Für weitere Artikel zur Serie "Stimmt's?" klicken Sie auf dieses Bild. © Jeff J. Mitchell/Getty Images

Das Album The Dark Side Of The Moon von Pink Floyd gehört zu den meistverkauften Tonträgern aller Zeiten. Es hielt sich nach seinem Erscheinen 1973 fünfzehn Jahre lang in den Charts, und noch heute werden jedes Jahr mehrere Hunderttausend Exemplare verkauft.

Die Platte mag die Rede von der "dunklen Seite des Mondes" bei uns populär gemacht haben, erfunden haben Pink Floyd den Ausdruck nicht. Er geht vielmehr zurück auf Mark Twain, der 1897 das Bonmot verfasste: "Jeder ist ein Mond und hat eine dunkle Seite, die er niemandem zeigt."

Als astronomischer Experte gab sich Twain damit nicht zu erkennen: Es stimmt, dass der Mond eine Seite hat, die er niemandem zeigt. Aber dunkel ist diese erdabgewandte Seite keinesfalls.

Die Rotation des Mondes ist "gebunden" – er dreht sich einmal im Monat um sich selbst, genauso lange braucht er, um einmal die Erde zu umkreisen. Diese Übereinstimmung ist natürlich kein Zufall. Die Gezeitenkräfte der Erde zerren so stark am Mond, dass er irgendwann aufhörte, sich unter ihnen wegzudrehen, und uns nun immer dieselbe Seite zuwendet. Aber seine Rückseite bekommt genauso viel Sonnenlicht ab wie die Vorderseite – wenn auf der Erde Neumond ist, dann ist sie hell erleuchtet.

Dieser Artikel stammt aus der ZEIT Nr. 52 vom 23.12.2015.

Bilder von ihr bekam die Menschheit erstmals 1959 zu sehen, als die russische Mondsonde Lunik 3 sie erkundete. Sie hat erheblich mehr Meteoriteneinschläge erlitten als die Vorderseite und leuchtet ein ganzes Stück heller.

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