KinderZEIT: Wieso haben Sie ein Online-Lexikon für Kinder gegründet?

Michael Schulte: Bisher gehen Kinder häufig auf Wikipedia, wenn sie Infos suchen. Ich fand die Artikel dort aber oft zu lang und kompliziert. Diesen Eindruck haben mir viele Kinder bestätigt. Insgeheim wünschen sich auch Eltern und Lehrer oft ein einfacheres Lexikon, wo sie kurz etwas nachschlagen können.

KinderZEIT: Dann könnten sie doch in ein gedrucktes Kinderlexikon schauen.

Schulte: Das stimmt, aber das Besondere bei einem Online-Lexikon ist ja, dass es weiter wächst und von verschiedenen Leuten ergänzt wird.

KinderZEIT: Kann da jeder mitmachen?

Schulte: Es können alle mitmachen, die gern recherchieren und schreiben.

KinderZEIT: Auch Kinder?

Schulte: Ja, wenn sie sich von Erwachsenen unterstützen lassen. Am besten ist es, wenn die Eltern selbst auch beim Klexikon aktiv sind und ein Benutzerkonto haben. Oder wenn sich Schulklassen beteiligen und die Lehrer nach der Veröffentlichung darauf achten, wie andere den Artikel kommentieren. Wichtig ist nämlich, dass der Verfasser darauf reagiert und Dinge verbessert.

KinderZEIT: Das Klexikon ist fast ein Jahr alt, 1.000 Begriffe sind nun online. Wer hat entschieden, welche dabei sind?

Schulte: Zum einen haben wir uns an gedruckten Kinderlexika orientiert. Zum anderen haben wir mit vielen Kindern diskutiert, welche Dinge sie gern erklärt hätten. Eine Schulklasse hat 150 Begriffe beigesteuert. Da waren Wörter wie Pizza und Pups dabei.

KinderZEIT: Über Pizza lernt man im Klexikon, dass eine erste Variante schon vor Tausenden Jahren gebacken wurde. Doch wo bleibt der Pups?

Schulte: Der ist noch nicht drin? Dann muss er auf die Wunschliste. Wer einen Vorschlag dafür hat, kann uns eine Mail an kontakt@klexikon.de schreiben.