Während sich die Reisebranche auf der Tourismusmesse ITB feiert, leiden viele Länder unter den Folgen der Terroranschläge. Das ergab der Gesellschaft für Konsumforschung zufolge die Auswertung der Daten von 1.200 Reisebüros und mehr als 30 Online-Reiseportalen. Bis Ende Januar hatten eine Million weniger Menschen ihren nächsten Sommerurlaub gebucht als zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres. Wer buchte, suchte sich oft ein Ziel am westlichen Mittelmeer oder flog gleich nach Kuba, das unter Altpräsident Fidel Castro zu einem der wachstumsstärksten Fernziele geworden ist.

Eine Folge für deutsche Urlauber: "Bei den beliebten Urlaubszielen am westlichen Mittelmeer und an Nord- und Ostsee wird es kurzfristig kaum noch Verfügbarkeiten geben", sagt René Herzog, Zentraleuropa-Chef von DER Touristik.

Marktführer TUI ist optimistisch, dass sich zumindest das Geschäft in der Türkei noch beleben könne, solange es nicht zu weiteren Terroranschlägen komme. Massive Preissenkungen der türkischen Hoteliers und die Tatsache, dass in Spanien langsam die Betten knapp werden, würden dafür sorgen, "dass sich der türkische Reisemarkt im Laufe des Sommers noch etwas erholt", sagt ein Sprecher des Unternehmens.