Wenn Schachspieler etwas in die Jahre kommen, versuchen sie schon einmal, den anregenden Nervenkitzel des Turnierschachs mit dem Vergnügen des Reisens in ferne Länder zu verbinden.

So fliegen denn der Großmeister Klaus Bischoff, der heutzutage vor allem als Internet-Kommentator in vielen schachbegeisterten Wohnzimmern ein gern gehörter Gast ist, und seine Lebensgefährtin Ingrid Lauterbach, die in einer Laune des Schicksals trotz ihres unverwechselbaren fränkischen Akzents (allein dafür kann man sie schon lieben) international für die englische Mannschaft spielt, gerne nach Neuseeland.

Als ob dies des Exotischen nicht genug wäre, wurden die New Zealand Open in einer Kirche in Auckland ausgetragen. Allerdings nicht in einer Art Kirchenasyl für die bedrohte Spezies Schachspieler, sondern quasi auf ureigenem Schachgrund, weil der neuseeländische Großmeister Murray Chandler die Kirche erworben hat und mit seinem National Chess Center hohe Wertschätzung erfährt.

Obwohl Klaus Bischoff heute mehr Schach "spricht" als selber spielt, kann er es offenbar immer noch. Unter 115 Teilnehmern wurde er schließlich mit dem englischen Großmeister David Howell geteilter Zweiter, nicht zuletzt deshalb, weil er als Weißer am Zug dessen König tödlich am Brettrand einklemmte. Wie kam’s?

Lösung aus Nr. 20:

Wie kann Schwarz am Zug in spätestens vier Zügen matt setzen?

Mit dem Damenopfer 1...Df3! und der Folge 2.Lxf3 Sxf3 matt. Doch Weiß kann das drohende Springermatt auf h3 mit 2.Dc8 Txc8 3.h3 Sxh3+ 4.Kh2 Sg4 matt hinauszögern