Die Gummiboa

Im Westen der USA lebt die Gummiboa. Sie gehört zu den Riesenschlangen, obwohl sie nur einen halben Meter lang ist. Und sie besteht natürlich nicht aus Gummi. Unter ihrer schuppigen braunen Haut hat sie ganz im Gegenteil viele Muskeln und ein Skelett. Sie ist enorm biegsam und rollt sich bei Gefahr eng zusammen. So eingekringelt, sieht sie ein bisschen aus wie ein Gummiball. Daher auch ihr Name. Noch treffender wäre aber Gummiballboa.

Die Millionärsschnecke

Diese Schnecke ist sehr selten. Wenn man eine findet, ist sie ein richtiger Schatz. Sie lebt bis zu 1.000 Meter tief unten im Wasser vor der japanischen Küste. Ein Fischer, der so eine Schnecke vor 100 Jahren aus der Tiefe holte, konnte sie für eine Million Yen verkaufen. Das wären heute ungefähr 7.000 Euro. Für Fischer war das ein großes Vermögen, so kam die Millionärsschnecke zu ihrem Namen. Heute kosten gut erhaltene Schnecken immer noch ein kleines Vermögen, nämlich bis zu 900 Euro.

Die Knoblauchkröte

Wer Knoblauchgeruch unangenehm findet, der sollte sich von dieser Kröte unbedingt fernhalten. Denn sie verdankt ihren Namen einer Eigenschaft, die sehr viele Amphibien haben: Wenn sie angegriffen wird, stellt sie sich tot und sondert gleichzeitig Schleim ab. Der riecht nach Knoblauch und ist außerdem noch giftig. Ein Hund kann sterben, wenn er an dem Schleim schleckt. Begegnen kann man dem müffelnden Viech in Ländern in Osteuropa und auch bei uns in Deutschland.

Der Schokoladen-Fruchtzwerg

Der Name klingt wie eine leckere Nascherei aus dem Supermarkt, in Wirklichkeit ist der Schokoladen-Fruchtzwerg aber eine winzige nachtaktive Fledermaus, die in Südamerika lebt. Der Name wirkt zwar ziemlich verrückt, ist aber eigentlich ganz passend, denn das Tierchen ist schokoladenfarben und frisst besonders gern kleine Früchte, zum Beispiel Feigen. Und ein richtiger Zwerg ist die Fledermaus auch, sie würde problemlos auf jeder Handfläche Platz finden.

Der Ohrwurm

Jeder hatte schon mal einen Ohrwurm: ein Lied, das einem nicht mehr aus dem Kopf geht. Doch es gibt auch ein Tier mit diesem Namen. Es hat sechs Beine und ist ein Insekt, das sogar fliegen kann. Früher dachte man, dass sich dieses Tierchen in Menschenohren einnistet und von dort weiter ins Gehirn bohrt. Das ist zwar Blödsinn, aber seinen Namen ist der Ohrwurm nie wieder losgeworden. Wer ihn sehen will, muss nicht hinter oder in Ohren suchen, sondern unter Steinen im Garten.