Die Gewerkschaft der Polizei fordert, dass angesichts der vielen Flüchtlinge wieder Zäune an der deutsch-österreichischen Grenze errichtet werden. Die bayerische CSU gibt sich in der Befestigungsfrage noch unentschieden. Sie möchte frei und ohne Denkblockaden ergebnisoffen entscheiden. In Fragen der Grenzabdichtung dürfe es keine Mauern im Kopf geben.

Diese Position ist wieder einmal typisch für eine staatstragende Partei. Sie ist elitär, abgehoben und ohne Bodenhaftung. Die CSU redet über Zäune und hat keine Ahnung davon, welche Grenzsperranlagen gegen illegalen Flüchtlingsübertritt überhaupt zum Einsatz kommen können. Wie die CSU-Brauchtumspfleger wissen müssten, werden in Deutschland von alters her Betonelemente zur effektiven Grenzsicherung verbaut. Fugendicht nebeneinander aufgestellt, schmiegen sie sich malerisch an die deutsche Landschaft und verleihen ihr ein markant unverwechselbares Gesicht. Traditionell werden die Betonsperrmauern alle 200 Meter durch einen beheizbaren Beobachtungsturm unterbrochen. Sehr bewährt hat sich die Praxis, die Betonsperrelemente mit scharfkantigen Metallabweisern zu versehen und bei Bedarf durch einen einreihigen Metallgitterzaun mit Stolperdraht zu ergänzen. Für besonders gefährdete Abschnitte bietet die Version "German Classic" zusätzlich eine wirksame Selbstschusskomponente (nur gegen Aufpreis). Sollte es aus landschaftspflegerischen Gründen erforderlich sein, können die Sperrmodule gern auch durch naturbelassenen Zierbewuchs optisch veredelt werden.

Bayerische Staatsschützer beachten bitte, dass der übliche Kfz-Sperrgraben bei Zu-Fuß-Flüchtlingen entfällt. Nicht entfallen darf hingegen der Spurensicherungsstreifen mit Hundelaufanlage und Fahrspurplatten aus bayerischem Lochbeton. Der Nachteinsatz erfordert die handelsüblichen Lichtsperren mit Halogenstrahlern im Stacheldrahtbereich; die Stromzuführung erfolgt für gewöhnlich über das erdverkabelte Grenzmeldenetz. Zwingend geboten sind massive Grenzsäulen. Sie sind circa 1,8 Meter hoch und weisen ein schwarz-rot-goldenes Deutschland-Emblem auf. Die Grenzhinweisschilder sind in arabischer Sprache gehalten.

Für christliche Politiker versteht es sich von selbst, dass der Grenzübertritt von Hirschen, Rehen und Waschbären ohne Asylantrag gewährleistet sein muss. Bei den erwähnten Tierarten handelt es sich um empfindsame Waldbewohner, die des besonderen Schutzes bedürfen. Tiere sind unsere besten Freunde und müssen an den Kontrollpassierpunkten als solche menschlich behandelt werden.