Eine ungelöste Menschheitsfrage wurde wieder nicht beantwortet. Obwohl das Umweltbundesamt sich alle Mühe gegeben hat. Es hat untersucht, ob Fernseher, Waschmaschinen, Mixer und Handys ein eingebautes Verfallsdatum besitzen. Ob sie also kaputtgehen, sobald eine gewisse Zeit abgelaufen ist, damit die Kunden brav in die Läden traben und für viel Geld einen Ersatz kaufen. Der Fachbegriff dafür lautet "geplante Obsoleszenz".

Als Beleg der These dient die "ewige Glühbirne", die angeblich seit 1901 in der Feuerwache in Livermore bei San Francisco brennt. Weil früher alles besser war (einschließlich der Lebensdauer von Glühbirnen), müsse man davon ausgehen, dass moderne Leuchtmittel absichtlich so konstruiert werden, dass sie schon nach kurzer Zeit den Geist aufgeben.

Unglücklicherweise teilt das Bundesamt nun mit, dass eine gezielt verkürzte Produktlebensdauer "nicht nachgewiesen" werden könne. Ein weiches Dementi; noch vor wenigen Tagen waren auch Gravitationswellen nicht nachweisbar. Allerdings, so schreibt das Bundesamt weiter, "kalkulieren Hersteller mit einer bestimmten Produktlebensdauer, die sich auch nach Zielgruppen, Einsatzbereichen und Produktzyklen richtet". Soll heißen: Kein Hersteller verbaut in einer elektrischen Saftpresse freiwillig Material, das einen Atomkrieg überstehen würde, wenn der Kunde nach drei Jahren ohnehin eine neue kauft.

Kurz erklärt - Obsoleszenz, das geplante Versagen von Produkten Viele Unternehmen planen bei der Herstellung ihrer Produkte einen frühen Verschleiß mit ein: Durch besonders schwache Kondensatoren oder die einprogrammierte Suizidanweisung im Code. Das Video erklärt die sogenannte geplante Obsoleszenz.

Verschwörungstheoretiker dürfen dennoch weitergrübeln, wenn sie dieser Handreichung folgen: Erstens nehmen wir an, dass geplante Obsoleszenz einen Betrug darstellt, also eine Straftat. Zweitens wissen wir, dass Hersteller zwar nicht beabsichtigen, dass ihr Zeug nach einer gewissen Zeit kaputtgeht. Sie halten es aber für möglich und finden sich damit ab. Drittens sagt das Strafrecht, dass Absicht und Für-möglich-Halten gleichermaßen als Vorsatz zu betrachten sind. Womit, viertens, die geplante Obsoleszenz bewiesen wäre. Oder?