Heute mal wieder etwas vom SC Höchstadt an der Aisch. Das ist dort, wo in Bayern die meisten Störche nisten. Kann also nicht ganz schlecht sein. Entsprechend, ohne eine ursächliche Beziehung knüpfen zu wollen, sieht es im Schachklub aus. In der jüngsten Vereinszeitung lese ich unter der Überschrift Eitel Sonnenschein beim Schachklub, dass die Mitgliederzahl auf 85 und der Kassenstand auf 4300 Euro gestiegen sei. Für eine Kleinstadt aller Ehren wert. Der finanzielle Partner ist offenbar die Kreissparkasse Höchstadt/Aisch, die im Heft mit der Verheißung "Eine gute Strategie ist einfach" wirbt, wobei ein weißer Turm den schwarzen König elegant vom Leben zum Tode befördert. Wenn Sie in der gegenwärtigen Nullzinsphase also Anregungen suchen?! Bei der Stadtsparkasse Dortmund denkt man, wie ich als Kommentator des Sparkassen-Chess-Meetings lernen konnte, immer um einen Zug voraus. Das ist nicht schlecht, hinkt indes doch hinter der Kreissparkasse Höchstadt zurück, die "dabei hilft zwei Züge vorauszudenken". Das wäre allerdings bei der vierzügigen Kombination des 1. Vorsitzenden Reiner Schulz als Weißem gegen Tobias Schwarzmann bei der Stadtmeisterschaft 2016 nicht ausreichend gewesen. Die schwarze Dame hatte sich zuletzt den berühmt-berüchtigten "vergifteten Bauern b2" einverleibt, wonach obiger weißer Sparkassenturm im Bund mit seinem Kompagnon statt des Königs sie sich als Beute auserkor. Wie kam’s?

Lösung Nr. 39:
Mit welchem "verrückten" Auftaktzug setzt Weiß in 3 Zügen matt? Es ist 1.Ta3!! Grotesk verkriecht sich der Turm im Abseits. Auf 1...Kc4 2.Dc6+ Kd3 (2...Kxb4 3.Ta4 matt) folgt das Fesselungsmatt 3.Dc2!! – plötzlich macht der Schlüsselzug Sinn! Nach 1...Ke4/Ke5 2.Dc6(+) Ke5/Kxf5 indes 3.Ta5 matt