Schnellsprecher

Rozbeh Asmani

Geburtsjahr: 1983

Gescheiterte Bewerbungen: Studiengang Regie an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin; Friedrich-Ebert-Stiftung; Heinrich-Böll-Stiftung; Deutschlandstipendium; Volontariat Deutsche Welle. Moderator bei RTL Disney Fernsehen GmbH & Co. KG; Cutter bei Cologne Broadcasting Center GmbH; Redakteur bei ITV Studios Germany GmbH; studentische Aushilfe Meavision Media GmbH; studentische Hilfskraft WDR Köln. Visit; Artist in Residence Programm der RWE Stiftung; Cité International des Artes in Paris; N.I.C.E. Award (Network for Innovations in Culture and Creativity in Europe); Gaffel-Kölsch-Glas-Edition zur Art Cologne 2015 (nur 2. Platz); "Kunst an Kölner Litfaßsäulen", Kooperation der Kunsthochschule für Medien Köln (KHM), der Ströer Gruppe und der Stadt Köln.

Abgelehnte/im Sande verlaufene Publikationen: Bei der Produktion meiner künstlerischen Diplomarbeit Shirin (2009), einer im Tschador "verhüllten" Schokoladenfigur, habe ich Erfahrungen mit dem Markengesetz machen dürfen: Ursprünglich sollte die Figur mit einer lilafarbenen Verpackung umwickelt werden. Da aber Lila im Zusammenhang mit Schokoladenherstellung nur für die Marke Milka zugelassen ist, wurde der Entwurf farblich modifiziert: Die von Kraft Foods Schweiz Holding (heute Mōndelez Int.) markierte Farbe Lila wurde durch einen unbesetzten Blauton ersetzt. Immerhin entstand dabei die Idee für eine neue umfassende Werkserie über die beim deutschen Marken- und Patentamt geschützten Farbmarken.

Unglamouröse Jobs ohne Prestige und Lernfaktor: Promotion für kostenlose Abos der ZEIT; Kabelhilfe Lücke+Partner; Thekenhilfe Odonien; Messebau; Künstlerische Assistenz eines Malers; Mitarbeiter in einer Kölner Design-Galerie.

Monate der Arbeitslosigkeit: Keine, da selbstständig.

Schlechteste abgehaltene Vorlesung/Lehrveranstaltung: Impulsvortrag am Morgen nach Weiberfastnacht.

Ungerechtes Verhalten gegenüber Student/in oder Kolleg/in: Ich habe mal einen Technischen Mitarbeiter beim Mittagsschlaf während der Arbeitszeit überrascht und anschließend privilegierten Zugang zu den Studios erhalten.

Dinge, die ich nicht gut kann: Vorstellungsgespräch im Sitzen; langsam sprechen; Namen merken.

Eine Sprache, die ich nur radebreche: Französisch.

Diese akademische Kränkung verfolgt mich bis heute: Als Freier Künstler gegenüber akademischen Kollegen aus anderen Fakultäten vehement erklären zu müssen, wie man seinen Lebensunterhalt bestreitet – um sich dann anzuhören, dass das schwerfallen müsse. Als Künstler ist die akademische Karriere kaum planbar, da Berufungsfaktoren, anders als in der Wissenschaft, subjektiver und unkalkulierbarer sind.