochenen Abend jetzt alleine lassen muss: genug gefragt, zurück in die Wohnung gegenüber. Letzte Fragen: Ist es eigentlich schön, ein junger Mensch zu sein? Die Frage verstehen sie komischerweise sofort. Justus, lächelnd: "Doch. Es ist ganz wunderbar." Nachsatz: "Manchmal fehlt einem das nötige Kleingeld." Finn: "Ich fühle mich so lange gut, solange ich weiß, was ich in den nächsten sechs Monaten zu tun habe. Das ist der einzige Druck, den man als junger Mensch verspürt: dass man sich eine Perspektive schaffen muss." Fritz, bedacht, langsam, ein breites Lächeln steht ihm im Gesicht: "Mir ist bewusst, wie viel noch vor mir liegt. Meine Eltern sagen, die Zwanziger sind die besten Jahre." Gott, klingt das schön.

Heute Nacht legt noch der DJ des Rappers Asap Rocky im Spindler & Klatt in Kreuzberg auf. Die drei Jungs stehen im Türrahmen. Sie sind, nicht weniger kann ich sagen, meine persönlichen Helden des Jahres. Lasst ihr mich heute Nacht schlafen? "Okay."

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