"Diese Menschen haben etwas zu feiern. Vielleicht den deutschen Unabhängigkeitstag?"
Joni S., aus Eritrea, 23, seit sechs Wochen in Deutschland

"Die trinken etwas. Aber das ist kein Orangensaft!"
Elahe P., 30, aus dem Iran, seit drei Jahren in Deutschland

"Hier feiert ein mächtiger Mann. Der ganz rechts: Er trägt viele Orden. Vielleicht ein General. Die anderen Menschen könnten seine Gäste sein."
Abraham M., aus Eritrea, 25, seit sechs Wochen in Deutschland

"Sind das alles Könige?"
Fariba A., 37, aus Afghanistan, seit zwei Jahren in Deutschland

"Sie sehen aus wie Engländer. Könnte die englische Königin sein."
Ola A., 32, aus Nigeria, seit zehn Tagen in Deutschland

"Vielleicht ist die Frau in der Mitte Elisabeth von England?"
Abdullateef D., 32, aus Syrien, seit fünf Monaten in Deutschland

"Ich glaube, das ist die holländische Königin."
Hussein H., 35, aus Syrien, seit fünf Monaten in Deutschland

"Sie feiern etwas. Es sieht irgendwie seltsam aus."
Talat K., 29, aus Syrien, seit 22 Tagen in Deutschland

"Das ist ein traditionelles Fest. Die Jacken der Männer: Sind das vielleicht Generäle?"
Asmaa A., 46, aus Syrien, seit eineinhalb Monaten in Deutschland

"Das ist nicht unser Stil."
Rita Al H., 47, aus Syrien, seit zwei Monaten in Deutschland

"Das tragen Frauen in Europa. Ich akzeptiere es, weil die anderen mich ja auch akzeptieren sollen. Für sie sollte es auch in Ordnung sein, wenn muslimische Frauen eine Hidschab tragen."
Asmaa A., 46, aus Syrien, seit eineinhalb Monaten in Deutschland

"Bei meiner Frau würde ich wollen, dass sie sich anders anzieht. Aber wenn ich als Muslim in ein anderes Land reise, habe ich das zu akzeptieren."
Ahmad Ali B., 20, aus Syrien, seit eineinhalb Monaten in Deutschland

"Oh, hübsch! Das gibt es in Syrien natürlich nicht. Aber sieht gut aus."
Abdul R., 23, aus Syrien, seit zehn Tagen in Deutschland

"Man sieht schon sehr viel. Aber für mich ist das in Ordnung. Deutschland ist schließlich eine Demokratie."
Edris O., 18, aus Afghanistan, seit 15 Tagen in Deutschland

"Hier fahren zwei Menschen auf dem Fahrrad. Auf einer Straße. Sonst kann ich da nichts erkennen."
John C., 20, aus Eritrea, seit zwei Wochen in Deutschland

"Was soll hier zu sehen sein? Eine Straße, ja ... eine sehr gute Straße, ohne Schlaglöcher. Ich weiß nicht, ist hier irgendwas Bestimmtes?
Abdul R., 23, aus Syrien, seit zehn Tagen in Deutschland

"Eine hohe Mauer. In Afghanistan sieht es überall so aus. Als Schutz für das Haus oder für die Fabrik."
Fariba A., 37, aus Afghanistan, seit zwei Jahren in Deutschland

"Das war die Mauer in Berlin. Zwischen Ostdeutschland und Westdeutschland."
Hussein H., 35, aus Syrien, seit fünf Monaten in Deutschland

"Könnte ein Jude sein."

"Könnte ein Jude sein."
Edris O., 18, aus Afghanistan, seit 15 Tagen in Deutschland

"Ein alter Kanzler? Ein Bürgermeister? Sicher ein wichtiger Mann, sonst gäbe es kein Ölbild von ihm."
Fevzi B., 31, aus dem Kosovo, seit sieben Monaten in Deutschland

"Könnte Lincoln sein. Oder Faraday."
Ola A., 32, aus Nigeria, seit zehn Tagen in Deutschland

"Shakespeare?"
Abdullateef D., 32, aus Syrien, seit fünf Monaten in Deutschland

"Der Mann war vielleicht Rechtsanwalt. Er hat diese schwarze Jacke an. Ist 'Jacke' richtig?"
Fariba A., 37, aus Afghanistan, seit zwei Jahren in Deutschland

"Goethe! Den mag ich, ein wunderbarer Mann. Und es gibt überall ein Institut, das so heißt: Goethe-Institut. Das haben wir auch in Syrien, dort kann man Deutsch lernen."
Asmaa A., 46, aus Syrien, seit eineinhalb Monaten in Deutschland

"Das sind Menschen, die auf der Straße demonstrieren. Was soll damit sein?"
Edris O., 18, aus Afghanistan, seit 15 Tagen in Deutschland

"Ist das eine Demonstration für Freiheit? In Eritrea ist es gefährlich zu demonstrieren."
John C., 20, aus Eritrea, seit zwei Wochen in Deutschland

"Sie denken, dass wir ihnen was wegnehmen wollen, sie haben Angst. Sie wissen nichts über die Umstände, warum wir hier sind."
Rita Al H., 47, aus Syrien, seit zwei Monaten in Deutschland

Weitere Bildergeschichten finden Sie im Dossier der ZEIT Nr. 40 vom 01.10.2015.

"Sie haben Vorurteile. Wir sollten mit ihnen reden, ihnen helfen, ihre Meinung zu ändern."
Asmaa A., 46, aus Syrien, seit eineinhalb Monaten in Deutschland

"Mich machen solche Menschen wütend, die denken, dass sie besser als andere Menschen sind. Im Moment sind die europäischen Länder die Giganten – aber was passiert, wenn es eines Tages wieder eine Krise in Europa gibt? Vielleicht müssen dann solche Menschen nach Afrika kommen."
Ola A., 32, aus Nigeria, seit zehn Tagen in Deutschland

"Das sind Nazis. Ich habe gehört, dass sie einen verprügeln. Man muss wegrennen, wenn man solchen Menschen begegnet."
Mohammed J., 36, aus Ghana, seit sechs Monaten in Deutschland