Er war der erste männliche Anhänger des Religionsstifters, wurde in seine Familie aufgenommen und heiratete seine Tochter. So schien er alle Voraussetzungen zu erfüllen, um neuer geistlicher Führer zu werden, als Rebellen den Inhaber des hohen Amtes ermordet hatten. Er wurde bedrängt, zögerte zunächst, nahm aber nach fünf Tagen die Huldigung entgegen. Damit begann ein Schisma in einer Glaubensgemeinschaft, in der Religion und Machtinteressen sich vermischten und zu bitterem Streit führten. Viele Gefährten seines Schwiegervaters verweigerten ihm den Treueeid, da er nicht den Regeln entsprechend von einem Wahlgremium bestimmt worden war. Neben dieser ersten Gegenpartei sammelte sich eine zweite um einen mächtigen Clan mit einer Machtbasis im Norden, eine dritte schließlich um die Witwe des Religionsstifters. Mit deren Anhängern hatte er noch leichtes Spiel: Er schlug sie in offener Feldschlacht.

Gegen die zweite Partei konnte er sich nicht durchsetzen. Im entscheidenden Kampf gegen sie ließ er sich zu einem Schiedsgericht über die Frage der Rechtmäßigkeit seiner Wahl überreden. Mit seiner Nachgiebigkeit spaltete er seine eigene Anhängerschaft, und die Abtrünnigen zettelten Aufstände gegen ihn an. Auch nach drei Jahren der Beratung konnten sich die beiden Schiedsrichter nicht auf einen Schiedsspruch einigen.

Seine Macht war unterdessen weiter zerfallen, er verlor nun die Kontrolle über große Gebiete. Schließlich endete er wie sein Vorgänger: Er wurde ermordet. Wer war’s, der als Letzter den Titel "Rechtgeleiteter" erhielt?

Lösung aus Nr. 48:

Melody Joy Gardot, geb. 1985 in New Jersey, USA, Jazzsängerin und -komponistin, lag nach einem Verkehrsunfall schwer verletzt mehr als ein Jahr im Krankenhaus. Ihr Stil vereint Elemente von Jazz, Blues, Folk und Soul, ihr aktuelles Album heißt "Currency of Man"