Eins stand für ihn fest, und er sagte es oft: Er wolle den Job auf andere Art prägen als sein Vorgänger, mehr sein als blenden, kein Tamtam. Und die meisten Leute waren sehr d’accord mit ihm. Doch kaum hatte er das Ziel erreicht, wurde schon gemäkelt und die Randlosbrille wurde zum Symbol seiner selbst. Nein, von Liebe, gar Bewunderung war nicht die Rede, allenfalls von Sympathie. Doch was soll’s, letztlich ist derzeit kein Konkurrent in Sicht. Das Rad zurückdrehen macht niemals Sinn, und einer, dem sie diese Aufgabe gern anvertrauen wollten, hat sich als Dr. Jekyll & Mr. Hyde entpuppt.

Er dagegen hat alle wichtigen Stationen absolviert: die Eliteschulen besucht, sich eine schöne, kluge Gefährtin geangelt und mit ihr Kinder gezeugt. Konnte sich in der Provinz behaupten und in der Stadt; man kann ihm partout nichts Böses nachsagen, auch die Trennung von der Mutter seiner Kinder ging diskret über die Bühne.

Allerdings hat ihm die darauf folgende Herzensdame bisher nicht verziehen, dass er sich neuerlich nach einer Schönen umsah, und lässt seitdem kein gutes Haar an ihm. In Sachen Liebe ist seinen toleranten Landsleuten nichts fremd, da muss er wohl keine bleibende Blessur befürchten. Und vielleicht ist er, dessen Name von ehemals eingewanderten Ahnen zeugt, ja doch noch für manche Überraschung gut.

Herzenswärme, Empathie und innere Stärke zeigte er, für viele unerwartet, bei einem schweren Auftritt und machte damit eine respektable Figur. Ein Mensch wie du und ich – die Rolle, die er mag. Wer ist’s?

Lösung aus Nr. 11:

Der indische Elefant Abul Abaz (gest. 810) war ein Fürstengeschenk des Kalifen Harun ar-Raschid am Karl dem Großen und war nach dem Gründer der Abbasiden-Dynastie benannt. Am 20. Juli 802 traf er in Aachen beim fränkischen Kaiser ein. Er starb wohl an der Maul- und Klauenseuche