Das Geldzählen mit der Hand nach Ladenschluss ist mühselig. Nach einem langen Arbeitstag verzählen Kassiererinnen und Kassierer sich auch leicht, und dann geht die Sache von vorne los. Schon lange existieren Geldzählmaschinen, die entweder Scheine oder Münzen zählen können. Aber seit einigen Jahren gibt es tatsächlich spezielle Geldwaagen.

Dieser Artikel stammt aus der ZEIT Nr. 48 vom 17.11.2016.

Das Prinzip ist simpel: Kennt man das Gewicht der einzelnen Banknote oder Münze, dann kann man das Gewicht eines Stapels von Geldscheinen oder einer Schale mit Münzen durch dieses "spezifische Gewicht" teilen und erhält die genaue Anzahl. Natürlich muss man sortenrein wiegen. Weil eine Banknote weniger als ein Gramm schwer ist, muss die Messung sehr genau sein. Hinzu kommt das Problem, dass verschmutzte Scheine oder abgenutzte Münzen geringfügig schwerer oder leichter sind. Die Hersteller der Geldwaagen haben nicht näher beschriebene Algorithmen in ihrer Software, die solche Abweichungen herausmittelt und den exakten Betrag sehr zuverlässig berechnet.

Der Bundesverband des Lebensmittelhandels kann nicht genau sagen, in wie vielen Märkten schon solche Waagen stehen. In kleinen Geschäften wird meistens noch gezählt – aber in vielen großen Supermärkten wird heute beim Kassensturz tatsächlich das Geld auf die Waage gelegt.

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